Für die Gäste geht es gegen den Abstieg.
Für die Gäste geht es gegen den Abstieg. Foto: Agentur Hübner/Archiv
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12.06.2020

Mit der doppelten Eintracht gegen den Dorfklub? Antwerpen: "Dieser Weg ist richtig!"

Braunschweig. Es geht Schlag auf Schlag im Endspurt der Drittligasaison 2019/20. Schon am morgigen Samstag (14.00) empfängt Eintracht Braunschweig den Tabellenvorletzten SG Sonnenhof Großaspach. Gelingt es den Löwen, ihren tollen Re-Start weiter zu vergolden?

Die doppelte Eintracht


„Rotation“ lautet die Devise der Stunde für die Löwen, die mit zehn Punkten aus den vier bisherigen Post-Re-Start-Spieltagen aktuell die Nase ganz vorne haben im Rennen um eine Spitzenposition, die zur Rückkehr in die 2. Bundesliga berechtigt. „Der Weg ist richtig!“, erklärt ein gut gelaunter Marco Antwerpen vor dem Spiel und sieht seinen Plan aufgehen: „Wir haben diese Frische auf dem Platz!“ Unter der hohen Fluktuation in der Startelf leide zwar ein wenig die Eingespieltheit, ein Risiko sei es jedoch nicht. „Immer wieder mit den gleichen Spielern zu spielen finde ich ein höheres Risiko“, so Antwerpen, der sich erklärt: „Weil du die Spieler dann vielleicht nicht mit der nötigen Frische ins Spiel schickst."
Und so haben die Löwen derzeit wohl am ehesten zwei Mannschaften, die sie auf den Platz schicken: Eine für die Spiele unter der Woche, eine für das Wochenende. „Wir mussten uns vorher überlegen, wie wir diese hohe Belastung angehen und wie wir spielen wollen“, erläutert der Trainer die Idee mit einem Einschub: „Punktuell lassen wir dann Spieler erneut auflaufen, die aktuell einen guten Lauf haben." Martin Kobylanski und Marvin Pourié darf man hier namentlich nennen. Allein vier Tore und zwei Vorlagen sprechen für ersteren, der nach dem Re-Start in Braunschweig auch endgültig angekommen zu sein scheint. „Er ist fast an jedem Tor beteiligt. Dementsprechend fällt es schwer, ihn vielleicht mal daußen zulassen“, lobt Antwerpen ein wenig ankündigend. Vielleicht muss das Team das Fehlen des 26-Jährigen ja schon am Samstag auffangen. Definitiv nicht dabei sein kann aber nur Kevin Goden, "obwohl es bei ihm auch schon wieder besser aussieht" [Antwerpen].

„Wir müssen uns an unsere taktische Vorgaben halten. Dann sind wir in der Lage Spiele zu gewinnen. Auswärts agieren wir aus einer defensiven Kompaktheit raus, während wir zuhause früh ins Gegenpressing gehen."

- Marco Antwerpen


Auch zwischen den Pfosten hat die merkwürdige Corona-Zeit Einfluss genommen. Marcel Engehardt hat derzeit die Nase vorne. Nur drei Gegentreffer bei ligaübergreifend fünf Einsätzen sind eine exzellenter Arbeitsnachweis für den 27-Jährigen. „Wir besprechen auch im Trainerteam, wie die Torhüter die mentale Belastung wegstecken. Marcel bringt derzeit seine Leistungen, sodass wir keine Notwendigkeit sehen, auf der Position zu wechseln", kündigt dessen Trainer an.

Denkt Fußball wie Antwerpen: Co-Trainer Kurtulus Öztürk im Gespräch mit Yari Otto. Foto: Agentur Hübner


"Er denkt Fußball wie ich!"


Einen weiteren positiven Aspekt findet man im Lager der Löwen derzeit auch auf der Position des Co-Trainers. Seitdem Kurtulus Öztürk – mit dem Antwerpen schon bei Viktoria Köln und in Münster zusammengearbeitet hat – seit Ende Februar auch in Braunschweig an dessen Seite wirkt, ist das Arbeiten für den Chefcoach sichtbar einfacher geworden. "Ich habe immer gesagt, ich habe mich mit Frank Eulberg super verstanden. Mit jemandem, mit dem man schon zusammengearbeitet hat, hat man aber ein anderes Verständnis von der Zusammenarbeit. Er hat ein Ohr für die Spieler und denkt Fußball so wie ich!"

"Man muss als Trainer auch erst einmal ankommen im Verein und sich freischwimmen. Bei einem ambitionierten Verein muss man dann auch erfolgreich sein.“

- Marco Antwerpen


Apropos Münster! Die Preußen spielen seit Anfang der Saison grundsätzlich am Spieltag vorher immer gegen Braunschweigs kommenden Gegner. Das findet Antwerpen super: „Es ist gut, dass Münster seit dem Re-Start gegen unsere kommenden Gegner häufig punktet. Dadurch fehlt ihnen dann das Erfolgserlebnis“, freut sich der 48-Jährige. Unter der Woche entführte dessen Ex-Klub beim 0:0 einen Punkt in Aspach.

Definitiv ein Gewinner des Re-Starts: Torhüter Marcel Engelhardt. Foto: Agentur Hübner



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