Martin Kobylanski: „Momentan ist bei uns der Wurm drin!“

6. Oktober 2019 von
„Momentan ist bei uns der Wurm drin", sagte Martin Kobylanski nach dem 0:2 in München. Foto: Agentur Hübner/Archiv
München/Braunschweig. Eines fehlte Eintracht Braunschweig auch an diesem 11. Spieltag beim 0:2 gegen den FC Bayern München II wie das sprichwörtliche Salz in der Suppe: Die Tore. Martin Kobylanski brachte es nach dem Spiel am Mikrofon bei Magentasport auf den Punkt: „Momentan ist bei uns der Wurm drin!“

Hoher Aufwand ohne Ertrag

Löwenkapitän Benjamin Kessel wollte gar nicht erst in die Polemik abdriften und analysierte nüchtern: „Wir haben wieder einen sehr hohen Aufwand betrieben und stehen ohne Ertrag da.“ Dabei wusste der Routinier auch nicht so wirklich, wo genau man ansetzen könnte: „Wir können uns weder läuferisch oder spielerisch noch kämpferisch was vorwerfen. Wir haben gut gespielt, aber im Fußball musst du am Ende die Tore machen.“

„Wir haben, wie schon gegen Viktoria Köln, eine Menge Chancen nicht genutzt. Vorne ist zurzeit der Wurm drin, obwohl wir gut Fußball gespielt haben und gerade in der zweiten Halbzeit viel den Ball hatten. Im Endeffekt fahren wir aber mit null Punkten nach Hause und davon können wir uns nichts kaufen.“ Martin Kobylanski

Nach einem traumhaften Saisonstart ist bei Eintracht Braunschweig – sieht man mal vom Ademi-Treffer gegen Halle ab – dank einer anhaltenden Ladehemmung derzeit Herbstblues angesagt. „Ich bin schon enttäuscht, weil wir von den Tormöglichkeiten zu Beginn mindestens eine machen müssen“, wusste auch Christian Flüthmann das große Manko dieses Spieltages direkt beim Namen zu nennen.

„Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen“

Der Löwencoach hob das Positive hervor: „In der zweiten Halbzeit habe ich ein gutes Gesicht meiner Mannschaft gesehen: Wir haben hoch gepresst und viele Ballverluste provoziert.“ Den Knackpunkt sah der 37-Jährige im Detail: „Wir haben im letzten Drittel zu viele letzte Pässe, die nicht ankamen und haben kein Tor erzielen können. Nichts desto trotz war es eine gute Leistung unserer Mannschaft und ein Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen.“

Und Flüthmann stellte sich vor seine Mannschaft: „Das ist bitter für sie und bitter für mich, weil die Jungs alles umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben.“ Man nehme sich viel vor, müsse aber die eigenen Chancen auch nutzen. Ein aufkommende Krisendiskussion erstickte Flüthmann auch mit Hinweis auf die letzten Gegner: „Wir reden hier nicht von einer Drucksituation“, betonte der 37-Jährige und hob hervor: „Wir wissen, gegen wen wir in den letzten beiden Spielen gespielt haben. Wir versuchen, es von Spiel besser zu machen. Heute haben wir den Ball und den Gegner laufen lassen, aber wir nutzen die Chance nicht.“

„Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg. Wir hatten bei zwei, drei Möglichkeiten der Eintracht Glück, dass wir nicht in den Rückstand geraten. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben das 1:0 gemacht. In der zweiten Halbzeit hat Braunschweig höher gepresst und wir haben nicht immer die Ruhe bewahrt. Wir haben die Drucksituationen sehr gut verteidigt und hätten den Sack früher zu machen können. Ich glaube, das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn ich mir bewusst bin, dass wir einige Situationen glücklich überstanden haben.“ Sebastian Hoeneß

Der Spielbericht

0:2-Herbstblues in Bayern: Eintracht weiter sieg- und torlos

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