Sieg in Bocholt: USC Braunschweig setzt Ausrufezeichen

26. November 2018 von
Mit starker Annahme zum zweiten Saisonerfolg: der USC Braunschweig. Foto: Moritz Eden/Archiv
Bocholt/Braunschweig. Der USC Braunschweig meldete sich am Sonntag mit einem 3:2-Auswärtserfolg bei der bis dato zweitplatzierten TuB Bocholt voll zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Mit Ausnahme kurzer Phasen im ersten und vierten Satz zeigte das Team von Markus Weber seine beste Saisonleistung und verkürzte den Abstand auf die Nichtabstiegsränge in der 2. VBL.

Wechselkniff im ersten Satz

15:20 aus Sicht des USC Braunschweig, erster Satz. Die Löwenstädter sind drauf und dran den ersten Spielabschnitt klar abgeben zu müssen, dann greift Trainer Markus Weber tief in seine Trickkiste. Er bringt Youngster Philipp Wolter ins Spiel und damit die Wende für die Braunschweiger, die in der Folge auf 24:24 ausgleichen können. Zwar geht der Satz dennoch an die Hausherren, doch Weber verändert mit der Hereinnahme des 20-Jährigen die Statik des Spiels. 

Den zweiten Satz gewinnen die Gäste deutlich, auch den dritten Satz entscheiden sie souverän für sich. „Da haben wir Bocholt permanent unter Druck gesetzt und ihnen keine Ruhe in der Annahme gelassen“, lobte Weber. Doch der notorische Schlendrian schlich sich im vierten Spielsatz wieder ein – Unkonzentriertheiten führen zum Ausgleich für das Heimteam. Wieder bringt Weber zu diesem Zeitpunkt Wolter und wieder dreht sich der Spielverlauf in Richtung der Gäste. Und: entgegen des bisherigen Saisonverlaufs beweist der Tabellenvorletzte nach dem ernüchternden vierten Satz mentale Stärke und liegt schnell mit 9:1 vorne. Die Gastgeber gehen nun volles Risiko und verkürzen auf 10:13, aber seine Mannschaft habe genau dann dagegen gehalten und den Sack zugemacht.

Youngster Wolter nutzt seine Chance

Ein Lob hatte der Trainer natürlich für den X-Faktor Philipp Wolter parat: „Er hat seine Chance bekommen und seine Sache gut gelöst. In der Abwehr hat er einige Bälle geholt und zudem stark aufgeschlagen.“ Dass die Braunschweiger aufgrund des verschlafenen vierten Satzes nun nur zwei Punkte auf Baden und das rettende Ufer gut machen konnten, ärgert Weber nicht: „Bocholt war Zweiter vor dem Spieltag, wir haben hier zwei Zähler gewonnen und den Abstand verkürzt, das passt.“ 

Mit dem Heimspiel gegen den starken Aufsteiger Kieler TV geht es am Samstag für die Braunschweiger weiter mit der Aufholjagd, Weber dämpft trotz des Bocholt-Erfolgs die Erwartungen: „Wir haben noch zu viele Schwankungen bei unseren erfahrenen Spielern und die junge Garde ist noch nicht so weit.“ Dass sie auf einem guten Weg sind, verdeutlichte Philipp Wolter.

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