Der FC Germania Parsau wünscht sich, die Ab- und Aufsteiger per Final Four-Turnier zu ermitteln.
Der FC Germania Parsau wünscht sich, die Ab- und Aufsteiger per Final Four-Turnier zu ermitteln. Foto: Frank Vollmer/Verein
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02.06.2020

NFV-Verbandstag: Germania Parsau beantragt Final Four Turniere

von Frank Vollmer


Gifhorn. Am 27. Juni 2020 fällt beim NFV die Entscheidung über den weiteren Fortgang von Niedersachsens Amateurfußball-Ligen. Vor dem Verbandstag sind einige Anträge beim Vorstand in Barsinghausen eingegangen. Unter anderem auch vom FC Germania Parsau, der die Saison gerne abbrechen und in Form von „Final Four-Turnieren“ zu Ende spielen würde.

Der Außerordentliche Verbandstag des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) muss am 27. Juni einen weiteren Vorschlag prüfen und gegebenfalls darüber abstimmen. Der FC Germania Parsau hat am Wochenende einen Antrag für „Final Four-Turniere“ zur Ermittlung der Meister, Aufsteiger und Absteiger auf den Weg gebracht.

„Auch wenn wir nach den bisherigen Abläufen davon ausgehen müssen, dass die Entscheidung auf Verbandsebene bereits für den eigenen Vorschlag getroffen wurde und unser Vorschlag keine Mehrheit findet, ist es für uns wichtig, mit dem Antrag auch von unserer Stimme Gebrauch zu machen und ein Votum für den sportlichen Wettkampf zu setzen“, erklärte Sören Henke, Trainer der 1. Herren des FC Germania Parsau. Aktuell ist seine Mannschaft Tabellenzweiter der Kreisklasse 1 in Gifhorn.

Die Umsetzung:


• Absetzung aller ausstehenden Punktspiele
• Umsetzung der Anzahl von Auf- und Absteigern nach Ausschreibung/Spielordnung
• Ermittlung von Auf- und Abstieg durch Final Four Turnier
• Teilnehmer sind jeweils die Ersten- und Letzten 4 Mannschaften nach Quotientenregelung anhand des Tabellenstandes vom 12. März
• Bei Gleichheit des Punkt-Quotienten (ergänzende Reihenfolge): Quotient Tordifferenz geteilt durch Spiele, mehr erzielte Treffer, direkter Vergleich, Fairnesstabelle, Losverfahren
• Es würden jeweils der 1. gegen den 4. und der 2. gegen den 3., bzw. der Letzte gegen den Viertletzten und der Vorletzte gegen den Drittletzten spielen.
• Je nachdem, wie viele Auf- bzw. Absteiger ermittelt werden müssten würden die jeweiligen Sieger, bzw. Verlierer ein weiteres Entscheidungsspiel untereinander austragen.
• Die Spiele finden auf neutralem Spielfeld statt.
• Vor Ansetzung der Spiele muss eine Vorbereitungszeit von mind. 4 Wochen eingeräumt werden.
• Wechselperiode I soll regulär beginnen. Für die Spiele des Final Four Turnieres sind jedoch nur Spieler spielberechtigt, die bereits zuvor zum Verein gehörten.
• Spieler, die in der Wechselperiode I den Verein wechseln, können für die Spiele des Final Four Turnieres noch für ihren abgebenden Verein auflaufen. Dies könnte ggfs. über ein Zweitspielrecht für die Dauer des Final Four Turnieres geregelt werden.
• Die Wechselperiode I wird bis zum Ende des Folgemonats nach Austragung der Final Four Spiele verlängert.
• Die regulären Punktspiele beginnen frühestens 3 Wochen nach dem Ende der Final Four Spiele.

Mögliche Vorteile:


• Sportliche Grundlage für die wesentlichen Entscheidungen um Auf- und Abstieg.
• Reguläres Saisonende 19/20 zum 30. Juni, terminliche Klarheit für alle Beteiligten.
• Saisonbeginn 20/21 zum 1. Juli 2020. (Tatsächlicher Beginn erst nach staatl. Freigabe)
• Berücksichtigung des bisher erspielten (kompletten) sportlichen Anteils der Saison 19/20.
• Alle Staffeln können mit ihrer regulären Mannschaftsstärke starten.
• Möglichst geringe Auswirkungen auf die darauffolgenden Spielzeiten.
• Verständliche Regelungen für alle Beteiligten.
• Verträge (insbesondere Spieler und Trainer) können durch die Befristung von maximal
zwei zusätzlichen Spielen für den Zeitraum des Final Four Turnieres verlängert werden, ein Wechsel zur Folgenden Saison bleibt durch die Verlängerung der Wechselperiode I jedoch bestehen.
• Wechselperiode I kann regulär starten.
• Mannschaftsmeldungen und -abmeldungen können berücksichtigt werden.
• Reizvolle Spiele zum Start der Wiederaufnahme von Pflichtspielen mit hoher
Emotionalität für die beteiligten Spieler.

Mögliche Nachteile:


• Punktspiele werden nicht ordnungsgemäß beendet.
• Die beteiligten Mannschaften haben keine unmittelbare Planungssicherheit in welcher Liga sie die kommende Saison starten.
• Nicht eindeutige Rechtslage bei Vertragsspielern, wenn die Final Four Spiele nach dem 30.06.2020 stattfinden müssen.


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