Später Jubel: Daniel Ginczek, Kevin Mbabu, Jerome Roussilon, Xaver Schlager feiern den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit.
Später Jubel: Daniel Ginczek, Kevin Mbabu, Jerome Roussilon, Xaver Schlager feiern den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit. Foto: imago/Poolfoto
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16.05.2020

Spätes 2:1! Ginczek rettet den Re-Start-Sieg in Augsburg

von Frank Vollmer


Augsburg/Wolfsburg. Dank eines späten Jokertores von Daniel Ginczek gewinnt der VfL Wolfsburg am 26. Spieltag mit 2:1 (1:0) beim FC Augsburg. Zuvor hatten Renato Steffen und Anthony Brooks ebenfalls getroffen - letzterer jedoch ins eigene Tornetz.

Augsburg ohne Herrlich, Wölfe mit Mbabu


Der neue Augsburger Cheftrainer Heiko Herrlich musste sein erstes Pflichtspiel mit dem FCA wegen einer Verfehlung gegen die Quarantäne-Regeln von der Tribüne aus beobachten. Er sah, wie Wolfsburgs Cheftrauner Oliver Glasner im Vergleich zum 1:2 gegen Donezk dreifach personell tauschte. Für Knoche (Bank), Gerhardt (Gesichtsverletzung) und den gelbgesperrten Weghorst spielten Pongracic, Mbabu und Joao Victor.

Beide Teams brauchte nach mehr als zwei langen Monaten Pause ein wenig, um in die Partie zu finden. Augsburgs Vargas prüfte Koen Casteels erstmals nach einer Viertelstunde. Die Gäste rissen das Spiel mehr und mehr an sich, größere Torraumszenen gab es allerdings setlen. Paulo Otavio (25.), Steffen (31.) und Brekalo (38. rechts daneben) scheiterten noch. Kurz vor der Pause fand Paulo Otavio Steffen, der den Ball wuchtig aus 15 Metern ins linke Eck köpfte (43.). Die knappe Führung für die Gäste ging aufgrund der ersten Halbzeit absolut in Ordnung.

Brooks stellt wieder auf Null


Die Hausherren kamen stark verbessert aus der Kabine. Casteels musste gegen Richters Pfund nachfassen (49.). Fünf Minuten später sah der Belgier im Tor des VfL erneut nicht gut aus, als Brooks einen Standard von Max per Kopf verlängerte. Casteels bekam den Ball nicht zu fassen, der an der Unterkante des Querbalkens abprallte und von da aus zum Ausgleich ins Tor segelte (54.). Die erneute Führung durch Mehmedi blieb den Wölfen kurz darauf verwerrt: Flankengeber Ginczek stand zuvor im Absteis (62.).

Auf der anderen Seite drückte Wölfe-Leihgabe Felix Uduokhai eine Max-Hereingabe über die Linie, doch der abseits stehende Niederlechner hatte Casteels die Sicht genommen. Für Schiedsrichter Felix Brych zählte auch dieser Treffer nicht (67.).

In der Schlussviertelstunde war es ein offenes Spiel. Mehmedi traf den rechten Pfosten (71.), verzog zehn Minuten später aussichtsreich. Auch Arnold verzog in der 88. Spielminute. Dass es für die in weiß spielenden Niedersachsen noch zum Sieg reichte war einem Kraftakt in den letzten Minuten zu verdanken: Kevin Mbabu war auf rechts nicht zu stoppen, trat an und fand Ginczek, der trocken einschob.

Der VfL Wolfsburg rückt auf Tabellenplatz 6 vor und empfängt am kommenden Samstag (15.30) Borussia Dortmund.

Zahlen & Fakten


FC Augsburg: Luthe - Framberger, Jedvaj, Suchy (65 Uduokhai), Max - Khedira, Baier - Richter (87. Sarenren Bazee), Löwen (87. Cordova), Vargas (79. Iogo) - Niederlechner Trainer: Tobias Zellner

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pangracic, Brooks, Paulo Otavio (87. Roussillon) - Schlager, Arnold - Steffen, Victor (74. Klaus), Mehmedi, Brekalo (61. Ginczek) Trainer: Oliver Glasner

Torfolge: 0:1 Renato Steffen (43. Paulo Otavio), 1:1 Anthony Brooks (54. ET, Max) 1:2 Daniel Ginczek (90.+1 Mbabu)


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