Neu-Löwe Nils Rütten: „Mich reizt der Beruf des Richters“

11. Januar 2019 von
Nils Rütten wurde bei Borussia Mönchengladbach ausgebildet. Foto: imago/Deutzmann
Belek/Braunschweig. In einem Video-Interview bei Eintracht Braunschweig gab Winterzugang Nils Rütten erstmals einige persönliche Details preis. Ungewöhnlich für einen Jungprofi: Der 23-Jährige würde gerne Richter werden, wenn es mit dem Fußball nicht klappt.

Nils Rütten – vor wenigen Tagen vom Bonner SC zu den Löwen gewechselt – war schon bei seinem Ausbildungsverein Borussia Mönchengladbach mit seinem neuen Trainer sehr gut klargerkommen. „Er war natürlich ein großer Faktor für den Wechsel“, verriet Rütten in einem Videointerview auf der Vereinshomepage und erklärte: „Wenn dann ein Traditionsverein anklopft und man den Trainer kennt, muss man die Chance ergreifen.“

Geboren wurde Rütten am 20. Juli 1995 in Würselen in der Nähe von Aachen. Bis 2003 erlernte der beidfüßig beschlagene Mittelfeldakteur das Fußballspiel beim FC Germania Bauchem, wechselte dann für ganze 15 Jahre zu den Fohlen, wo er die gesamte Jugend durchlief und 2014 den Sprung in die Regionalliga-Reserve schaffte.

Im Sommer 2015 stieß André Schubert aus Paderborn zur Gladbacher Reserve. Unter Schubert, der ab 29. September 2015 erst Interims-, später Cheftrainer der Gladbacher wurde, gehörte Rütten sogar ein paar Mal sowohl dem Bundesliga- als auch dem Champions-League-Kader der Borussia an, ohne allerdings zum Einsatz gekommen zu sein.

„Ich spiele am liebsten auf der Sechs, da fühle ich mich am Wohlsten. Im Mittelfeld hat man einfach mehr Möglichkeiten, auf das Spiel zuzugreifen. Sowohl offensiv als auch defensiv.“ Nils Rütten

Mittelfeldspieler möchte Richter werden

Ungewöhnlich für einen Fußballpofi studiert Nils Rütten nebenbei Jura. „Wenn es mit dem Fußball mal nicht so klappt, reizt mich der Beruf des Richters“, verriet er. Sein Studium war einer der Gründe dafür, warum der Blondschopf im vergangenen Sommer zum Bonner SC wechselte – trotz dem Vernehmen nach einiger guter Angebote aus höheren Ligen.

Eintracht-Coach Schubert musste zusammen mit Tobias Rau wohl einiges an Überredungskunst aufbieten, um auch den Bonner Sportdirektor Thomas Schmitz von einem Wechsel seines Stammspielers zu überzeugen. Der hatte Rütten im Sommer noch mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. „Nils Rütten hat die Chance, unter seinem einstigen Entdecker André Schubert noch einmal den Sprung in den Profifußball zu machen, sodass wir schweren Herzens diesem Wunsch zugestimmt haben“, meinte Schmitz in Rahmen des Rütten-Wechsels an die Oker im Bonner General-Anzeiger.

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