VfL in Hannover – Labbadia: „Für mich ist es ein Derby“

8. November 2018 von
Bruno Labbadia: Blickrichtung Hannover. Foto: Agentur Hübner
Wolfsburg. Nur anderthalb Wochen nach dem Aufeinandertreffen im DFB-Pokal stehen sich Hannover 96 und der VfL Wolfsburg erneut gegenüber. Diesmal im Freitagabendspiel (20.30 Uhr) der Fußball-Bundesliga und in einem Niedersachsenduell, das VfL-Coach Labbadia als "Derby" identifiziert hat.

Derby? „Muss jeder für sich entscheiden“

Vor dem Pokalduell war von Hannoveraner Seite der Hashtag „keinderby“ in den Umlauf gebracht worden, ist doch für die Landeshauptstädter das Spiel gegen Eintracht Braunschweig das einzige Derby. Dem entgegnete Wölfe-Trainer Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz: „Für mich, der nicht aus der Region stammt und die kurze Distanz zwischen beiden Orten sieht, ist es ein klassisches Derby, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich bin es bisher jedenfalls wie ein Derby angegangen und habe es auch deshalb zuletzt besonders gern gewonnen.“

Das Spiel vor anderthalb Wochen habe Labbadia gezeigt, „dass auch Hannover immer gefährlich werden kann“. Die 96er strotzen dennoch nicht vor Selbstvertrauen, hat die Breitenreiter-Elf nach zehn Spieltagen doch erst einen Sieg gegen Schlusslicht Stuttgart auf der Habenseite. Die 1:3-Niederlage auf Schalke am Wochenende war ein erneuter Dämpfer für den Tabellensechzehnten, der überdies mit einigem Verletzungspech zu kämpfen hat. Torjäger Niklas Füllkrug (Knieprobleme), Takuma Asano (Lauftraining), Oliver Sorg (private Gründe) und Felipe (Muskelfaseriss) werden André Breitenreiter definitiv nicht zur Verfügung stehen. Hingegen besteht bei Pirmin Schwegler (Sprunggelenk) und Hendrik Weydandt (Adduktoren) noch berechtigte Hoffnung auf einen Einsatz.

Malli für Mehmedi in einer Raute?

Die Gäste werden ohne Admir Mehmedi nach Hannover reisen, der Torschütze aus dem Pokal und dortige Spitze der Mittelfeldraute laboriert an Wadenproblemen. Sollte Labbadia erneut auf eine Raute zurückgreifen wollen, wäre auch Yunus Malli eine Alternative, der jedoch in der Vorwoche auch nach Mehmedis Auswechselung nicht auf der „Zehn“ zum Zug kam. Stattdessen setzte der Coach in Renato Steffen auf einen Flügelspieler, der trotz Schulterproblemen im Aufgebot stehen wird. Auf keinen Einsatz hoffen kann wohl Ex-96er Felix Klaus, den Labbadia nach sieben Monaten ohne Spielpraxis behutsam aufbauen möchte. 

Und natürlich wollen sich die Grün-Weißen mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause verabschieden: „Es wird ein Spiel, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden. Es ist natürlich ungewohnt, dass wir erst vor knapp zehn Tagen schon einmal gegen Hannover gespielt haben. Teile der letzten Vorbereitung konnten wir daher übernehmen, wobei Hannover mittlerweile schon einiges verändert hat. Es wird von uns abhängen, dass wir eine ähnlich stabile Leistung zeigen und wieder so effizient sind.“    

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