Swim Race Days Dortmund 2018

13. März 2018
Eileen Schulze gewinnt das Elimination Race in Dortmund Foto: TV-Jahn

Wolfsburg. Erfolgreich und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen kehrte das Top-Team vom TV-Jahn von den Swim Race Days in Dortmund zurück. Es berichtet Petra Schulze.


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Wettkampfhärte ist gefragt

In der aktuellen Saisonphase ist viel Wettkampfhärte gefragt. Gemeint ist hierbei, jedes Wochenende aufs neue Spitzenleistung abzurufen und Medaillen zu gewinnen. Im Schwimmsport baut man diese am besten in Rennen gegen starke Konkurrenz auf. Sich dort immer wieder mit neuen Gegnern zu messen und auf lange Sicht Routine im Wettkampfgeschehen zu bekommen. Hierfür bot die Veranstaltung in Dortmund mit über 600 Top-Athleten aus 12 Nationen reichlich Gelegenheit. Hinzu kamen vielen unterschiedliche und spannende Wettkampfmodi die den Wettkampfalltag auffrischten. Die Athleten aus Wolfsburg knackten hierbei zahlreiche Qualifikationszeiten für die Landes-, Norddeutschen und sogar für die Deutschen Jahrgangs Meisterschaften, was nicht nur den Trainer Dennis Bauch sehr stolz und zufrieden machte.

Ein besonderes Highlight für Eileen Schulze

Schulze verbesserte den bisher von Janne Schäfer gehaltenen Vereinsrekord über 200 Meter Brust. Auch Franziska Hauptmann konnte über die 50 Meter Rücken den von ihr selbst gehaltenen Vereinsrekord nochmals verbessern.

Neben den neuen Bestzeiten überzeugten die Damen aus Wolfsburg auch durch die überraschende Teilnahme im Elimination Race. Hierfür qualifizieren sich die acht veranstaltungsschnellsten Schwimmer über die 200 Meter Lagen Strecke. Dies gelang nicht nur Eileen Schulze sondern auch Anna de Boer, womit der TV-Jahn gleich zwei Sportlerinnen in das begehrte Rennen schicken konnte.

Beim Elimination Race müssen viermal 50 Meter geschwommen werden, wobei die beiden zuletzt anschlagenden Sportler ausscheiden. Die Schwimmlage wird vor jedem Lauf ausgelost. So kann es passieren das ein ausgezeichneter Freispielschwimmer schon im ersten Lauf ausscheidet, sofern er beispielsweise in Rücken nicht mit der Konkurrenz mithalten kann.

Los ging es mit 50 Meter Rücken, die Eileen Schulze als 2. und Anna de Boer als 5. beendete. Im zweiten Lauf wurden für die verbliebenen sechs Sportlerinnen die 50 Meter in Schmetterling ausgelost. Anna de Boer schwamm hier auf Platz 3 und Eileen Schulze auf Platz 4. Wieder hatten sich beide für die nächste Runde qualifiziert. Nun waren noch vier Athletinnen und zwei Schwimmarten im Rennen: Als nächstes folgten die 50 Meter Freistil. Nur vier Zehntel trennten die vier Damen am Ende. Eileen Schulze konnte sich als 2. fürs große Finale qualifizieren, Anna de Boer schied im Halbfinale als 4. aus, war aber dennoch sichtlich stolz auf ihre geschwommenen Rennen die vor der abgedunkelten Halle des Südbads ausgetragen wurden.

Im großen Finale standen somit Eileen Schulze und eine niederländische Schwimmerin am Beckenrand. Als letzte Disziplin war nun noch die 50 Meter Brust übrig, Schulzes Hauptschwimmart. Schulze ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und konnte unter dem tosenden Applaus das Siegerpodest erklimmen und die Siegprämie in Empfang nehmen.

International vorn dabei

Auch in den übrigen international top besetzten Finals waren die Schwimmerinnen und Schwimmer des TV-Jahn vertreten. So qualifizierte sich Anna de Boer über die 50 Meter Freistil und schwamm auf Platz 5. Eileen Schulze schwamm sich über die 50 Meter Brust in das Finale, musste sich aber mit Platz 5 geschlagen geben. Jan-Luca Laubner beendete sein 50 Meter Freistil Finale ebenfalls als fünfter. Franziska Hauptmann erkämpfte sich im 50 Meter Rücken Finale den Platz 4.

Ursula-Happe-Pokal

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war der Ursula-Happe-Pokal. Dieser wurde von der aus Dortmund stammenden Olympiasiegerin und damaligen Weltrekordhalterin über 200 Meter Brust gestiftet und am Sonntag persönlich überreicht. Um ihn zu gewinnen musste über die drei angebotenen Brust-Strecken (50, 100 und 200 Meter) so nah wie möglich an den Weltrekord herangeschwommen werden. Die Summe der Punktewertung entschied dann über den Sieger.

Auch hier versuchte Eileen Schulze ihr Glück musste sich aber knapp (lediglich vier Punkte Rückstand auf Platz 1) der Deutschen Jahrgangsmeisterin von der SG Ruhr geschlagen geben. Ein Erinnerungsfoto mit der Olympiasiegerin von 1956 gab es aber trotzdem.

Eileen Schulze und Olympionikin Ursula Happe

Zahlen und Fakten

Ergebnisse im Einzelnachweis:

Anna de Boer (2000 u.ä.)

  • Silber über 200 Meter Schmetterling
  • Bronze über 50 Freistil und 200 Meter Lagen

Eileen Schulze (2001/2002)

  • Gold über 100 und 200 Meter Brust
  • Silber über 200 Meter Lagen und 50 Meter Brust

Franziska Hauptmann (2001/2002)

  • Gold über 50 Meter Rücken
  • Silber über 100 und 200 Meter Rücken

Maja Schirmer (2001/2002)

  • Silber über 400 Meter Freistil

Zahlreiche Medaillen für die Mannschaft aus Wolfsburg

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