Patrick Rokohl: Braunschweiger gewinnt in Hannover

4. Juni 2018 von
Patrick Rokohl mit vollem Fokus auf dem Weg zum Ring. Foto: Choke
Hannover/Braunschweig. Patrick Rokohl behielt in seinem 15. Kampf als Profiboxer seine Weste und besiegte am Samstagabend in der Swiss Life Halle in Hannover den Georgier Giorgi Beroshvili einstimmig nach Punkten. Ganz zu knacken war der erfahrene 26-Jährige für den Braunschweiger indes nicht.

Trotz Erfolg: Rokohl selbstkritisch

Weit mehr als 200 Fans begleiten Rokohl auf dem Weg in die Landeshauptstadt und färbten die Swiss Life Halle in blau und gelb. Sie wollten den 30-Jährigen zu seinem nächsten Erfolg peitschen und der Braunschweiger startete überraschend gut und hellwach in den Fight, wie er im Anschluss betonte. Die Anfangsphase war häufig das Manko in den vorherigen Kämpfen, diesmal setzte er seinen Kontrahenten von Beginn an unter Beschuss. Ab der zweiten Runde hatte Beroshvili mit starkem Nasenbluten zu kämpfen, das die Ecke des Georgiers auch im Fortlauf nicht in den Griff bekommen konnte. 

Rokohl kontrollierte das Geschehen, obwohl ihn die Taktik des erfahrenen Beroshvili zunächst überraschte: „Ich habe mehr Druck von ihm erwartet, er hat allerdings nur versucht, in meine Aktion zu schlagen. Darauf habe ich mich schnell einstellen können und so wurde es zu keinem Zeitpunkt brenzlig für mich.“ Was Rokohl auch versuchte, Beroshvili (Erfahrung aus knapp 60 Profikämpfen) war nicht kleinzukriegen: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich ihn würde knacken können. Er hat wirklich starke Nehmerqualitäten bewiesen“, reichte „The Patriot“ ein Lob weiter. Letztlich sicherte sich Rokohl seinen 15. Erfolg über die Runden, zwei Punkterichter scorten auch eine Runde für den Georgier (59:55), der dritte sah einen klaren Punktsieg für den Braunschweiger (60:54) – insgesamt ein einstimmiger Erfolg des „Patrioten“.

„Ich habe von Anfang bis Ende dominiert und die Kontrolle über den Kampf gehabt“, analysierte Rokohl, fügt aber kritisch an: „Im Rückblick muss ich sagen, dass ich zu Beginn noch mehr Druck hätte ausüben können, da am Ende noch einiges an Kondition in meinem Tank war.“ Nun stehen zunächst ein bis zwei Wochen auf dem Plan, bis die nahe Boxzukunft in Planung geht. Über den gesamten Tag wurde Rokohl am Samstag von einem Kamerateam begleitet, die auch hautnahe Einblicke in die Kabine des Boxers bekamen – das Resultat wird demnächst zu sehen sein.

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