Legte mit Eintracht Braunschweig eine sensationelle Rückrunde hin: André Schubert.
Legte mit Eintracht Braunschweig eine sensationelle Rückrunde hin: André Schubert. Foto: Agentur Hübner/Archiv
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18.03.2020

Schubert zum Wunder von Braunschweig: "Im Abstiegskampf braucht es Persönlichkeiten!"

von Frank Vollmer


Braunschweig. Im Interview mit dem Portal Liga-drei.de äußerte sich Eintracht Braunschweigs ehemaliger Cheftrainer André Schubert unlängst zum Kraftakt Klassenerhalt in der vergangenen Saison 2018/19.

„Es passte überhaupt nichts zusammen!“


Für 29 Spieltage war André Schubert Trainer der Löwen. Am Ende einer aufreibenden Saison kam der Klassenherhalt beinahe einem Wunder gleich. Im Gespräch mit Liga-drei.de berichtete der 48-Jährige von seiner Zeit in Braunschweig und den Maßnahmen, die letztendlich zur Rettung geführt hatten.

Diese Saison in Braunschweig sei in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und mit nichts vergleichbar, so Schubert. Das Wichtigste sei, konstant zu punkten und nicht in einen negativen Strudel zu geraten. „Kleine Erfolgsserien mit fünf, sechs ungeschlagenen Spielen oder Erfolge gegen die unmittelbaren Konkurrenten können am Ende entscheidend sein“, so Schubert.

Auch die Runderneuerung des Kaders im Winter habe einen wesentlichen Anteil gehabt: „Bei uns in Braunschweig musste ein massiver personeller Umbruch erfolgen, weil wir herausgefunden hatten, dass die Mannschaft im Hinblick auf Alter, Erfahrung und Typen nicht funktionierte. Es passte überhaupt nichts zusammen, um erfolgreich sein zu können.“

Um das Wunder zu schaffen, habe man einen großen Umbruch vornehmen müssen. „In dieser Lage benötigten wir ein Team, dass gemeinsam jede Herausforderung annehmen würde. Kämpfer, die niemals aufgeben würden und sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Und positiv eingestellte Typen, die für eine gute Stimmung sorgen und auch andere Spieler führen können“, erklärt der Fußballlehrer.

Im Abstiegskampf braucht es Persönlichkeiten. Foto: Agentur Hübner/Archiv


Abstiegskampf bedeute ständigen Druck und in der 3. Liga sei es tatsächlich ein Existenzkampf. „Da braucht es diese Persönlichkeiten, robuste Typen, die Widerstände bewältigen können.“ Es seien die Routiniers wie Bernd Nehrig, Jasmin Fejzic oder Marc Pfitzner gewesen, die eine wichtige Rolle gespielt hätten: „Mit ihrer positiven Art, ihrem Mut und ihrer Erfahrung haben sie die jungen Spieler stabilisiert.“ Zudem habe es gutgetan, „dass Spieler wie Becker und Nkansah schon am Ende der Hinrunde immer stabiler und zu Leistungsträgern wurden. Und auch die Neuzugänge wir Bär und Feigenspan brachten frischen Wind und viel positive Energie mit ein.“

Rückschläge habe es natürlich auch gegeben, aber: „In Braunschweig ist es uns gelungen, die Stimmung permanent mit Optimismus zu füllen. So haben uns auch knappe Niederlagen wie in Osnabrück nicht aus der Bahn geworfen.“


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