Punkteteilung mit Essen: Dämpfer für VfL-Frauen

17. Dezember 2018 von
Nilla Fischer und der VfL spielten erstmals zu Hause remis. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Wolfsburg. Mit einem torlosen Remis im Heimspiel gegen die SGS Essen verabschiedeten sich am Sonntag die Frauen des VfL Wolfsburg in die Winterpause der Frauen-Bundesliga. Pernille Harder vergab zehn Minuten vor Schluss die größte Gelegenheit zum Sieg, der Vorsprung auf die Damen des FC Bayern schrumpfte auf drei Zähler.

Harder vergibt, Elfmeter verweigert

Nun hat es die „Wölfinnen“ auch in der heimischen AOK-Arena erwischt: nach zuvor fünf erfolgreichen Heimspielen musste sich das Team von Trainer Stephan Lerch mit einem 0:0 gegen den neuen Tabellendritten aus Essen begnügen. Es schien, als hätten die Wolfsburgerinnen im abschließenden Spiel den Anstrengungen der Hinrunde Tribut zollen müssen, erst in der Schlussphase wachte der VfL auf und drückte auf den zwölften Saisonsieg. Die Dänin Pernille Harder scheiterte in der 80. Minute mit der größten Möglichkeit, in der Nachspielzeit wurde dem Spitzenreiter nach einem Foul an Zsanett Jakabfi ein Elfmeter verwehrt. Zu allem Überfluss zog sich Stürmerin Alexandra Popp einen Jochbeinbruch zu, sie muss sich einem operativen Eingriff unterziehen – ein gebrauchter Nachmittag für die Grün-Weißen.

„Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Saison. Dabei hatten wir ein klares Ziel: Wir wollten nach der überragenden Hinrunde unbedingt nochmal drei Punkte holen. Von daher ist dieses Ergebnis schon ein kleiner Dämpfer, zumal wir es diesmal auch nicht geschafft haben, uns klare Torchancen herauszuspielen. Die SGS Essen hat es allerdings auch gut gemacht und ihr Spiel über die volle Distanz durchgezogen“, analysierte VfL-Spielerin Lena Goeßling. Torhüterin Almuth Schult ergänzte: „Heute hat uns ein wenig die Kraft gefehlt, wir kamen nur in den vierten und nicht in den fünften Gang. Schade, aber am Ende einer langen Halbserie können die Beine auch mal schwer werden. Es ist schon ein wenig enttäuschend, dass wir mit solch einer Leistung in die Winterpause gehen müssen. Auf der anderen Seite sind wir immer noch ungeschlagener Tabellenführer mit den meisten erzielten Toren und den wenigsten Gegentreffern.“

Zahlen & Fakten

VfL Wolfsburg: Schult – Peter, Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir, Neto (75. Minde) – Hansen, Harder, Popp – Pajor (85. Jakabfi) Trainer: Stephan Lerch

SGS Essen: Sindermann – Klasen, Brüggemann, Hegering, Ostermeier (90. Grutkamp) – Knaak, Petzelberger (73. Anyomi), Wilde, Wu (85. Nesse) – Schüller, Oberdorf Trainer: Daniel Kraus

Torfolge: Fehlanzeige

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