Oliver Glasner: „Das wird nicht die Quadratur des Kreises!“

28. Juni 2019 von
Begehrtes Fotomotiv in der ersten Pressekonferenz: Oliver Glasner. Foto: Agentur Hübner
Wolfsburg. Vor dem Trainingsauftakt am Sonntag (10.00) gab der neue Cheftrainer Oliver Glasner am heutigen Freitagmittag erstmals in einer Pressekonferenz Auskunft über die bevorstehene Sommervorbereitung, zeigte sich als "Teamplayer" und erklärte, warum er schon eine Wand einreißen ließ bei seinem neuen Arbeitgeber.

Oliver Glasner über …

… seine Ankunft und seinen Vorgänger Bruno Labbadia:

„Ich bin froh, jetzt hier zu sein. Die ersten Tage waren sehr positiv, aber auch ein wenig stressig. Seit gestern sind auch die Spieler da. Bisher läuft alles nach Plan. Ich bin sehr positiv aufgenommen worden und möchte auch noch einmal dem vorherigen Trainerteam um Bruno Labbadia zu der vergangenen erfolgreichen Saison gratulieren.“

„Es ist eine tolle Sache für den VfL, jetzt wieder international zu spiellen. Ich bin mit meinem Trainerteam der Profiteur und freue mich natürlich darauf.“

… den zukünfigen Spielstil beim VfL Wolfsburg:

„Das ist immer schwierig zu sagen und ich möchte auch gar nicht allzu explizit werden. Wir müssen gemeinsam einen Weg finden. Wir orientieren uns am modernen Fußball und da wollen wir versuchen, die Spieler mitzunehmen. Ich möchte für einen schnellen, aktiven Spielstil stehen. Aber wir werden uns jetzt nach und nach, auch mit den Spielern, auf eine gemeinsame Idee festlegen.“

„Es wird aber nicht die Quadratur des Kreises werden. Es ist nicht so, dass wir da lauter Abiturienten brauchen, um das Spiel zu verstehen.“

… die Veränderungen beim VfL Wolfsburg:

„Die größte Veränderung, die wir bisher vorgenommen haben ist eine Trennwand in unserem Büro, die wir weggerissen haben. Wir haben so kurze Kommunikationswege. Ich bin absoluter Teamspieler. Wir können nur alle zusammen erfolgreich sein!“

… seinen Grund für den Wechsel zum VfL:

„Ich finde beim VfL tolle Bedingungen vor und einen Verein, der sehr ambitioniert ist, der nach zwei schwierigen Saisons wieder ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hat. Mit Jörg Schmadkte und Marcel Schäfer habe ich zwei überaus fähige Leute an meiner Seite und eine Mannschaft, von der ich glauber, dass wir den eingeschlagenen erfolgreichen Weg weiter gehen können.“

… Entzugserscheinungen beim Fußball:

„Ich hab schon fast Entuzgserscheinungen. Das ist schon die fünfte Woche Pause. Jedesmal wenn ich auf den Trainingsplatz raus schaue, möchte ich die Fußballschuhe rausholen und die Jungs auf den Platz holen. Die Bedingungen hier sind hervorragend. Genau diese Voraussetzungen wollen wir miteinander verknüpfen, um dann erfolgreich Fußball zu spielen.“

… seine Trainerphilosophie:

„Für mich ist es wichtig, dass wir uns auf dem Platz und abseits davon weiterentwickeln als Team und, dass wir eine gute Zeit miteinander verbringen. Wenn jeder mit Freude zum Training kommt, dann ist das Resultat oftmals auch der Erfolg auf dem Platz. Wir tun alle gut daran, dass wir uns mit den täglichen Dingen beschäftigen und nicht mit Tabellenplätzen.“

… seine persönliche und familiäre Situation:

„Meine Familie bleibt in Österreich, da ich drei Kinder im schulpflichtigen Alter habe. Die besuchen mich aber in Kürze wieder. Mein Kleiderschrank ist nicht allzu voll. Ende der Woche werde ich die neue Wohnung beziehen. Mein Ziel ist, dass alles Organisatorische bis zum Trainingsstart am Sonntag abgeschlossen ist. Wie es jetzt aussieht, werde ich das schaffen.“

… wie klein doch die Welt ist:

„Ich war ein einziges Mal in der Stadt zu Abendessen und habe dort einen Spieler getroffen, den ich in Ried trainiert habe, den Oliver Kragle. Da sieht man wieder, wie klein die Welt ist. Er ist auf uns zugekommen. Er hat sich gar nicht verändert.“

… den Kader der „Wölfe“:

„Wir sind mit dem Kader, so wie er jetzt schon aussieht, sehr zufrieden. Jörg Schmadtke und ich haben uns im Vorfeld einige Male getroffen, diesen besprochen und auch wo wir neue Akzente setzen wollten.“

… Motivation zum Trainingsstart:

„Kevin Mbabu hätte ursprünglich noch bis kommenden Mittwoch Urlaub, hat sich aber gemeldet, dass er gerne bereits am Montag ins Training einsteigen würde.“

… die Personalsituatipn vor dem Trainingsstart:

„Es sieht gut aus, dass Camacho und Mehmedi am Sonntag mit der Mannschaft trainieren. Casteels und Brooks werden zunächst noch individuell arbeiten.“

Sympathischer erster Eindruck: Oliver Glasner. Foto: Agentur Hübner

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