Säbelrasseln zwischen Fans: Polizei verhinderte Prügelei

3. November 2019
Die Polizei erteilte Platzverweise am Bahnhof in Braunschweig. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Hannover/Braunschweig. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei eine sogenannte Drittortauseinandersetzung zwischen Risikofans des VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig am Hauptbahnhof in Braunschweig verhindert. Diese teilte die Polizei mit.

Auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund (wir berichteten) mussten 250 Anhänger des VfL Wolfsburg in Braunschweig umsteigen. Darunter seien laut Polizei rund 100 gewaltbereite Fans gewesen. Auf Ansage eines Rädelsführers hätten sich diese Risikofans spontan auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs eingefunden und augenscheinlich auf eine körperliche Auseinandersetzung vorbereitet. „Handschuhe, Mundschutz und Vermummungsutensilien wurden angelegt“, heißt es in der Mitteilung. 

Zum selben Zeitpunkt hätten die Polizeikräfte rund 20 Personen aus der Braunschweiger Risikoszene im gegenüberliegenden Viehwegsgarten entdeckt. 

In enger Abstimmung mit der Landespolizei sei sofort durch konsequentes Einschreiten ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Gruppierungen verhindert worden. „Die aggressiven Wolfsburger erhielten einen Platzverweis für das Stadtgebiet. Bundespolizisten mussten Zwangsmittel androhenden. Nur mit Schlagstock und Pfefferspray in der Hand sowie einem Diensthund ohne Maulkorb gelang es, die Situation unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig kontrollierten Landespolizisten die Braunschweiger Risikofans im Park“, teilt die Polizei mit.

Anschließend seien die Wolfsburger mit Polizeibegleitung und ohne weitere Vorkommnisse nach Hause geleitet worden. Im Einsatz waren 28 Bundespolizisten, ein Diensthund, ein Polizeihubschrauber und rund 20 Beamte der Polizeidirektion Braunschweig.

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