Tischtennis: Leidenschaftlicher Kampf im Relegationsspiel

14. Mai 2019
Die Schöppenstedter mit (v.l.) Günter Hoffmann, Jens Marschall, Hartmut Weyhe, Michael Peggau, Matthias Haase und Dirk Finkelmann mussten sich knapp geschlagen geben. Foto: TSV
Wolfenbüttel. Die Tischtennis-Herrenmannschaft des TSV Schöppenstedt musste sich im Relegationsspiel gegen den SC Atzum/Gr. Denkte II (SG) mit 7:9 geschlagen geben. Die Gäste haben damit den Aufstieg aus der Kreisliga in die Bezirksklasse geschafft. Den Schöppenstedtern bleibt nur die Hoffnung durch „günstige Konstellationen“ in den darüber liegenden Klassen, auch in der nächsten Spielserie der Bezirksklasse anzugehören. Ein Beitrag von Thomas Foeniger. 

Über 50 Zuschauer, zumeist aus dem Lager der Schöppenstedter hatten sich zu dem Spiel in der Landkreis-Sporthalle eingefunden. Entsprechend war die Stimmung teilweise energieaufgeladen und emotional. Bei aller Spannung blieb das Spiel dabei aber fair und freundschaftlich.

Den weitaus besseren Start hatten die Gastgeber. Alle drei Doppel gingen an die Elmstädter. „Ein Start nach Maß, den wir so gar nicht unbedingt erwartet hatten“, wertete TSV-Teamkapitän Michael Peggau nach Spielende. Michel Peggau/Dirk Finkelmann, Matthias Haase/Günter Hoffmann und Hartmut Weyhe/Jens Marschall zeigten sich in der Anfangsphase in guter Verfassung. Und es kam noch besser.

Matthias Haase siegte im oberen Paarkreuz und Dirk Finkelmann im mittleren Abschnitt. 5:0 lautete das Zwischenergebnis. Aktive und Zuschauer trauten ihren Augen kaum. „Wir waren zu Beginn von der dem Ambiente und den Zuschauern doch ein wenig beeindruckt“, gab SC-Kapitän Matthias-Iko Wöhler später zu.

Doch mit dieser Führung konnten die Gastgeber allem Anschein schlechter umgehen, als die Gäste. Diese traten dann nämlich auch in den Kampfmodus über und holten Schritt für Schritt auf. Kim-Colin Gutsmann, Olaf Oehlmann, Maik Makoschey und Matthias-Iko Wöhler schafften noch in der ersten Hälfte den Anschluss. Zwischenstand 5:4 für den TSV.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte konnte SC-Frontspieler Gutmann dann schnell den Ausgleich herstellen. Dem Nervenkostüm der Zuschauer, zumindest wenn sie dem TSV zugewandt waren, wurde dann immer mehr abverlangt. Zwar konnte Michael Peggau die Schöppenstedter noch einmal in Führung bringen, doch dann überrollte das Unheil die Gastgeber. Die Gäste zeigten sich mit Olaf Oehlmann, Hans-Jürgen klug und Matthias-Iko Wöhler mehr als auf dem Posten. Urplötzlich hatte die Gäste das Spiel komplett gedreht. Am Ende halfen nur noch zwei Siege den TSV-Akteuren noch zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Die Hoffnung der TSV-Aktiven und deren Anhang hatte sich innerhalb von gut 30 Minuten dramatisch reduziert.

Parallel wurden nun das letzte Einzel und das Schlussdoppel aufgerufen. Und in beiden Spielen stand es zwischenzeitlich 2:2 nach Sätzen. Mehr Spannung war kaum zu ertragen. Beide Seiten fighteten auch in der Schlussphase mit Herzblut. Doch während Jens Marschall sich durchsetzen konnte, gewannen die Gästespieler Christian Bührig/Hans-Jürgen Klug und sicherten ihrer Mannschaften einen lange nicht vorhersehbaren Erfolg.

Am Ende jubelten die Gäste nach dreieinhalb Stunden Spielzeit über den Aufstieg. Den Schöppenstedter blieb nur die Gratulation und eben die Hoffnung den Abstieg noch zu vermeiden. „Wir hatten heute etwas Pech, hatten uns aber zuvor bereits durch einige weniger gute Auftritte in diese Lage gebracht“, bedauerte auch Günter Hoffmann. Wie immer es auch für die Schöppenstedter ausgehen wird. Das Relegationsspiel wird den Aktiven und Zuschauern noch länger in Erinnerung bleiben. Das war wirkliche Werbung für den Tischtennissport.

Sieger SC Atzum/Gr. Denkte (SG) II mit (v.l.) Olaf Oehlmann, Hans-Jürgen Klug, Christian Bührig, Kim-Vollin Gutsmann, Maik Makoschey und Matthias-Iko Wöhler. Foto: TSV

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