Später Derby-Sieg: Wolfpack dreht im vierten Viertel auf

11. Februar 2018 von
In der zweiten Spielhälfte entschied das Wolfpack das umkämpfte Derby für sich. Fotos: Reinelt/PresseBlen.de

Wolfenbüttel. Nach einer unterdurchschnittlichen ersten Halbzeit präsentierte sich das Wolfpack Wolfenbüttel beim Derby gegen Eintracht Braunschweig im zweiten Durchgang deutlich verbessert und siegte mit 60:50 (21:28). In Abschnitt eins dominierte Eintracht Topscorerin Ariel Hearn das Geschehen in der Lindenhalle, während „Wölfin“ Christine Hyde dem Spiel in den zweiten 20 Spielminuten ihren Stempel aufdrückte. Beide Spielerinnen waren mit je 17 Punkten die besten Werferinnen ihrer Mannschaften.


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Eintracht überzeugt defensiv

„Uns war vor der Partie klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Denn Derbys sind immer etwas Spezielles“, sagte Trainer Frank Lagerpusch nach einem erkämpften elften Saisonsieg seiner Schützlinge. Die fanden ebenso wie die Gäste aus der Löwenstadt nur schleppend in die Begegnung, Nervosität war auf beiden Seiten deutlich zu spüren. Die Eintracht agierte mit aggressiver Verteidigung und bereitete den „Wölfinnen“ einiges an Problemen.

Zehn Turnover wurden für das Team von Frank Lagerpusch zur Pause notiert: „Das war aber nicht der Defense geschuldet, sondern, dass wir teilweise die Bälle einfach weggeworfen haben“, analysierte der Coach. Hinzukam, dass der Tabellendritte die Bretter nicht wie gewohnt säuberte und viele einfache Chancen liegen ließ. Die „Löwinnen“ indes spielten angeführt von Ariel Hearn eine starke erste Hälfte und lagen verdient mit sieben Punkten in Front.

Wolfpack: Fokus auf die Stärken

„Eintracht hat eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Aber wir wussten, dass wir zurückkommen werden, wenn wir uns auf unsere Stärken fokussieren“, bemerkte Lagerpusch. Seine Mannschaft zeigte nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Gesicht und übernahm das Kommando vollends, während das Höhne-Team zusehends nachlassen sollte.

Die US-Amerikannerin Brianna Rollerson und ihre Frontcourt-Kollegin ackerte unermüdlich unter dem Korb und sicherten sich einen Offensiv-Rebound nach dem anderen – am Schluss sollten die Lessingstädterinnen 18 Abpraller mehr gepflückt haben als die Eintracht. „Dazu sind endlich die Dreier gefallen, die vorher nicht reingingen“, betonte Trainer Lagerpusch. Viermal trafen die Wolfenbüttelerinnen im letzten Viertel aus der Distanz, sodass sich am Ende die Qualität und die Routine des Wolfpacks in einem umkämpften Derby doch durchsetzte.

„In Rotenburg die Playoffs sichern“

Den Eintracht-Basketballerinnen darf vor allem der Auftritt in der ersten Halbzeit Mut für die nächsten Aufgaben machen: Zunächst gibt TUSLI Berlin seine Visitenkarte in der Sporthalle Alte Waage ab, ehe das immens wichtige Kellerduell bei den Bergischen Löwen auf dem Plan steht.

Wolfenbüttel steht am kommenden Spieltag ein wegweisendes Spiel ins Haus, mit einem Erfolg bei den Avides Hurricanes könnten Kapitänin Theresa Simon und Co. die Playoffs fixieren. „In Rotenburg wollen wir zusehen, dass wir nach der Partie die Playoffs sicher haben“, erklärte Lagerpusch und ergänzte: „Natürlich schielen wir etwas nach oben auf den zweiten Tabellenplatz, werden aber weiter von Spiel zu Spiel schauen.“

Zahlen & Fakten

Viertelübersicht: 14:13, 7:15, 16:11, 23:11

Wolfpack Wolfenbüttel: Hyde 17 (16 Reb), Simon 12, Nina Rosemeyer 9, Rollerson 8 (18 Reb), Behrendt 7, Draganova 3, Rennspieß 3, Leonie Rosemeyer 1, Baumgardt, Goetschmann Coach: Frank Lagerpusch

Eintracht Braunschweig: Hearn 17, Brox 10, Laborn 8, Sohn 7, vom Hofe 4, Meinhart 2, Nikolova 2, Clifford Coach: Juliane Höhne

Derby-Zeit in Wolfenbüttel: Wolfpack empfängt die Eintracht

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