NFV-eSoccer-Cup: Sechs Vereine aus Gifhorn zocken um den Titel

9. Januar 2019
Jan Rüngeling und Christoph Schacht vom VFL Germania Ummern treten in Hannover an. Foto: NFV Kreis Gifhorn
Hannover Am Samstag, 12. Januar 2019, veranstaltet der Niedersächsische Fußballverband (NFV) in Kooperation mit der AOK Niedersachsen im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen den ersten NFV-eSoccer-Cup. Ein Bericht von Sven Bärensprung.

Da die Nachfrage für die Erstauflage des Wettbewerbs die Zahl der zu vergebenden 64 Startplätze mit 187 Vereinsmeldungen deutlich überstiegen hat, musste das Teilnehmerfeld per Auslosung ermittelt werden. Dabei hatten sechs Vereine des NFV Kreis Gifhorn „Losglück“ und dürfen jeweis ein 2er Team nach Barsinghausen entsenden:

1. JSG Gifhorn-Nord
2. SV Steinhorst
3. SC Weyhausen
4. TSV Meine
5. FC Schwülper
6. VFL Germania Ummern

Für den VFL Germania Ummern werden Jan Rüngeling, Trainer der zweiten Herren und Christoph Schacht, Kapitän der zweiten Herren, an den Start gehen. Wir haben ein „Training“ besucht und mit beiden gesprochen:

Wie seid ihr auf die Idee gekommen euch beim NFV-eSoccer-Cup anzumelden? Rüngeling: Wir haben die E-Mail vom NFV gelesen und waren gleich von der Aktion begeistert. Christoph hat das vereinsinterne Weihnachtsturnier gewonnen und so mussten wir nicht lange überlegen. Wir zocken öfter zusammen, bisher eher gegeneinander. Im 2er Team miteinander zu spielen ist etwas ganz anderes.

Wie habt ihr euch bisher auf den NFV-eSoccer-Cup vorbereitet? Schacht: Wir haben uns mit Kumpels getroffen um den 2 gegen 2-Anstoß-Modus auszuprobieren und auch miteinander gegen andere zu spielen. Und natürlich zockt jeder für sich online.

Was sind eure Ziele für Samstag? Rüngeling: Wir gehen schon mit Selbstvertrauen in das Turnier, können aber unsere Gegner überhaupt nicht einschätzen. Dadurch, dass es keinen offiziellen Vorentscheid in den Kreisen oder in den Vereinen gab, wissen wir nicht, was uns erwartet. Im Freundeskreis sind wir auf jeden Fall vorne mit dabei; ob das für ein Weiterkommen in Barsinghausen reicht, werden wir Samstag sehen. Auf jeden Fall spielen wir offensiv und wollen Tore schießen. Wir werden uns nicht „hinten reinstellen“ und abwarten was der Gegner macht. Wir spielen übrigens mit dem englischen Club FC Everton, weil deren Spielkleidung unserer ziemlich nah kommt. Und natürlich in unseren Vereinstrikots, welche wir auch auf den richtigen Fußballplatz tragen.

Was haltet ihr im Allgemeinen von der durch den NFV organisierten Veranstaltung? Rüngeling und Schacht: Wir finden es gut, dass die vorhandene Verbandsstrukturen für eine solche Aktion genutzt werden und wir uns als vergleichsweise kleiner Verein so präsentieren können. Wann hat man sonst schon mal die Chance, sich in einen solchen Rahmen gegen andere Fußballer zu messen?! Der NFV geht mit dem e-Sports Angebot mit der Zeit und ermöglicht so kleinen Vereinen in der breiten Fläche, sich und die vielleicht bisher verborgenen Talente ihrer Vereinsmitglieder an der PlayStation zu repräsentieren. Wir sehen hier auch keine Konkurrenz zum „richtigen“ Fußball auf den grünen Rasen. Die Gemeinschaft bleibt auf den Platz. Früher haben alle Fußball gespielt und wurden so im immer digitaler werdenden Zeitalter an die Konsole geführt, um auch virtuell mit den Fußballfreunden aus der Mannschaft zu spielen. Heutzutage ist es eher andersrum. Die Kinder und Jugendliche sitzen oftmals erst an der Konsole, als selbst aktiv „richtigen“ Fußball auf den Platz zu spielen. In den Vereinen könnte ein e-Sports Angebot dazu führen, dass die Kinder und Jugendlichen sich zuerst einmal in das Sportheim bewegen, um sie vielleicht so auf den Platz zu bekommen.

Foto: NFV Kreis Gifhorn

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