Torfabrik Haching: „Müssen uns in allen Belangen steigern!“

21. Februar 2019 von
Niko Kijewski, hier gegen Lucas Hufnagel, blieb mit seinem Team im Hinspiel chancenlos. Foto: Sven Leifer/Täger
Braunschweig. Im Rahmen des 25. Spieltages der 3. Liga empfängt Eintracht Braunschweig am Samstag (14.00) an der Hamburger Straße die Spielvereinigung aus Unterhaching. Stephan Fürstner und Leandro Putaro fallen für das Spiel aus, das live im NDR Fernsehen übertragen wird.

„Müssen gut verteidigen!“ 

„Unterhaching ist fußballerisch und was die Torgefahr angeht für mich eine der stärksten Mannschaften der Liga“, beginnt André Schubert die allwöchentliche Presserunde und zieht den einen wichtigen Rückschluss aus der Vorbereitung des Tabellen-19, der mit einem (unerwarteten) Erfolgserlebnis in der Abstiegszone weiter Boden gut machen könnte: „Wir müssen also gut verteidigen!“ 

Spätetens, als Eintracht Braunschweig am 6. Spieltag beim 0:3 im Alpenbauer Sportpark absolut chancenlos blieb und erstmals die Rote Laterne der 3. Liga übernahm, wurde das ganze Ausmaß der sportlichen Katastrophe sichtbar (wir berichteten). Der Zweitliga-Absteiger agierte im Münchner Vorort kopflos, ohne erkennbares Konzept und kam mit den drei Gegentoren noch verhältnismäßig glimpflich davon. Doch war der Spielausgang auf der anderen Seite auch einer extrem eingespielten Hachinger Mannschaft geschuldet, die ganz genau weiß, wo beim Gegner das Tor steht. 

Daran hat sich auch in der Rückrunde nichts geändert. Mit 43 erzielten Treffer ist die Mannschaft von Trainer Claus Schromm nach Wiesbaden (47) die Torfabrik der Liga. Knipser Stephan Hain (30), an dessen Verpflichtung die Eintracht im Vorjahr noch selbst großes Interesse gezeigt haben soll, glänzte mit einer Vorlage und erledigte das 2:0 höchstselbst. Der aktuell mit 13 Saisontreffern beste Torjäger der 3. Liga dürfte auch in den Spielvorbereitungen bei André Schubert einen speziellen Raum eingenommen haben, ist aber längst nicht das Geheimnis des Erfolgs bei den Bayern. Auch Stefan Schimmer steht aktuell bereits bei 9 Toren. „Sie haben mit Schimmer und Hain zwei richtig gute, torgefährliche Stürmer“, lautet Schuberts Einschätzung.

In der Vorwoche unterlag die Spielvereinigung knapp mit 1:2 gegen Wehen Wiesbaden, zeigte also, dass sie zu knacken ist. Aber: „Da haben sie phasenweise richtig gut gespielt, auch wenn sie nicht gewonnen haben“, hat Eintrachts Coach beobachtet und spannt die Brücke nach Braunschweig: „Wenn wir gegen sie so verteidigen, wie in den letzten beiden Spielen, wird es nicht reichen. Wir müssen uns in allen Belangen noch steigern!“

„Du bist nicht gut beraten, wenn du sagst, wir stellen uns gegen Unterhaching nur hinten rein. Man muss auch offensiv verteidigen, mutig anlaufen und nach vorne spielen. Auch wenn das natürlich nicht immer möglich ist.“ André Schubert

„Wenn wir gegen sie so verteidigen, wie in den letzten beiden Spielen, wird es nicht reichen. Wir müssen uns in allen Belangen noch steigern!“, warnt André Schubert. Foto: Agentur Hübner

Fürstner und Putaro droht der Ausfall

Personell haben beide Mannschaften Ausfälle zu beklagen. Bei den Gästen droht HSV-Leihgabe Finn Porath (21) auszufallen. Auch Innenvereidiger Marc Endres könnte in Braunschweig möglicherweise passen, hatte zuletzt mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen. Rechtsverteidiger Markus Schwabl sah gegen Wiesbaden die 5. Gelbe Karte und fehlt der Schrom-Elf somit definitiv in Braunschweig. 

Bei den Gastgebern wurde zu Wochenbeginn der mehrwöchige Ausfall von Yari Otto (Außenbandriss, wir berichteten) Gewissheit. „Leandro Putaro ist noch nicht im Training und wird wahrscheinlich ausfallen“, bestätigt André Schubert. Mit Stephan Fürstner (Bauchmuskelzerrung) fällt der Mannschaftskapitän ebenfalls aus. Ideen und Optionen für dessen Ersatz hat Schubert einige. „Natürlich ist es möglich, dass sowohl Christoph Menz als auch Marc Pfitzner von Beginn an spielen“, so Schubert. 

Explizit lobt der 47-Jährige noch einmal den Support der Fans bei Fortuna Köln: „Die Unterstützung von unseren Fans in Köln war außergewöhnlich gut. Sie waren die ganze Zeit präsent während des Spiels, das haben die Jungs natürlich auch mitbekommen.“ Diese großartige Unterstützung könnten die Löwen auch am Samstag sehr gut gebrauchen. 

Stephan Fürstner fällt mit Bauchmuskelzerrung aus. Foto: Agentur Hübner/Archiv

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