Schubert-Debüt missglückt: BTSV unterliegt im Löwenduell 0:2

20. Oktober 2018 von
Onur Bulut im Laufduell mit dem Ex-Braunschweiger Quirin Moll. Fotos: Sven Leifer/Täger
München/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat am 12. Spieltag der Drittliga-Saison mit 0:2 (0:0) beim TSV 1860 verloren und bleibt auch unter dem neuen Trainer André Schubert Tabellenletzter.

Defensiv verbessert, nach vorne aber mau

Ein einzelner gut ausgespielter Angriff des TSV 1860 München kurz nach der Pause reichte aus und die Eintracht geriet einmal mehr ins Hintertreffen. In der Folge waren die Niedersachsen dem Ausgleich nahe, mussten in der Nachspielzeit aber noch das 0:2 hinnehmen. 

Mehr als 1.000 Braunschweiger Fans waren mit an die ausverkaufte Grünwälder Straße gefahren, um beim Debüt des neuen Trainerduos André Schubert und Markus Unger dabei zu sein. Sie sahen zunächst zwei Wechsel in der Startelf. Frederick Tingager und Yari Otto spielten von Beginn an, Felix Burmeister und Jonas Thorsen nahmen dafür gegenüber dem 2:2 gegen Lotte auf der Bank platz.

Ungewohnt hingegen die Rolle einiger Akteure im Team der Gäste: Niko Kijewski spielte hinten rechts, Steffen Nkansah im defensiven Zentrum neben Tingager. Davor liefen Sauerland und Otto im 4-1-4-1 im Mittelfeld auf. Daniel Bierofka vertraute gegenüber dem 0:1 gegen Meppen vor der Länderspielpause auf vier Neue: Philipp Steinhart, Stefan Lex, Efkan Bekiroglu und Romuald Lacazette. Weber, Kindsvater, Mölders (alle Bank) und Mauersberger rückten dafür aus der Startelf.

Braunschweig präsentierte sich über weite Strecken der ersten Hälfte sehr kompakt und aus einer guten Ordnung heraus, haderte aber mit vielen Fehlpässen und Ungenauigkeiten. Erst kurz vor der Pause ging es über rechts schnell. Sauerland im Zentrum steckte durch zu Bulut, der selbst hätte abschließen können, aber noch einmal quer legte (39.). Auch die Sechzger hatten vor der Pause ihre Chancenpremiere. Felix Karger geriet frei vor Kruse aber in Rücklage und wuchtete den Ball weit über das Tor (45.). 

Philipp Hofmann mit der besten Chance per Kopf. Foto: Sven Leifer/Täger

Bekiroglu schockt blau und gelb

In der 50. Minute kamen die Münchner erstmals in einen Kombinationsfluss und trafen prompt: Über rechts kam der Ball zu Lacazette, der auf Efkan Bekiroglu weiterleitete. Völlig frei konnte der Ex-Augsburger aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben. Die Schubert-Elf wirkte geschockt, versuchte nun aber, mehr Druck nach vorne aufzubauen. Sauerlands Schuss wurde geblockt (58.), auf der anderen Seite war Kruse beim Schuss von Karger zur Stelle (64.). Kurz darauf störte auch Tingager den TSV-Angreifer entscheidend (67.). 

In der Schlussphase warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne. Ein strammer Schuss von Hofmann bereitete Hiller im Tor des TSV Probleme, im Nachfassen hatte er ihn (78.). Drei Minuten später folgte die beste Chance zum Ausgleich. Über rechts kam Bulut frei zur Flanke, der Kopfball von Hofmann war jedoch leichte Beute für Hiller (81.). Bei vielen Freistößen und Ecken kamen die Braunschweiger nicht mehr zum Ausgleich und mussten in der Nachspielzeit noch das zweite Gegentor hinnehmen. Der eingewechselte Mölders kam bei einem Konter über links, legte quer auf den freien Kindsvater, der ohne Not einschieben konnte (90.+2). Am Freitagabend (19.00) kommt Tabellenführer  Osnabrück.

Zahlen & Fakten

TSV 1860 München: Hiller – Paul, Wein, Lorenz, Steinhart – Moll – Lex (71. Willsch) – Lacazette, Berkiroglu, Karger (86. Kindsvater) – Grimaldi (62. Mölders) Trainer: Daniel Bierofka

Eintracht Braunschweig: Kruse – Kijewski, Tingager, Nkansah, Amundsen (72. Thorsen) – Y. Otto (79. Franjic), Fürstner, Sauerland, Fejzullahu (59. Putaro) – Bulut, Hofmann Trainer: André Schubert

Torfolge: 1:0 Efkan Bekiroglu (50. Lacazette), 2:0 Benjamin Kindsvater (90.+2 Mölders)

Stimmen zum Spiel

André Schubert: „Es gibt Gründe für die Situation!“

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