Rekordfinale: New Yorker Lions gewinnen den 41. German Bowl

13. Oktober 2019 von
Die 12. Deutsche Meisterschaft für die New Yorker Lions! Fotos: Reichert/Täger
Frankfurt/Braunschweig. Mehr als 20.300 Augenpaare verfolgten am gestrigen Samstagabend in der Frankfurter Commerzbank Arena gebannt die 41. Auflage des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft in der amerikanischen Volkssportart Nummer 1. Dank einer ausgefuchsten Defensivtaktik und der herausragenden Akteure Chris McClendon und Brandon Connette kommt der neue Meister aus Braunschweig.

Duell der Defense Lines

Es war schon eine beeindruckende Serie, welche die Schwäbisch Hall Unicorns bis zum gestrigen Tage vorzuweisen hatte: Seit 50 Spielen war die Mannschaft um ihren Headcoach Jordan Neuman ungeschlagen und ging mit viel Selbstvertrauen in das Finalduell mit dem ebenfalls ungeschlagenen Meister der GFL-Nord, den New Yorker Lions.

Kurioserweise blieb das Duell der beiden besten deutschen Offensivreihen lange Zeit punktlos und glich eher einer Abwehrschlacht. Beide Teams hatten ganz klar ihre Hausaufgeben gemacht und boten dem Gegner kaum Spielraum. So verhinderte Hall über weite Strecken der ersten Spielhälfte erfolgreich das Braunschweiger Laufspiel um Runningback Christopher McClendon. Erst in der zweiten Spielhäfte sah die Rekordkulisse zählbares auf dem extrem rutschigen Geläuf, das an diesem Abend einige gute Ansätze zunichte machte. Dafür sollte es ganz am Ende noch einmal richtig spannend werden!

McClendon schlüpft durch!

Im dritten Viertel erhöhten die Niedersachsen merklich das Risiko und ihr gefürchteter Angriff kam endlich ins Rollen. Nach einem zu kurz geratenen Punt der Unicorns holten sich die Löwen das Angriffsrecht tief in der Spielfeldhälfte des Südmeisters. Mit einem schönen Passfang von Nicolai Schumann und einem Lauf von Micky Kyei arbeitete sich die Lions-Offense bis an die acht Yard Linie der Haller voran. Christopher McClendon wurde hevorragend freigeblockt und schlüpfte durch bis in die Endzone. Die erlösenden ersten Punkte in diesem Spiel lockerten auch die Beine von Kicker Tobias Goebel, der zuvor schon zweimal am Fieldgoal gescheitert war. Diesmal segelte das Ei dahin, wo es sollte und es stand 7:0.

Bei den Schwäbisch Hall Unicorns lief im Angriff weiterhin wenig zusammen und sie mussten sich Angriffsserie um Angriffsserie immer wieder dem enormen Druck und der starken Abwehrleistung der Lions fügen. Nach einem weiteren Punt der Unicorns brachten erst Micky Kyei und dann Niklas Römer die den Löwen jeweils einen großen Schritt in Richtung Endzone. Mit einem 28 Yard Fiedgoal erhöhte Kicker Goebel auf 10:0.

Head Coach Troy Tomlin und seine Coaches hatten ihr Team exzellent auf das Finale vorbereitet. Foto: Reichert/Täger

Joshua Haas macht das Finale wieder spannend

Zu Beginn des finalen Abschnitts verschenkten die Löwen in hervorragender Feldposition weitere Punkte. Hall warf noch einmal alles in die Waagschale und wurde belohnt. Mit Pässen von Jadrian Clark auf Tyler Rutenbeck, Aurieus Adegbesan, Nathaniel Robitaille und Maurice Fürbacher taktierten sie sich bis auf die drei Yard Linie vor. Von dort aus fand Jadrian Clark Wide Receiver Joshua Haas, der das Ei knapp zwei Minuten vor dem Spielende in der Endzone (PAT T. Stadelmayr) zum 10:7 fing.

Das Momentum war jetzt wieder bei den Einhörnern und es wurde das erhofft packende Finish! Mit einem gelungenen Onside Kick hätten die Unicorns direkt wieder das Angriffsrecht erhalten und sich auf den Weg zum Ausgleich oder sogar zur Führung machen können. Doch Tissi Robinson reagierte beim Onside Kick Versuch der Haller am schnellsten und sicherte das spielentscheidende Angriffsrecht für sein Team. Nun schlug die Stunde von Braunschweigs Brandon Connette. Der Spielmacher hatte bisher eher unglücklich agiert, nun war er von niemandem zu greifen und holte in dieser spielentscheidenden Szene das First Down, welches für den 10:7-Sieg ausreichte.

Die Last, die in diesem Moment sichtbar von allen Braunschweige Protagonisten ab fiel, deutete an, wie eng dieses Spiel gewesen war. Zum wertvollsten Spieler des German Bowl XLI wurde mit Christopher McClendon der Leading Rusher der GFL 2019 gewählt.

Kaum zu stoppen und zurecht MVP: Chistopher McClendon. Foto: Reichert/Täger

Zahlen & Fakten

Scoreboard
   

07:00    8 Yard TD-Lauf C. McClendon (PAT T. Goebel)
10:00    28 Yard Fieldgoal T. Goebel
10:07    3 Yard TD-Pass J. Clark auf M. Haas (PAT T. Stadlmayer)

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