Neuer Anlauf: Können die Herzöge beim SC Rist Wedel punkten?

24. Januar 2019 von
Für einen Sieg muss auch von Elias "Boo" Osborne mehr kommen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de
Wolfenbüttel/Rist. Am Samstag (19.00) starten die MTV Herzöge Wolfenbütteler beim SC Rist Wedel den nächsten Versuch, endlich wieder mal ein Spiel zu gewinnen. Diese Aufgabe wird gegen den Tabellenzweiten alles andere als leicht. Liegt das Überaschungsmoment aufseiten der Lessingstädter?

Favoritenrolle klar verteilt

Es läuft überhaupt nicht in dieser Saison bei den MTV Herzögen aus Wolfenbüttel, die ursprünglich einen Platz in den Playoffs angepeilt hatten. Stattdessen verliert die Mannschaft von Trainer Trainer Steven Esterkamp im Abstiegskampf immer mehr an Boden. Auch in der Vorwoche gab es in der heimischen Lindenhalle gegen die Itzehoe Eagles nicht den erhofften Befreiungsschlag.

Im ersten Heimspiel der Saison unterlag man Wedel Seltember 77:88 auch dem kommenden Gegner SC Rist Wedel – und das, obwohl das Esterkamp-Team Spiel und Gegner über drei Viertel hinweg im Griff hatte. Innerhalb von zehn Minuten kassierte die Mannschaft damals 9:29 Zähler. Nahm dort bereits das Übel der aktuellen Misere seinen Lauf? Am Samstag wäre es als deutliches Zeichen zu werten, wenn nun genau gegen diesen Gegner ein Erfolg gelänge.

Diese Aufgabe wird eine große! Die daheim in dieser Saison noch ungeschlagenen Rister klopften zwischenzeitlich sogar mehr als nur an der Tabellenspitze an und liegen aktuell punktgleich mit Münster auf Platz 2. Und nun kommen die Herzöge, die zuletzt fünf Niederlagen in Folge zu verzeichnen hatten und Vorletzter sind. Die Favoritenrolle für das Spiel am Samstag ist damit sicherlich klar verteilt.

Schaut man etwas genauer hin, wird offenbar, warum der SC in dieser Saison rockt! Es sind vor allem die große Ausgeglichenheit und das gute Teamspiel, das den Erfolg ausmacht. Point Guard Mario Blessing ist mit 9,9 Punkten nur der sechstbeste Scorer und verteilt mit 3,8 Korbvorlagen die meisten Assists im Team von Trainer Felix Banobre. Überhaupt Assists: Mit durchschnittlich 17,4 geben die gelb-grünen pro Partie vier direkte Vorlagen mehr als die Herzöge. Interessant: Der Tabellenzweite führt die Turnover-Tabelle der ProB Nord an, keine Mannschaft verliert öfter den Ball (18,9x pro Spiel).

Vielleicht kann das ein Ansatz für die Herzöge sein, um für eine Überraschung zu sorgen. Dazu muss es jedoch gelingen, die Verteidigung wieder zu intensivieren und mannschaftlich geschlossener aufzutreten als zuletzt. Schön, dass sich die Lessingstädter immerhin auf eines verlassen können: Auch auf der Fahrt hinter die Stadtgrenze Hamburgs werden sie von einem Tross Fans begleitet. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft sie endlich einmal wieder für ihre Treue belohnen kann.

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