Menz fordert vor Bonn: „So rauskommen wie gegen Bamberg!“

30. April 2019 von
DeAndre Lansdowne und die Löwen wollen gegen Bonn die Ausgangslage verbessern. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig. Am 1. Mai (18.00) empfangen die Basketball Löwen in der easyCredit BBL den Tabellennachbarn Telekom Baskets Bonn. Mit einem Heimsieg könnte die Mannschaft von Frank Menz "einen risiegen Schritt in Richtung Playoffs machen", wie der Trainer vor dem Spiel betonte.

Die easyCredit BBL-Saison 2018/19 biegt auf die Zielgerade ein und das Ringen um eine Playoff-Platzierung ist nach wie vor groß. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn haben je 15 Siege, medi bayreuth hat als Elfter 14 Siege. Enger und spannender könnte es in dieser entscheidenden Phase bei nur noch vier verbleibenden Löwen-Spielen kaum zugehen. „Aber ich glaube wir sind als Team ziemlich ruhig beziehungsweise gefasst und haben den richtigen Fokus“, sagt Thomas Klepeisz. „Das ist jetzt die beste Zeit des Jahres. Jeder von uns hat den Traum und das Ziel, Playoffs zu spielen. Und jeder weiß, worauf es jetzt ankommt“, so der Löwen-Kapitän weiter. Im Klartext heißt das: Die Löwen haben das Erreichen der Playoffs bei noch drei Heimspielen und einer Auswärtspartie selbst in der Hand. Und ein Sieg gegen die Bonner würde sie in eine sehr gute Ausgangslage bringen.

Die Löwen dürften mit größerem Selbstvertrauen als die Telekom Baskets in die Mittwochspartie gehen. Denn zum einen spielen sie vor heimischem Publikum in der Volkswagen Halle, wo sie sich mit ihren Fans im Rücken pudelwohl fühlen und von 14 Partien elf gewonnen haben. Und zum anderen haben sie sich nach zuvor zwei Heimsiegen in Folge am vergangenen Freitag auswärts beim Champions League Final Four-Teilnehmer und Tabellenfünften Brose Bamberg sehr gut präsentiert. „Es war eine starke Leistung von uns. Wir hatten dort eine Chance zu gewinnen und das wäre für uns ein riesiger Coup gewesen. Wir haben größtenteils diszipliniert gespielt und waren in Sachen Intensität am Limit“, blickt Headcoach Frank Menz positiv auf die knappe 88:93-Niederlage in Bamberg zurück.

Etwas anders sieht das bei den Bonnern aus. Die haben ihre letzten drei Spiele verloren, am gestrigen Sonntag zogen sie zu Hause mit 60:71 gegen die FRAPORT SKYLINERS den Kürzeren. „Ich bin enttäuscht über unser schwaches Teamplay, das uns über weite Strecken der Saison ausgezeichnet hat. So, wie wir uns unlängst präsentierten, haben wir uns selbst in eine kritische Situation gebracht“, sagte Bonns Headcoach Chris O’Shea nach der Partie. Doch auch wenn die Bonner, die über sieben Importspieler verfügen, sich zuletzt nicht so stabil zeigten, so warnt Frank Menz vor dem Gegner: „Bonn hat eine gut und tief besetzte Mannschaft, die in die Playoffs einziehen will.“

 

Im Scoring werden die Gäste von Guard Josh Mayo angeführt. Der 31-jährige US-Amerikaner ist ein unglaublich starker Distanzschütze: Er trifft 51 Prozent vom Perimeter und ist mit 14,4 Punkten (3,6 ApS) im Schnitt Bonner Topscorer. Mit Charles Jackson (12,1 PpS; 6,4 RpS) und Martin Breunig (10,8 PpS; 4,2 RpS) folgen ihm zwei Innenspieler, die in Brettnähe einen starken Job machen und den Löwen laut Frank Menz „richtig weh tun können.“ Hinzukommend haben die Telekom Baskets mit Anthony DiLeo (8,7 PpS) und Yorman Polas Bartolo (9,6 PpS) zwei ausgesprochen gute Verteidiger in ihren Reihen. DiLeo überzeugt auch als Spielmacher und legt sehr gute 4,8 Assists pro Spiel auf. Damit ist er bester Vorlagengeber seiner Mannschaft und hatte auch im Hinspiel 5 Assists verteilt, das die Bonner am 2. Spieltag der Saison übrigens knapp mit 75:69 gegen die Löwen gewonnen hatten.

Im nun wichtigen Rückspiel soll das anders laufen und diesbezüglich ist Frank Menz zuversichtlich: „Wir können mit einem Sieg gegen Bonn einen riesigen Schritt Richtung Playoffs machen. Und ich glaube, dass wir eine Chance gegen sie haben, wenn wir unsere eigene Leistung abrufen können und so rauskommen wie zuletzt gegen Bamberg. Aber ich hoffe auf eine volle Halle. Denn ich erwarte ein knappes Spiel und da benötigen wir die Unterstützung unserer Fans – vor allem dann, wenn wir Phasen haben, in denen es nicht gut läuft.“

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