Playoff-Aus! Icefighters zahlen Tribut gegen starke Bremer

26. Februar 2018 von
Auch Luca Häufler konnte nach seinem starken Auftritt in der Vorwoche nicht viel gegen die starken Bremer unternehmen. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Saisonende bei den Icefighters. Nach drei Spielen auf Augenhöhe mussten sich die Stahlstädter am Sonntagabend in der vierten Partie der Playoff-Halbfinalserie den Weserstars Bremen mit einem deutlichen 2:7 (1:5, 1:0, 0:2) geschlagen geben und scheiden damit aus der Endrunde in der Regionalliga Nord aus. 


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Erstes Drittel verschlafen

Dabei gehörten die ersten Minuten noch ganz klar den Hausherren, die sich zunächst im Drittel des Gegners festbissen, allerdings für keinen zählbaren Erfolg sorgen konnten. Die Gäste hingegen zeigten sich sehr effektiv. Artur Galwas besorgte das frühe 0:1 (4.) für den amtierenden Meister und Christian Priem legte mit seinem 0:2 (5.) nur eine gute Minute später den nächsten Treffer oben drauf. In der Folge kamen die Gastgeber nicht mehr zum Zug. Bremen hatte zu viele Räume und nach vorne hin gelang kaum noch ein geordneter Aufbau. So münzten die Weserstars nahezu jede Chance in einen Erfolg um. Igor Schön erzielte das 3:0 (14.) in Überzahl, Paul schön erhöhte nicht lange danach per Doppelschlag erst auf 4:0 (17.) und kurz vor Drittelende auf 5:0 (19.). Ein kleiner Trost gelang durch Yannik Meve, der 41 Sekunden vor der ersten Pause zum 1:5 (20.) einnetzen konnte.

Kraft ließ nach

Der Salzgitteraner Treffer sorgte zumindest für Motivation. Im zweiten Abschnitt war zu sehen, dass sich die Mannschaft von Trainer Radek Vit nicht aufgegeben hatte. Nahe der Spielmitte jagte Nils Blankschyn das 2:5 (28.) in die Maschen und schürte damit ein wenig Hoffnung, doch die Kräfte spielten nicht mehr mit. Zwar hielt sich das Team vom Salzgittersee im Mitteldrittel schadlos, konnte in der Offensive bis zum Spielende jedoch nichts mehr ausrichten. Noch zwei weitere Male musste sich Torhüterin Radka Lhotska umdrehen, als Christian Priem mit dem 2:6 (42.) seinen zweiten Treffer der Partie markierte und Weserstars Kapitän Marc Meinhardt mit dem 2:7 (56.) seine Mannschaft endgültig in das Finale schoss. Damit sind die Salzgitter Icefighters, ebenso wie im Vorjahr gegen Hamburg, aus den Playoffs ausgeschieden. 

Salzgitter Icefighters Weserstars Bremen

Die Icefighters verabschieden sich nach dieser Niederlage aus den Playoffs. Foto: Jens Bartels

„Bremen ist verdienter Sieger“

„Der Anfang war in Ordnung. Bei den ersten beiden Gegentoren haben wir nicht aufgepasst. Die Sachen, die wir uns vorgenommen haben, beispielsweise, dass wir den Slot dicht machen wollten, das ist uns nicht gelungen. Dazu kamen unverständliche Entscheidungen, wir wurden da so oft umgehauen und ich verstehe nicht, weshalb da nicht gepfiffen wurde. Das erste Drittel hat uns natürlich die Beine weggehauen. Danach hat auch ein bisschen die Kraft gefehlt, weil wir die letzten drei Spiele mit nur vier Verteidigern gespielt haben. Leider hat es am Ende nicht gereicht, der Gegner war besser, das muss man anerkennen. Bremen ist verdienter Sieger der Serie, das muss man anerkennen, doch wir haben es denen schwer gemacht. Es war auch ein bisschen eine Frage des Glücks, beziehungsweise des Pechs. Wir hätten in Bremen gewinnen können, dann wäre es insgesamt vielleicht anders ausgegangen und auch das Verletzungspech war natürlich ärgerlich. Die Ausfälle von Ron Friedrich und Lukas Pfaffinger haben uns schon getroffen. Es macht sicherlich auch einen Unterschied, wenn du zweimal freitags an einem Arbeitstag nach Bremen fahren musst. Aber: Vorher hätte wohl keiner gesagt, dass wir so eine Serie hinlegen können. Am Ende hat es dann einfach nicht gereicht!“, kommentierte Vit nach der Partie.

„Kompliment an Salzgitter“

„Das Geheimnis war, dass wir heute ganz befreit spielen konnten. Die ersten beiden Tore waren einfach herausgespielt und nach kurzer Zeit mit 2:0 zu führen, das beruhigt natürlich. Das hohe Ergebnis war am Ende des ersten Drittels schon eine Vorentscheidung, wobei auch klar war, dass Salzgitter sich noch nicht aufgegeben hatte. Es wurde dann auch etwas ruppiger, der Schiedsrichter hat viele Kleinigkeiten gepfiffen. Das kam uns zugute, da unsere Special-Teams in dieser Saison gut funktioniert haben“, fasste Weserstars-Mannschaftsleiter Andreas Niwiera das Spiel zusammen und zollte der unterlegenen Mannschaft größten Respekt: „Kompliment an Salzgitter für die komplette Serie! Das war eine sehr gute taktische Leistung, die haben uns das Leben wirklich schwer gemacht und hatten immer eine Antwort auf unser Spiel. Die Ergebnisse waren knapp und für uns als Sieger der Hauptrunde war es nicht einfach, denn da kannst du ja eigentlich nur verlieren.“

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (3:37) Artur Galwas (Sobczak, Schophuis), 0:2 (4:50) Christian Priem (Maier, Meinhardt), 0:3 (13:08) Igor Schön (Jurcik, Maier/PP1), 0:4 (16:14) Paul Schön (SH1), 0:5 (18:51) Paul Schön (I. Schön), 1:5 (19:19) Yannik Meve, 2:5 (27:55) Nils Blankschyn (PP1), 2:6 (41:49) Christian Priem (Meinhardt), 2:7 (55:29) Marc Meinhardt

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