Munterer Test: Eintracht nötigt dem HSV Respekt und ein 2:2 ab!

10. Oktober 2019 von
Nick Proschwitz musste nach zehn Minuten nur den Fuß hinhalten. Fotos: Michael Täger
Braunschweig. Eintracht Braunschweig trennte sich am Donnerstagabend in einem unterhaltsamen Testspiel 2:2 (1:1) vom Tabellenführer der 2. Bundesliga, Hamburger Sportverein. Vor 4.941 Zuschauern trafen Nick Proschwitz und Leandro Putaro für die Mannschaft von Trainer Christian Flüthmann.

Proschwitz mit dem Traumstart

Um vor dem Duell mit Tabellenführer Unterhaching im Spielrhythmus zu bleiben, testete Eintracht Braunschweig in der Länderspielpause gegen Zweitligaspitzenreiter HSV. Hier bekam Kevin Goden erstmals die Chance sich im Jersey der Löwen von Beginn an zu zeigen. Der 20-Jährige nutzte die Chance, stiebitzte in einer tollen Braunschweiger Anfangsphase den Ball an der Mittellinie und zog im Vollsprint bis zur Torauslinie, wo er den mitgelaufenen Nick Proschwitz mustergültig bediente. Der 32 Jahre alte Angreifer musste den Ball gegen seinen Ex-Klub nur noch über die Linie drücken (10.). 

Die Antwort der Hanseaten folgte prompt. Nachdem Jatta kurz vor dem Braunschweiger Treffer schon den Querbalken getroffen hatte (9.), schlüpfte Bobby Wood nach einem Doppelpass mit Letschert zwischen Robin Ziegele und Robin Becker hindurch und überwand Marcel Engelhardt ins linke untere Eck (12.). In dem munteren Testspiel suchten beiden Teams von Beginn an den Weg nach vorne.

Nach dem Ausgleich zeigten die zweikampfstarken Löwen einige hervorragende Ansätze über Martin Kobylanski, der einen Freistoß aus zentraler Position aus gut 25 Metern knapp am linken Lattenkreuz vorbei setzte (15.) oder nach einer knappen halben Stunde bei einem guten Zuspiel von Benjamin Kessel den Ball nicht richtig traf (28.). Auf Hamburger Seite hatte Bakery Jatta kurz vorher Engelhardt geprüft, der den Ball sicher fing (24.). Die Gäste wurden gegen Ende der ersten Hälfte immer stärker und drückten Braunschweig in die eigene Spielhäfte. Kurz vor der Pause brach der HSV noch einmal über die rechte Außenbahn durch, doch Wood blieb nach dem Querpass von Xavier Amaechi am aufmerksamen Robin Becker hängen (41.). 

Defensiv Schwerstarbeit: Robin Ziegele grätscht Bobby Wood den Ball ab. Foto: Michael Täger

Hamburger spielt, Eintracht eiskalt!

Christian Flüthmann wechselte zur zweiten Halbzeit Yannick Bangsow (Tor), Steffen Nkansah, Leandro Putaro, Leon Bürger und Danilo Wiebe für Kessel, Kobylanski, Kammerbauer und Feigenspan in die Partie ein. Aufseiten der Gäste kamen Julian Pollersbeck (Tor) und und U19-Spieler Jonah Fabisch für Mickel und Kinsombi. Der Zweitligist übernahm sofort die Spielkontrolle und kombinierte sich immer wieder gefährlich in Abschlussnähe. Mit vereinten Kräften überstand die Eintracht diese erste Drangphase nach dem Seitenwechsel. 

Nach etwas mehr als einer Stunde kam Jeremy Dudziak auf Hamburger Seite für Sonny Kittel, der soeben noch aus zentraler Position über das Torgehäuse geschossen hatte. Auch Christian Flüthmann wechselte: Für Kijewski, Pfitzner, Goden und Proschwitz spielten jetzt Lasse Schlüter, Yari Otto, Marcel Bär und Orhan Ademi mit (63.). Die Rothosen zogen direkt wieder das Tempo an. Yannick Bangsow im Braunschweiger Tor rettete überragend gegen Jatta (65.). Die Eintracht stand unter Dauerstress, setzte in dieser Phase aber Nadelstiche: Ademi erlief beinahe einen zu kurz geratenen Rückpass (67.), bevor wieder der HSV über Sousa aus halblinker Position Bangsow prüfte (71.). 

In der Schlussviertelstunde gestaltete sich die Partie wieder offener: Eintracht Braunschweig befreite sich zunehmend aus der Umklammerung und fand Lücken. Und führte wie aus dem Nichts 2:1! Leandro Putaro setzte einen für Pollersbeck unhaltbaren Sonntagsschuss aus halblinker Position in den Winkel (77.). Die Hausherren waren wieder im Geschäft, zeigten einige feine Kombinationen und bespielten wieder die Räume. Robin Becker gelang aus halbrechter Position beinahe das 3:1 per Distanzschuss, doch Pollersbeck war diesmal zur Stelle (80.). 

In den letzten Spielminuten drängte der Zweitligist auf den Ausgleich. Becker rettete erst vor dem einschussbereiten Jatta (85.). Vier Minuten später war auch er machtlos, als Dudziak von rechts heranrauschte und das Zuspiel des eingewechselten Martin Harnik unhaltbar netzte (89.). So blieb es bei einem unterhaltsamen 2:2 mit dem wohl beide Trainer leben können. Am Samstag, dem 19. Oktober (14.00) geht es weiter an der Hamburger Straße gegen die Spielvereinigung Unterhaching. 

[Stimmen folgen]

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig 1.HZ: Engelhardt – Kessel, Becker, Ziegele, Kijewski – Pfitzner, Kammerbauer – Goden, Kobylanski, Feigenspan – Proschwitz 

Eintracht Braunschweig 2.HZ: Bangsow – Becker, Ziegele, Nkansah Kijewski (63. Schlüter) – Pfitzner (63. Y. Otto), Wiebe – Goden (63. Bär), Putaro, Bürger – Proschwitz (63. Ademi) Trainer: Christian Flüthmann

Hamburger Sportverein: Mickel (46. Pollersbeck) – Narey, Letschert, Ewerton, Sousa – Kinsombi (46. Fabisch) – Amaechi (78. Suhonen), Jairo, Kittel, Jatta – Wood (72. Harnick) Trainer: Dieter Hecking

Torfolge: 1:0 Nick Prowschitz (10. Goden), 1:1 Bobby Wood (12. Letschert), 2:1 Leandro Putaro (77.), 2:2 Jeremy Dudziak (89. Harnik)

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