Schubert vor Wiesbaden: „Ein harter Brocken am Wochenende!“

9. Februar 2019 von
Warnt vor allzu früher Zufriedenheit: André Schubert. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig. Am Sonntag (14.00) empfängt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 23. Spieltages der 3. Liga den SV Wehen Wiesbaden. Vor dem wichtigen Heimspiel blickte Trainer André Schubert noch einmal zurück nach Zwickau und warnte vor allzu früher Zufriedenheit.

„Haben noch gar nichts erreicht!“

Am Ende interessiert niemanden, wann und wo mal ein paar schlaue Sekunden herausgeholt wurden, um nach insgesamt 95+1 Spielminuten einen eminent wichtigen Sieg nach Hause zu bringen. Insofern war der Ärger von Zwickaus Trainer Joe Enochs nach der 0:1-Pleite gegen Eintracht Braunschweig (wir bericheten) wohl eher eine Art Ablenkung von den Unzulänglichkeiten seines eigenen Teams, als eine ernsthaft gemeinte Beschwerde über die Gangart der Braunschweiger. „Wir liegen in der Fairness-Tabelle auf Platz zwei, haben mit Abstand die wenigsten gelben Karten bekommen. Immer wenn am Montag ein Spieler von uns am Boden lag, war es auch ein eindeutiges Foulspiel.“, sagte André Schubert am Freitag. 

Der Braunschweiger Cheftrainer thematisierte die Kritik des FSV-Trainers an seiner Mannschaft vor allem, um eines klarzustellen: „Ich war etwas verwundert über die Aussagen von Joe Enochs nach dem Spiel in Zwickau. Ich möchte meine Mannschaft ungern in die Ecke stellen lassen, dass sie unfair agiert.“ Tut sie nicht. Und doch ist dies nur ein Beispiel, wie Wahrnehmungen manchmal Auswirkungen haben könnten. Gut tut, wer sich nicht davon ablenken lässt und direkt wieder die Sinne zu schärfen kann.

„Wir liegen in der Fairness-Tabelle auf Platz zwei, haben mit Abstand die wenigsten gelben Karten bekommen. Immer wenn am Montag ein Spieler von uns am Boden lag, war es auch ein eindeutiges Foulspiel.“ André Schubert lässt die Enochs-Kritik nicht so stehen

„Ich habe das Gefühl, dass im Umfeld inzwischen die Stimmung herrscht, dass alles gut ist, alles läuft“, wandte sich Schubert gefühlt an alle, die etwas mit Eintracht Braunschweig zu tun haben. Seine Mannschaft habe noch gar nichts erreicht, so Schubert in der PK vor dem Heimspiel gegen den SV Wiesbaden. „Wir stehen weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Bisher haben wir uns lediglich die Situation erhalten, den Klassenerhalt noch schaffen zu können. Es ist noch ein ganz, ganz weiter Weg“, warnte Schubert.

Was den 47-Jährigen auf diesem Weg überhaupt nicht interessiert, ist der Blick auf die Tabelle. „Das war es auch vor dem Spiel in Zwickau nicht. Wir sind jetzt Vorletzter – das bringt uns auch noch nicht weiter.“, wiederholt der Fußballlehrer. Und doch sind zehn Punkte aus den letzten vier Spielen auch ein Mutmacher für die Restsaison: Die Eintracht kann wieder mithalten. Auch gegen den Tabellenfünften der 3. Liga, mit dem aus dem Hinspiel noch eine kleine Rechnung offen ist?

„Philipp Hofmann fehlt noch ein bisschen das Erfolgserlebnis, das Tor zu machen. Er hat aber zum Beispiel das 2:0 gegen Rostock überragend eingeleitet. Wir bewerten unsere Offensivspieler nicht nur daran, ob sie Tore schießen.“ -André Schubert. Foto: Agentur Hübner/Archiv

3:3 in Wiesbaden verloren

Vor 2.668 Zuschauern lagen die Löwen in der Brita-Arena am 11. August 2018 nach Toren von Philipp Hofmann, Onur Bulut und Malte Amundsen zweimal doppelt vorne. Ein kapitaler Fehler von Marcel Engelhardt und eine Gelbrote Karte für Amundsen begünstigten letztendlich den 3:3-Endstand (wir berichteten). „Wie das Hinspiel gegen Wiesbaden gelaufen ist, spielt für unsere Vorbereitung auf Sonntag überhaupt keine Rolle“, betonte dagegen Schubert. Und: „Wir wissen, dass wir in jedem Spiel bis zum Ende komplett konzentiert sein müssen.“

Mit dem SV Wehen erwartet die Löwen ein offensiv starker Gegner. “Sie sind gemeinsam mit Unterhaching das torgefährlichste Team der Liga. Sie versuchen flach zu kombinieren und immer wieder tief in die Spitze zu spielen. Sie haben zurecht Ambitionen. Deshalb wartet auf uns am Wochenende ein harter Brocken.“, hat Schubert beobachtet und erwartet die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm im Aufbau in einem 4-2-4, defensiv im 4-4-2. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass hier eine starke Mannschaft kommen wird.“

„Wir können nur elf Spieler in die Startelf nehmen und auch die Kaderplätze sind begrenzt. Da müssen wir nun mal Entscheidungen treffen, sodass nicht alle dabei sein können.“ André Schubert

Gut, dass im Kader der Braunschweiger alle fit sind und zum Einsatz kommen können. „Die Docs und Physios machen einen sehr guten Job“, nutzte Schubert die Chance auf ein Lob in Richtung seines Funktionsteams. 

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