Panthers Veltheim sind erneut aufgestiegen

14. Mai 2019
Durchmarschiert: Panthers vom SG Lucklum/Veltheim II. Foto: Verein/privat
Wolfenbüttel. Die SG Lucklum/Veltheim II – besser bekannt als das Flüchtlingsteam „Panthers“  – ist als Aufsteiger in der 2. Nordharzklasse durchmarschiert und steigt erneut auf. Die Flüchtlinge spielen damit in der kommenden Saison in der 1. Nordharzklasse. Ein Beitrag von Steffen Köppe.

Das Team, bestehend aus Spielern aus zehn Nationen, wurde im Sommer 2015 vom Ordnungsamt der Samtgemeinde Sickte als Freizeitprojekt gegründet, um den Geflüchteten in Sickte eine Beschäftigung zu bieten. Die sich daraus entwickelnde Eigendynamik hätte im Vorfeld niemand für möglich gehalten, wie Ordnungsamtsleiter und Teambetreuer Steffen Köppe berichtet. „Wir sind von der Unterstützung, die das Team von überall her erfährt, begeistert. Das fängt an beim SV Veltheim, der uns unter seinem Dach eine sportliche Heimat bietet, geht über die zahl-reichen, freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer und unsere Sponsoren Miteinander BUNT e.V. und Tischlerei Budisch bis hin zu Puma, Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg, die uns unterstützt haben und immer noch unterstützen“, erzählt Steffen Köppe.

Mit dem sportlichen Abschneiden gelingt den Panthers erneut einmaliges in Deutschland, als reines Flüchtlingsteam zweimal hintereinander aufzusteigen. „Besonderer Dank gilt unserer Co-Trainerin Ella Masar, die sich jeden Freitag – nach ihren eigenen Trainingseinheiten beim VfL Wolfsburg und mit schweren Beinen – zu uns auf den Weg nach Veltheim macht, um mit unseren Spielern am Torabschluss und dem Passspiel zu arbeiten“, zeigt sich Christian Müller, der das Team ebenfalls betreut, dankbar über die prominente Unterstützung der VfL-Spielerin und ehemaligen US-Nationalspielerin.

Auch Welt- und Europameisterin Babett Peter schaut öfter vorbei und hilft den Panthers, wo sie kann. „Darüber hinaus haben wir seit Anfang März mit Manfred Kucklack einen Torwarttrainer von Manchester United an Bord, der alle zwei bis drei Wochen, wenn er in Deutschland ist, unsere Torhüter trainiert“, führt Müller aus. Für die kommende Saison ist es das Ziel, sich noch professioneller aufzustellen, berichtet Steffen Köppe.
„Einige Abläufe sind noch ausbaufähig. Von der Qualität her könnte das Team sogar noch höher spielen, dazu gehört aber auch eine entsprechende Disziplin. Daran arbeiten wir in der Spielpause, sowie an einigen weiteren, hochkarätigen Neuzugängen.“

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