Prominente Gäste: Kongress blickpunkt sportmanagement 2018

14. Dezember 2018
Marcel Schäfer und Stefan Kießling begleiteten den Kongress. Foto: Leonie Horky/oh
Salzgitter. Marcel Schäfer, Stefan Kießling, Henning Fritz und Andreas Rettig: Der Kongress blickpunkt sportmanagement 2018 war zweifelsohne hochkarätig besetzt. Durch das fünfte Semester des Studiengangs Sportmanagement der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften organisiert bot der Kongress den rund 400 Zuschauern über zwei Tage interessante Vorträge, Interviews, Diskussionsrunden und Workshops. Ein Beitrag von Tim Borgfeld.

Sehr gut gefüllt war der Hörsaal bereits bei der ersten Diskussionsrunde am Montagmorgen. Moderiert von Sky-Moderator Sebastian Hellmann, der die Veranstaltung über fast die kompletten eineinhalb Tage leitete, gewährten die ehemaligen Bundesliga-Profis Marcel Schäfer und Stefan Kießling spannende Einblicke in das Leben als Profi-Fußballer.

Kießling erzählte gar von Morddrohungen im Anschluss an sein „Phantomtor“ im Jahr 2013, als der Ball durch ein Loch im Netz den Weg ins Tor fand – und dennoch als Treffer zählte. „Die Zeit nach dem Phantomtor war eine schwierige Zeit“, gab Kießling mit Verweis auf etwaige Drohungen zu. Marcel Schäfer, der mit Wolfsburg Meister und Pokalsieger wurde, erkannte aber auch an: „Profifußball zu spielen war ein großes Privileg.“ Komplettiert wurde die Runde im Übrigen durch Michael Prus (U-15 Trainer des Deutschen Fußball Bundes) und den Sportpsychologen des FSV Mainz 05, Matthias Kleine-Möllhoff.

Es folgten drei Impuls-Vorträge von Referenten, die im Anschluss auch in drei Workshop-Slots ihre Erfahrungen an die Teilnehmer weitergaben. Insgesamt führten acht Redner einen solchen Workshop durch. Im Anschluss daran stellte sich der Geschäftsführer des FC St. Pauli, Andreas Rettig, in einem Interview den Fragen von Sebastian Hellmann. Gleiches galt im späteren Verlauf auch noch für Handball-Weltmeister Henning Fritz und den ehemaligen Fußballer Philipp Wollscheid. Beide gaben interessante Details aus dem Innenleben eines Sportlers und Informationen zu den Schattenseiten des Profidaseins preis. „Mit Depressionen gehst du nicht so offen um, damit dein Marktwert nicht sinkt“, verwies Fritz auf eine der Tücken des Profisports.

Auf besondere Weise unterhalten wurden die Zuschauer schon vorher durch Fußball-Trainer Peter Hyballa. Der Coach eines slowakischen Fußball-Erstligisten sorgte durch seine offene und humorvolle Art für einige Lacher im Publikum. Auch interessante Informationen und Erfahrungen kamen dabei aber keinesfalls zu kurz.

Am Dienstag sprachen unter anderem Bernhard Peters (ehemaliger Hockey-Nationaltrainer) und Marc Kosicke (Geschäftsführer Projekt B) zu den Besuchern, ehe es eine abschließende Diskussionsrunde zwischen drei Absolventen und einem Professor der Hochschule gab. Einer dieser Absolventen, Eike Korsen, ist mittlerweile Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.

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