Schlechter Scherz? DFB sperrt Robin Becker für 5 Wochen

26. April 2019 von
Wird nach dem Spiel gegen 1860 München für fünf Spiele gesperrt: Robin Becker. Foto: Agentur Hübner
Braunschweig. Harte Strafe für Robin Becker. Der Abwehrspieler von Eintracht Braunschweig wurde vom DFB-Sportgericht für fünf Wochen gesperrt, weil er sich im Spiel gegen den TSV 1860 München unsportlich verhalten haben soll. Damit ist die Saison für den 22-Jährigen beendet. Eintracht Braunschweig hat gegen das Urteil bereits Berufung zum DFB-Bundesgericht eingelegt.

„Basieren auf bloßen Behauptungen“

Es klingt wie ein schlechter Scherz im Abstiegskampf: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Robin Becker nach mündlicher Verhandlung am 25. April 2019 wegen eines im Drittligaspiel gegen den TSV 1860 München am 30. März 2019 begangenen, vermeintlichen unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von fünf Wochen und einer Geldstrafe belegt. 

„Die Entscheidung des DFB-Sportgerichts ist für uns als Eintracht insgesamt völlig überraschend und in der Sache kaum nachvollziehbar. Ursprünglich wurden seitens des TSV 1860 München im Nachgang des Spiels Vorwürfe gegen Benjamin Kessel geäußert, die sich nunmehr gegen Robin Becker richten und in dem Urteil des DFB-Sportgerichts mündeten“, teilte Tobias Rau am Freitagmittag mit. 

„Weder die Vorwürfe gegen Benjamin Kessel, noch gegen Robin Becker sind für den Verein nachvollziehbar und basieren auf bloßen – bis heute nicht nachgewiesenen – Behauptungen einzelner Spieler des TSV 1860 München“, erklärt Aufsichtsratsmitglied Rau. „Diese Vorwürfe und Behauptungen weisen wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich – auch im Namen von Robin – zurück. Daher werden wir alle weiteren, uns zur Verfügung stehenden, rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um Robin und die Eintracht – auch angesichts unserer sportlichen Situation und der Schwere der Vorwürfe – zu schützen. Wir vertrauen dabei aktuell weiterhin auf den DFB und seine Rechtsorgane und hoffen auf eine entsprechende Entscheidung“. 

Da es sich hierbei um ein laufendes Verfahren handelt, will sich Eintracht Braunschweig vor dessen rechtskräftigem Abschluss dazu grundsätzlich nicht weiter äußern.

Hitzig ging es zu im Heimspiel gegen 1860 München. Foto: Agentur Hübner

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