Triple-Traum geplatzt: Wölfinnen unterliegen im CL-Endspiel

25. Mai 2018 von
Die Enttäuschung nach der Finalniederlage war beim VfL Wolfsburg groß. Foto: Imago/GEPA pictures
Kiew/Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg unterlag am Donnerstagabend im Finale der Women's Champions League gegen Olympique Lyon mit 1:4 (0:0, 0:0) nach Verlängerung und musste damit den Traum vom Gewinn des Triples begraben. Pernillle Harder hatte den VfL sogar in Führung gebracht (93.), ehe ein Platzverweis für Alexandra Popp das Spiel zum Kippen brachte.

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Popp zurück in der Startelf

Rechtzeitig zum Endspiel in der Königsklasse konnte VfL-Trainer Stephan Lerche wieder auf seine Stürmerin Alexandra Popp bauen, die nach überstandenem Muskelfaserriss für die nicht spielberechtigte Claudia Neto in die Startelf rückte. Bei bestem Fußballwetter sahen die 14. 237 Zuschauer im Walerij-Lobanowskyj-Stadion in Kiew zunächst einen offensiven Beginn beider Mannschaften. Bereits nach sechs Minuten kam Lyons Amandine Henry nach einem Freistoß der deutschen Nationalspielern Dzsenifer Marozsan über Umwege zum Abschluss, doch die VfL-Defensive blockte den Versuch rechtzeitig (6.). Auf der Gegenseite sorgte Ewa Pajor erstmals für Torgefahr, indem sie eine flache Flanke von Alexandra Popp nur knapp verpasste (8.).

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine ausgeglichenen Partie mit Chance auf beiden Seiten. Die Französinnen bereiteten dem VfL vor allem durch ihr schnelles Umschaltspiel Probleme und konnten sich durch Maroszan (24.) und Ada Hegenberg (35.) weitere Chancen erspielen. Doch auch der VfL hatte zwischenzeitlich den Führungstreffer auf dem Fuß, doch nach einem perfekten Zuspiel von Harder in die Tiefe wurde Pajor im letzten Augenblick beim Abschluss gestört (28.). Insgesamt fehlte beiden Mannschaften allerdings zu häufig die Präzision beim letzten Pass, weshalb es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause ging.

VfL bricht nach Popp-Platzverweis auseinander

Gleiches galt auch für den Beginn der zweiten Hälfte. Beide Teams verteidigten gut und machten die Räume eng, sodass zunächst keine weiteren Chancen zu Stande kamen. Dann jedoch folgte eine Druckphase Lyons mit Abschlüssen von Griedge M`Bock Bathy (63.), Maroszan (65.) und Henry (69.), doch allesamt konnten die Wölfinnen vereiteln. Für Entlastung sorgte zwölf Minuten vor Ende erneut Pernille Harder mit einem Schuss aus spitzem Winkeln auf das Tornetz (78.). In der Schlussphase stand schließlich noch einmal VfL-Keeperin Almuth Schult im Mittelpunkt und entschärfte einen Schuss von Le Sommer aus rund sieben Metern glänzend (82.). So musste die Entscheidung in der Verlängerung herbeigeführt werden.

Dort erwischten die Wölfinnen den perfekten Start und belohnten sich für ihre Leistung. Mit einem starken Solo marschierte Pernille Harder durch das Lyoner Mittelfeld, ehe sie aus rund 22 Metern abzog und der Ball abgefälscht im linken unteren Eck einschlug (93.). Es folgte jedoch ein folgenschwerer Fehler der erfahrenen Torjägerin Alexandra Popp, die nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (95.). In Überzahl erhöhte Lyon im weiteren Verlauf den Druck und konnte das Spiel innerhalb von fünf Minuten komplett drehen: Zunächst glich Henry aus spitzem Winkel aus (98.), ehe Le Sommer nach einem Konter die Französinnen in Führung brachte (99.). Der VfL hatte kaum noch etwas entgegenzusetzen und musste nur wenig später die Entscheidung durch Ada Hegenberg verkraften (103.). Zwar warf Wolfsburg in der Endphase nochmal alles nach vorne, doch Lyon war es, das durch Abily den 1:4-Endstand erzielte und damit die Triple-Träume der Wölfinnen endgültig platzen ließ (116.).

Zahlen & Fakten

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Maritz – Gunnarsdottir (57. Wedemeyer), Popp – Hansen (46. Wullaert), Harder, Dickenmann (89. Kerschowski) – Pajor Trainer: Stephan Lerch

Olympique Lyon: Bouhaddi – Bronze, M`Bock Bathy, Renard, Bacha (64. Cascarino) – Kumagai (95. Van de Sanden), Henry – Marozsan, Majri – Hegerberg, Le Sommer (114. Abily) Trainer: Reynald Pedros

Torfolge: 1:0 Pernille Harder (93.), 1:1 Amandine Henry (98.), 1:2 Eugenie Le Sommer (99.), 1:3 Ada Hegenberg (103.), 1:4 Camille Abily (116.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Alexandra Popp wegen wiederholtem Foulspiel (95.)

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