Überspringt „der Herausforderer“ Wolfsburg die Hürde Bremen?

9. Februar 2018 von
Sinnbildlich: Der im Winter nach Frankreich abgewanderte Paul-Georges Ntep überspringt die Bremer Grätschen. Foto: Agentur Hübner

Wolfsburg. Am Sonntag (18.00 Uhr) tritt der VfL Wolfsburg zum Abschluss des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga beim SV Werder Bremen an. Es ist ein Duell, das für die nächsten Wochen wegweisend sein kann. Doch präsentierten sich die Wölfe zuletzt eher zahnlos. VfL-Coach Martin Schmidt fordert eine Änderung ein.


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Herausforderer mit viel Luft nach oben

Etwas positives möchte Martin Schmidt in dem glanzlosen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal dann doch sehen: „Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir solide hinten stehen und wenig Gegentore bekommen“, so der Schweizer Trainer des VfL Wolfsburg. Was seinem Team jedoch nicht schaffe, sei nach vorne Effizienz zu entfachen. Da müsse man als gesamtes Team ansetzen. Denn: „Wenn wir das nicht ändern, werden wir vielleicht weiterhin nicht viel verlieren, aber auch nicht gewinnen. Dem müssen wir uns stellen“, fordert der 50-Jährige vor dem wichtigen Kellerduell beim SV Werder Bremen.

Vor dem Sonntagabend-Spiel hat der VfL (13.) vier Punkte Vorsprung auf Bremen (15.), muss aufpassen vor dem nächsten, schweren Spiel gegen den FC Bayern, nicht noch weiter unten reinzurutschen. Hinzu kommt: Der SV Werder Bremen ist derzeit im Aufwind. „Sie sind zuletzt in Schwung gekommen“, hat Schmidt beobachtet. Ganz nüchtern betrachtet sei Bremen in diesem Spiel der Favorit und sein Team der Herausforderer. Ein Herausforderer mit viel Luft nach oben! „Natürlich sind wir nach dem Pokalaus traurig“, gesteht Schmidt, aber: „Wir haben den Fokus sofort auf die neue Aufgabe gelegt.“

Zwangsweise muss Martin Schmidt an der Weser umbauen. Marcel Tisserand musste im Pokal verletzt raus, die Untersuchungen ergaben eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Ersatzmann William zeigte erneut keine gute Leistung. Darf nun Youngster Gian-Luca Itter auf einen Einsatz hoffen? Yannick Gerhardt hat sich am Sprunggelenk verletzt und fällt ebenfalls aus. „Das tut uns weh, da wir auf beide ungern verzichten“, so Schmidt. Mit Felix Uduokhai und John Anthony Brooks kann der 50-Jährige in Bremen ebenfalls noch nicht planen. „Es geht derzeit vorwärts. Wir sind zuversichtlich, dass beide nicht mehr allzu lange brauchen werden.“

Wer startet in Bremen: Daniel Didavi oder Yunus Malli? Oder beide? Foto: Agentur Hübner

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