Der Druck wächst für die Basketball Löwen nach acht Niederlagen aus neun Spielen.
Der Druck wächst für die Basketball Löwen nach acht Niederlagen aus neun Spielen. Foto: Daniel-André Reinelt/PresseBlen.de
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09.01.2020

Richtungsweisend: Gelingt den Basketball Löwen in Bonn der Turnaround?

von Frank Vollmer


Braunschweig/Bonn. Am Freitagabend (19.00/Magenta Sport) treten die Basketball Löwen bei den Telekom Baskets Bonn an. Gelingt der Mannschaft um Headcoach Pete Strobl nach zuletzt acht Pleiten aus neun Spielen beim Vorletzten endlich der Turnaround?

So schnell ändern sich die Dinge im Sport manchmal: Noch im vergangenen Jahr ging es zwischen Braunschweig und Bonn um nicht weniger als die Teilnahme an den Playoffs. Wenn beide Teams morgen Abend aufeinandertreffen, reist der 12. zum Vorletzten. Auch Bonn gelang zuletzt recht wenig in der Liga. Zuletzt schlugen dem Team von Headcoach Thomas Päch inklusive des Pokal-Viertelfinals fünf Niederlagen in Folge zu Buche.

Dass die Telekom Baskets Bonn spielerisches Potenzial besitzen, haben sie derweil bereits mehrfach unter Beweis gestellt. In der Basketball Champions League führen die Rheinländer ihre Vorrundengruppe mit 6 Siegen und 4 Niederlagen an und insbesondere der Erfolg im Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern Basketball sorgte für Aufsehen. In der BBL hingegen läuft es nicht rund, sodass die Verantwortlichen – auch als Reaktion auf die Verletzung von Center Stephen Zimmerman – mit dem Big Man Alec Brown und Rückkehrer Eugene Lawrence kurzfristig nachgerüstet haben.

Brown absolvierte bei der 73:85-Niederlage in Ulm einen soliden Einstand (13 Punkte, 2 Dreier), Lawrence wird am Freitag erstmals seit 2016 wieder das Bonner Trikot überstreifen. Er begann die Saison beim griechischen Club Ionikos Nikaias B.C. und kam dort auf 6,5 Punkte sowie 4,3 Assists pro Partie. Im Bonner Backcourt trifft der erfahrene Spielmacher auf den Topscorer Branden Frazier (15,3 PpS), der gleichzeitig bester Vorlagengeber ist (4,7 ApS). Frazier strahlt wie auch Scharfschütze Benjamin Simons (46,8 Prozent) große Gefahr vom Perimeter aus und trifft 43,7 Prozent der Versuche von „Downtown“.

Dreierstarke Bonner


Generell ist der Dreipunktewurf eine große Stärke der Rheinländer, so übertreffen nur vier Teams in der BBL die Erfolgsquote von 39,2 Prozent. Nicht unbedingt für seinen Wurf, dafür aber für seine Arbeit unter dem Korb und im Pick-and-Roll ist Center Martin Breunig bekannt. Nach dem Ausfall von Zimmerman ist der Mann mit dem markanten Bart der beste Rebounder der Mannschaft (4,4 RpS). Mit Yorman Polas Bartolo, TJ DiLeo, Joshiko Saibou und Benjamin Lischka bildet Breunig einen starken deutschen Kern. „Bonn ist in einer ähnlichen Situation wie wir“, erklärt Löwen-Headcoach Pete Strobl: „Sie haben im Sommer als auch unter der Saison einige neue Spieler dazu bekommen und sind noch dabei, ihre Identität zu finden.“

Die Löwen wollen sich trotz der Negativerlebnisse in den letzten Wochen nicht beirren lassen: „Die Atmosphäre im Training ist trotz der letzten Ergebnisse sehr gut. Die Jungs zeigen, dass sie eine gute Gruppe sind – alle hängen sich voll rein“, so Strobl. Ein weiterer Ansatzpunkt in der Trainingsarbeit war die Entscheidungsfindung der Spieler, die auch angesichts der zuletzt vielen Ballverluste ausbaufähig war. „Das Team mit den richtigen Entscheidungen in den wichtigen Momenten wird das Spiel am Freitag gewinnen“, betont Pete Strobl daher.

Trotz des richtungsweisenden Charakters der Partie habe sich der Fokus auf die Aufgabe und das Zutrauen in die Akteure nicht verändert. Erwartungen hegt der Löwen-Coach an Kapitän Thomas Klepeisz und Co. dennoch: „Ich erwarte, dass wir konstant, hart und konzentriert, mit viel Herz und Energie, vor allem aber zusammen als Team spielen und als Einheit auftreten.“



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