Marc Pfitzner, Stephan Fürstner und Niko Kijewski haben einen Vertrag bis 30. Juni. Auch der Vertrag von Marco Antwerpen läuft aus.
Marc Pfitzner, Stephan Fürstner und Niko Kijewski haben einen Vertrag bis 30. Juni. Auch der Vertrag von Marco Antwerpen läuft aus. Foto: Agentur Hübner/Archiv
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13.05.2020

Stichtag 30. Juni 2020: Was, wenn die Saison darüber hinaus geht?

von Frank Vollmer


Braunschweig. Sollte in der 3. Liga weitergespielt werden, ist es durchaus möglich, dass die Saison über den 30. Juni 2020 hinaus läuft. Was passiert dann mit den Verträgen von Spielern, die an diesem Tag auslaufen? Müssen die Spieler dann gehen oder verlängert sich das Arbeitspapier um die Zeit bis zum Saisonende?

Eintracht Braunschweig hat nach wie vor hohe Saisonziele. Gerne würde der Deutsche Meister von 1967 in die 2. Bundesliga zurückkehren. Die Wahl pro Weiterspielen fiel deshalb entsprechend aus. Trotz einer zuletzt fehlenden Entwicklung auf dem Rasen ist Tabellenplatz zwei nur drei Zähler entfernt. Alles scheint noch möglich. Doch laufen zum Ende Juni auch 17 vom 29 Spielerverträgen aus. Robin Becker, Felix Burmeister, Steffen Nkansah, Marc Pfitzner, Danilo Wiebe oder Mike Feigenspan sind nur einige Namen auf dieser List. Was ist mit ihnen, wenn weitergespielt wird und der Stichtag 30. Juni näher rückt?

„Bei einem späteren Saisonende müssten im Einklang mit den lizenzrechtlichen Vorgaben Sondervereinbarungen getroffen werden“, sagte der Arbeitsrechtler Johan-Michel Menke vor zwei Monaten. An diesem Status habe sich nichts geändert, bestätigte er am Dienstag gegenüber dem ‚SID’: „Der Klub muss auf jeden Spieler zugehen und ihn um eine neue Befristung bitten – und der Spieler muss zustimmen.“ Einige Juristen behaupteten auch, die Verträge würden sich automatisch bis zum tatsächlichen Saisonende verlängern.

Der DFB hat seine Bestimmungen für Vertragsspieler (Paragrafen 22 und 23) mittlerweile angepasst. Demnach können die Vereine mit Spielern bei auslaufenden Verträgen individuelle Vereinbarungen treffen, die über den 30. Juni 2020 hinaus die Dienste des Spielers sichern können. Viel Arbeit also auch für Eintrachts Sportdirektor Peter Vollmann.

Angeschlagen? Noch hat Marco Antwerpen alles in der Hand! Foto: Agentur Hübner/Archiv


Vollmann stärkt Antwerpen


Der eröffnete die heiße Saisonphase am vergangenen Wochenende zunächst mit einem Statement für Cheftrainer Marco Antwerpen und dementierte dafür Gespräche mit anderen Trainern: „Weil Marco Antwerpens Vertrag ausläuft, wird irgendeine Geschichte gestrickt, an der nichts dran ist", so der 62-Jährige gegenüber der 'nB'. Und: "Morgen wird dann ein anderer Kandidat ins Gespräch gebracht, außerdem wurden uns bereits 20 Trainer angeboten. Fakt ist: Wir haben mit keinem anderen Trainer gesprochen.“

Dass aber durchaus mit Torsten Ziegner gesprochen wurde ist zwar eindeutig belegbar (wir berichteten) und auch nach Michael Schiele hat sich der Verein zwischenzeitlich erkundigt (Mehr hier), doch kann es nicht schaden, dem derzeitig verantwortlichen Trainer für die kommenden, ungewisse Wochen den Rücken zu stärken. Dies war wohl auch der Kern von Vollmanns Aussage. Und ein Hinweis darauf, dass man gerne weiterhin mit Antwerpen zusammenarbeiten würde, gab der 62-Jährige dann auch noch mit auf den Weg. Immerhin habe man bereits Gespräche mit potentiellen Neuzugängen geführt.


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