Tabellenletzter! Braunschweig hat den Haching-Blues

1. September 2018 von
Keine Chance! Stephan Fürstner und Eintracht Braunschweig verlieren verdient in Haching. Fotos: Sven Leifer/Täger
München/Braunschweig. Die sportliche Talfahrt der Löwen geht weiter. Irgendwie passend, dass Eintracht Braunschweig am 6. Spieltag bei der Spielvereinigung Unterhaching mit 0:3 (0:1) unterlag. Die erlangten einst auch durch ihre Bob-Abteilung Berühmtheit.

Wirklich zum Lachen ist dem geneigten Löwen-Fan dabei natürlich nicht zumute. Nach dem 0:2 gegen Fortuna Köln blieb die Elf von Henrik Pedersen im Münchner  „Vorort“ über 90 Spielminuten chancenlos. Nach der nicht konkurrenzfähigen Leistung muss man das Schlimmste befürchten für die Fortgang der Saison für die Löwen und fragen: Wie lange dauert es noch, bis diese Mannschaft sich findet?

Durchgereicht ans Tabellenende

Neben der Rückkehr des zuletzt gesperrten Malte Amundsen, schickte Henrik Pedersen drei weitere personelle Wechsel mit Robin Becker, Felix Burmeister und Ivan Franjic von Beginn an in das ungleiche Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten. David Sauerland, Mergim Fejzullahu, Jonas Thorsen (alle Bank) und der verletzte Frederik Tingager räumten dafür das Feld. Bei den Gastgebern vertraute Trainer Claus Schromm auf die siegreiche 2:1-Elf aus dem Gastspiel in Wiesbaden. 

Schon der erste Durchgang gehörte klar der Spielvereinigung, bei der Finn Porath nach drei Minuten erstmals Marcel Engelhardt prüfte. Nach einer Viertelstunde belohnte sich die Schromm-Elf nach einem mustergültigen Konter. Über Sascha Bigalke und Stephan Hain landete der Ball bei Luca Marseiler, der unbedrängt einschieben konnte (15.). Die Antwort der Niedersachsen war ein Bulut-Freistoß von der Strafraumkante, der knapp am rechten Pfosten vorbei strich (19.). Braunschweig bemühte sich, hatte aber Probleme, gegen die spielstarken Gastgeber zu Möglichkeiten zu kommen. 

Nach einer halben Stunde dann endlich die ersten ernstzunehmenden Offensivaktionen der Gäste. Nach einer Bulut-Ecke zappelte der Ball sogar im Netz, doch Schiedsrichter Robert Kempter pfiff ab, weil sich Hofmann beim Kopfball aufgestützt hatte (34.). Kurz darauf rettete Endres gerade noch so bei einer Flanke von Becker vorm einschussbereiten Hofmann (37.). Dem Braunschweiger Strohfeuer folgten noch vor der Pause zwei dicke Chancen für die Hachinger, auf 2:0 zu stellen. Erst scheiterte Hain nach einer feinen Flanke von Marseiler knapp (42.), dann schaufelte der Torjäger den Ball über das Tor (45.).

„Viel zu einfache Gegentreffer“

Stephan Hain holte seinen vierten Saisontreffer kurz nach Wiederanpfiff nach. Dabei bekam Bigalke viel zu viel Platz und Braunschweiger Geleitschutz im Zentrum. Über Winkler landete der Ball rechts im Strafraum bei Hain, der die Kugel humorlos ins Lattenkreuz hämmerte (52.). Wer jetzt ein blau-gelbes Aufbäumen erwartete – so wie die etwa 500 mitgereisten Fans – der wurde schwer enttäuscht: Robin Becker foulte nur zwei Minuten später Marseiler, es gab Strafstoß, den Josef Welzmüller sicher verwandelte (55.). 

Die Hausherren hatten weitere Möglichkeiten nachzulegen. Bigalke (66.) und auch Porath (72.) vergaben ihre Möglichkeiten. Auf der anderen Seite prüfte Leandro Putaro UHG-Schlussmann  Königshofer mit der ersten echten Chance für die Niedersachsen nach dem Wechsel in der 78. Spielminute. Pedersen brachte Fejzullahu (63.), Yari Otto (73. ) und Thorsen (81.). Wirklich besser wurde es nicht mehr. 

„Wir wollten das Spiel natürlich gewinnen“, erklärte Philipp Hofmann nach dem Spielende. „Dann verschlafen wir die ersten zehn Minuten und kriegen einen billigen Konter!“, schimpfte der Angreifer beim NDR. „Wir bekommen viel zu einfache Gegentore und haben dann nicht das Selbstvertrauen, um zurück zu kommen. Man sieht, dass wir unsicher sind. Wir müssen da schnell heraus und uns so schnell wie möglich unser Selbstvertrauen zurückholen.“ Als Tabellenletzter geht Eintracht Braunschweig in die Länderspielpause. Am Freitag, dem 14. September kommt Carl Zeiss Jena ins Eintracht-Stadion. 

Kann nicht zufrieden sein: Eintracht-Trainer Henrik Pedersen. Foto: Sven Leifer/Täger

Zahlen & Fakten

SpVgg Unterhaching: Königshofer – Welzmüller, Endres, Greger, Winkler – Marseiler (65. Hagn), Stahl, Hufnagel (74. Kiomourtzoglou), Porath – Hain, Bigalke (81. Widemann) Trainer: Claus Schromm

Eintracht Braunschweig: Engelhardt – Becker, Burmeister, Valsvik, Amundsen (63. Fejzullahu) – Fürstner, Kijewski – Franjic (81. Thorsen) – Putaro, Bulut (73. Y. Otto) – Hofmann Trainer: Henrik Pedersen

Torfolge: 1:0 Luca Marseiler (15. Hain), 2:0 Stephan Hain (52. Winkler), 3:0 Josef Welzmüller (55. FE)

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