Trotz Pfitzner: HFC-Blitzstart leitet die nächste Pleite ein

8. Dezember 2018 von
Comeback ohne Happy-End für Marc Pfitzner. Fotos: Agentur Hübner
Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat auch das letzte Heimspiel des Jahres verloren. Am 18. Spieltag unterlag der Tabellenletzte vor 16.750 Zuschauern auch aufgrund einer schwachen Vorstellung vor der Pause und einem sehr frühen Gegentor in einem hart umkämpften Spiel dem Halleschen FC mit 0:1 (0:1). Marc Pfitzner feierte sein Comeback im Sondertrikot.

Frühes Knockout durch Sohm

Exakt 937 Tage nach seinem letzten Profispiel für Eintracht Braunschweig kehrte Marc Pfitzner gegen Halle auf den Rasen des Eintracht-Stadions zurück, denn eigentlich hat der 34-Jährige schon mit dem Profifußball abgeschlossen und begann zu Wochenbeginn einen regulären Beruf. Für den Mittelfeldspieler blieb Felix Burmeister gegenüber dem Remis gegen Aalen auf der Bank. Das Comeback des Ur-Löwen begann direkt mit einem Schock: Nach 120 Sekunden lag der BTSV schon wieder hinten.

Der Ex-Löwe Braydon Manu steckte im Strafraum durch zu Pascal Sohm, der Lukas Kruse aus spitzem Winkel eiskalt erwischte. Doppelt bitter: Der Braunschweiger Schlussmann wurde bei dem frühen Gegentreffer von einem gegnerischen Fuß am Kopf getroffen und musste für Marcel Engelhardt ausgewechselt werden (5.).

Gegen die körperlich überaus präsenten Gäste taten sich die verunsicherten Niedersachsen in der Folge sichtlich schwer. Halle hatte so das Spiel über weite Strecken der ersten Halbzeit im Griff. Den einzigen gefährlichen Abschluss der ersten 45 Minuten verzog Manuel Janzer nach schöner Ablage von Leon Bürger (17.). Kurz darauf musste auch Janzer angeschlagen ausgewechselt werden. Dafür kam Leandro Putaro ins Spiel (28.).

Gegen Ende des ersten Abschnitts zogen die Hallenser noch einmal merklich an. Matthias Fetsch verpasste nach Ajani-Flanke von rechts knapp das zweite Gästetor am kurzen Pfosten (43.). Engelhardt spielte daraufhin den Ball zu Ajani, der das verwaiste Tor um einen Meter verpasste (45.).

Musste nach dem frühen Gegentor mit Brummschädel raus: Lukas Kruse. Foto: Agentur Hübner

Engelhardt hält vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Teams ein paar Minuten, bis sie im Nebel der HFC-Fanpyro den gegnerischen Strafraum fanden. Das Spiel war jetzt noch härter umkämpft als ohnehin schon in den ersten 45 Minuten. Nach einer Kopfballstafette bediente Otto Sauerland, der nicht frei zum Abschluss kam. Eiserle hatte keine Probleme mit dem Schuss (57.). Auf der anderen Seite knallte Fetsch nach einer Ecke die Kugel an den Querbalken (60.). Die Einwechslung von Philipp Hofmann für Bürger brachte den Löwen etwas mehr Ballsicherheit. Die Zuschauer sahen nun ein paar gute Kombinationen. Zum Abschluss kam die Eintracht jedoch nicht.

Matthias Fetsch prüfte noch einmal Engelhardt, der bei dem eher harmlosen Flachschuss zur Stelle war (70.). Die Hausherren waren in der Folge dem Ausgleich nahe, aber Hofmann nagelte die Kugel nach einer weiten Fürstner-Flanke nur an die Latte (82.). Als Becker kurz darauf Ajani im eigenen Strafraum stoppte, zeigte Schiedsrichter Manuel Gräfe auf den Punkt. Und endlich konnte sich auch Engelhardt einmal auszeichnen, als er die Ecke ahnte und den Elfmeter von Fetsch hielt (86.). In den Schlussminuten warf Eintracht Braunschweig noch einmal alles nach vorne – vergeblich.

Es war ein schönes Gefühl vor den Fans und eine besondere Stimmung. Es ist ärgerlich, dass wir nicht zum Erfolg gekommen sind. Ich glaube, dass wir eine gute Mentalität in der Mannschaft haben. Der Einsatz hat heute gestimmt, so wie sich jeder reingehauen hat. Das war ordentlich und muss die Basis sein.  Ich bin davon überzeugt, dass wir da unten rauskommen können. Wenn ich gebraucht werde helfe ich. Den Rest besprechen wir in der nächsten Woche. Marc Pfitzner bei Telekom Sport. 

„Müssen weiter daran arbeiten“

„Mit dem frühen Gegentor war die Mannschaft geschockt, hat sich aber reingekämpft“, analysierte André Schubert bei Telekom Sport und ergänzte: „Die zweite Halbzeit haben wir aus meiner Sicht in allen Belangen dominiert.“ Mit Hinweis auf seine junge Mannschaft kritisierte der 47-Jährige: „Das Zweikampfverhalten war nicht gut. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Und wir hatten zu viele leichte Ballverluste. Auch das haben wir anders gemacht. Wir müssen weiter daran arbeiten und den jungen Spielern Zeit geben. Wir unterstützen diese junge Mannschaft mit allem was wir haben.“ Am kommenden Samstag (14.00) geht es zu Energie Cottbus. 

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Kruse (5. Engelhardt) – Becker, Nkansah, Kijewski – Sauerland, Fürstner, Pfitzner, Janzer (28. Putaro) – Bürger (62. Hofmann), Y. Otto, Nyman Trainer: André Schubert

Hallescher FC: Eisele – Lindenhahn (82. Tuma), Heyer, Landgraf – Ajani, Bahn (60. Washausen), Jopek, Manu (75. Arkenberg) – Mai – Fetsch, Sohm Trainer: Torsten Ziegner

Torfolge: 0:1 Pascal Sohm (3. Manu)

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