Das Ritz Carlton in Wolfsburg ist derzeit das Quarantänelager des VfL Wolfsburg.
Das Ritz Carlton in Wolfsburg ist derzeit das Quarantänelager des VfL Wolfsburg. Foto: Agentur Hübner
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12.05.2020

Maskenpflicht, drei Zonen und desinfizierte Bälle: So geht Bundesliga in Corona-Zeiten

von Frank Vollmer


Wolfsburg. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Seit Montag weilen die Bundesliga-Profis des VfL Wolfsburg im Ritz Carlton, um sich für ihr erstes Pflichtspiel nach zwei Monaten Pause beim FC Augsburg (Sonntag, 15.30) vorzubereiten. Immer dabei: Die Gesichtsmaske. Doch sie ist nicht die einzige Veränderung zum Spieltag hin.

Maskenpflicht ist oberstes Gebot im Quarantäne-Lager Ritz Carlton. Und doch sind die Unterschiede zu den normalen Spieltagsvorbereitungen für die Spieler gar nicht so groß. Jedenfalls nicht im Vergleich zu dem, was am Spieltag im Stadion alles zu beachten ist.

In dem 51 Seiten starken DFL-Konzeptpapier wurde so ziemlich alles bedacht, was rund um das Team und sein Kerngeschäft zu beachten ist. Selbst die Spielbälle werden vor dem Anpfiff noch einmal ordentlich desinfiziert, Balljungen müssen über 16 Jahre sein und Maskottchen sind nicht erlaubt.

Das Stadiongelände selbst ist in dem DFL-Papier in die drei Zonen „Innenraum", "Tribüne" und "Stadionaußengelände" aufgeteilt. "In diesem Bereich gilt das Hausrecht des Heimklubs", heißt es im DFL-Papier. "Außerhalb dieses Bereichs befindet sich der öffentliche Raum. Dieser fällt in den Verfügungsbereich der Polizei."

300 Personen dürfen sich maximal auf dem gesamten Stadiongelände aufhalten – in jeder der drei Zonen maximal 100 zeitgleich. Die Fans sind in keiner der drei Zonen erlaubt. Hierfür trägt der Heimklub auf dem Stadiongelände die Verantwortung und es gibt scharfe Akkreditierungsbedingungen. So wird bei jeder Person am Eingang ein Symptomefragebogen angewandt und sogar Fieber gemessen. "Sobald eine Frage positiv beantwortet oder mit dem Ohrthermometer eine Temperatur von über 38 Grad Celsius gemessen wird, erfolgt eine Benachrichtigung des Hygienebeauftragten, der über den Einlass ins Stadion entscheidet", heißt es unter Punkt 3.



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