Rot-Weiss verteidigt den Kreispokal, Lamme feiert Platz 2

11. Mai 2018 von
Titelverteidiger VfB Rot-Weiss 04 Braunschweig. Fotos: Frank Vollmer
Braunschweig. Der VfB Rot-Weiss 04 ist Braunschweiger Kreispokalsieger 2018. In einem einseitigen Finale besiegte die Mannschaft von Thomas Dorawa die Reserve des TSV Germania Lamme mit 9:1 (4:1). Die Unterlegenen feierten dennoch nach dem Spiel mit ihren zahlreichen Anhängern. 

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VfB Rot-Weiss verteidigt den Titel

Die Einen feierten, als hätten sie soeben die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen. Die Anderen standen etwas abseits und kamen zunächst über zaghafte Jubelversuche nicht hinaus. Dabei waren es doch Letztere, die mit einem überaus deutlichen 9:1-Sieg den Titel im Braunschweiger Kreispokal soeben verteidigt hatten.

Vor etwas mehr als 250 Zuschauern hielt die Lammer Defensive eine Viertelstunde lang stand gegen den energische aufspielenden Kreisligisten vom Madamenweg. Immer wieder kam der VfB über die Außenbahnen zu gefährlichen Aktionen. Dann fiel ein Stürmer, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Timu Serbetci fasste sich ein Herz und verwandelte gegen Florian Schneider im Tor der Lammer. „Der Elfmeter war ganz klar der Knackpunkt in diesem Spiel“, sagte Lammes Trainer Eugen Barz später, denn: „Aus meiner Sicht war das gar keiner!“

Der VFB legte nun schnell nach. Gordon Leßmann und Alex Plaianu erhöhten über die Außenbahnen auf 3:0 (22./25.). Das Finale war praktisch entschieden – vor allem als Felix Lenfers auf 4:0 erhöhte (36.). Doch die Germanen ließen die Köpfe nicht hängen, hielten mit großem Einsatz dagegen. Jan-Peter Wichmann gelang so per Kopf der Anschluss zum 4:1 kurz vor der Pause (40.).

Lamme war nicht immer einverstanden mit den Entscheidungen des Unparteiischen. Foto: Vollmer

Die Kräfte schwinden

Nach dem Seitenwechsel wurde der Unterschied zwischen den Finalgegnern sichtbarer. Bei hochsommerlichen Temperaturen schwanden vor allem beim Kreisklassen-Team aus Lamme die Kräfte. Große Lücken ergaben sich. Lenfers und der schnelle Pa Moudou Sillah erzielten das 6:1 (50./68.). Dass der Schiedsrichter, dem ein wenig die Linie fehlte, dann einen Strafstoß für den VfB wiederholen ließ, den Lammes Keeper Schneider gehalten hatte, sorgte vor allem bei den zahlreichen Lammer Anhängern für Unmut. Alper Özel war’s egal – er erzielte das 7:1 (82.). Dass dabei einige Rot-Weisse zu früh in den Strafraum liefen und er erneut hätte abpfeifen müssen, übersah der penible Unparteiische. Muzaffer Sapmaz (84.) und und Sillah (90.) sorgten für den klaren 9:1-Sieg der Mannschaft von Thomas Dorawa.

Der freute sich nach Abpiff dann doch mit seiner Mannschaft über die Titelverteidigung: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es heute so eindeutig wird“, gab er zu. „Lamme war anfangs ziemlich schwer zu bespielen. Dementsprechend habe ich nicht erwartet, dass es so hoch aus geht.“ Der Sieg sei auch ein wenig Wiedergutmachung: „Ihre 1. Mannschaft ist letztes Jahr aufgestiegen und wir nicht. Dann freut man sich natürlich – auch wenn es ‚nur‘ die 2. Mannschaft ist – wenn man gewinnt. In der Höhe war es ein bisschen zu hoch, aber wir wollten ein Ausrufezeichen setzen und sagen: Dann sind wir im nächsten Jahr dran mit dem Aufstieg!“ Eugen Barz und sein Team wurden vom blau-gelben Anhang noch eine Weile gefeiert. „Für uns war es eine tolle Erfahrung“, so der Trainer, „überhaupt einmal in einem Finale dabei zu sein.“

VfB-Mannschaftskaitän Philipp Vest nahm den „Henkelpott“ vom NFV-Kreisvorsitzenden Thomas Klöppelt (rechts) und vom Spielausschussvorsitzenden Markus Nießler (li.) entgegen. Foto: Frank Vollmer

Zahlen & Fakten

VfB Rot-Weiss 04: Dogan – Bairaktaridis, Zinkler, Atas, Meyer – Serbetic (61. Sapmaz), Vest, Lenfers (Özel (75.), Leßmann (66. Mamai) , Plaianu – Sillah Trainer: Thomas Dorawa

TSV Germania Lamme 2: Schneider – Köchy, Kroll (Jentsch (46.), Grollmann, Bäse – Holland, Joite, Diekmann (76. Brand), Hogräfer (46. Machus) – Schaper, Wichmann Trainer: Eugen Barz

Torfolge: 1:0 Timur Serbetci (16.) FE, 2:0 Gordon Leßmann (22.), 3:0 Alexander Plaianu (25.), 4:0 Felix Daniel Lenfers (36.), 4:1 Jan-Peter Wichmann (40.), 5:1 Felix Daniel Lenfers (50.), 6:1 Pa Modou Sillah (68.), 7:1 Alper Özel (82.) FE, 8:1 Muzaffer Sapmaz (84.), 9:1 Pa Moudou Sillah (90.).

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