Viertelfinale! Grizzlys retten knappe Führung über die Zeit

9. März 2018 von
Erneut legte Sebastian Furchner die erste Scheibe ins Netz. Foto: imago/Eibner

Schwenningen/Wolfsburg. Eine Runde weiter! Auch im zweiten Spiel der 1. Playoff-Runde gingen die Grizzlys Wolfsburg als Sieger hervor und qualifizierten sich damit für das Viertelfinale. Bei den Schwenninger Wild Wings ging der Vizemeister klar in Führung und musste sich dann gegen eine starke Rückkehr der Gastgeber verteidigen. Nach hartem Kampf lautete der Endstand am Freitagabend 3:2 (2:0, 1:2, 0:0) aus Sicht der Grizzlys.

Furchner und Dixon!

Mit unverändertem Kader ging es für die Grizzlys in Spiel zwei. Ähnlich dem ersten Aufeinandertreffen am Mittwoch waren die Wolfsburger zunächst die spielbestimmende Mannschaft, was allerdings auch der Tatsache geschuldet war, dass es früh zur Überzahl für das Roadteam kam. Dort versuchte es Kamil Kreps am kurzen Pfosten, Kris Foucault schnappte sich den Rebound, doch Dustin Strahlmeier glänzte mit einem Save (3.). Die Niedersachsen blieben am Drücker und wieder war es Sebastian Furchner der einen phänomenalen Treffer landete. Der erste Torschütze vom vergangenen Mittwoch feuerte einen Hammer von der blauen Linie gegen die Bande. Die Scheibe kam hoch zurück und Furchner drückte seinen eigenen Abpraller herunter in den Kasten. Dabei geriet das Gehäuse aus den Angeln und auch ein hoher Stock stand zur Debatte, doch der Videobeweis entschied auf 0:1 (4.).

Im Gegenzug überlief Stefano Giliati die gesamte Defense der Gäste und zog auf Jerry Kuhns Tor ab, aber der Goalie der Schwarz-Orangen blieb cool und entschärfte den Versuch (5.). Schwenningen war nun im Spiel angekommen, mit wechselseitigen Angriffen ging es weiter und auch die Wild Wings setzten Akzente. So zog Marc El-Sayed ins Angriffsdrittel und legte quer zu Anthony Rech, der allerdings links am Pfosten vorbeischoss (9.). Gefährlicher blieb jedoch der Sieger aus Spiel eins. Wieder kam ein Versuch von der Blauen, Ulrich Maurer blockte das Hartgummi, welches daraufhin bei Stephen Dixon landete. Der Matchwinner vom Mittwoch fackelte nicht lange und donnerte das 0:2 vom rechten Bullykreis in die Maschen (13.). Souverän brachte das führende Team das Drittel zu Ende. Nur noch einmal musste Kuhn mit einem Monster-Save zupacken (17.).

Wild Wings kommen zurück

Die rasante Partie setzte sich im Mittelabschnitt fort und wieder hatte Wolfsburg die Nase vorn. Die Hausherren bekamen den Puck nicht herausgespielt, Brent Aubin ging dazwischen und gab auf Björn Krupp an der blauen Linie. Der Silbermedaillengewinner jagte einen Hammer los, Aubin fälschte aus der Luft ins Tor ab – erneuter Videobeweis! Und auch diesmal sahen die Unparteiischen keinen hohen Stock und ließen das 0:3 (21.) gelten.

Die Süddeutschen ließen sich davon nicht beirren und setzten ein Lebenszeichen. Damien Fleury besorgte den ersten Playoff-Heimtreffer nach 22 Jahren fast im Alleingang, ließ dabei seinen Gegenspieler stehen und schlenzte den 1:3-Anschluss herbei (23.). Damit hatten die Gäste offensichtlich nicht gerechnet. Die Baden-Württemberger ergriffen die Gunst der Stunde und hielten den Offensivdruck aufrecht. Der Vizemeister hingegen tat sich schwer, die Überlegenheit der ersten 20 Minuten wiederzuerlangen. Mit Erreichen der Spielmitte ließ die Gefahr seitens der Wild Wings etwas nach. Wolfsburg besann sich wieder auf mehr das Forechecking, störte das Aufbauspiel des Gegners und agierte auch im Angriff stärker. Strahlmeier musste mehrmals eingreifen.

Doch die Grizzlys zogen eine Strafe. Während diese noch gut verteidigt wurde, zeigte der Schiedsrichter kurz darauf die nächste an. Nach dem Powerplay immer noch im Angriffsdrittel, kam Will Acton kurz darauf von der Grundlinie zum Schuss und nagelte das Hartgummi aus ultraspitzem Winkel zum 2:3 (18.) ins Netz.

Grizzlys bringen Führung über die Zeit

Auch im Schlussdrittel hatten die Gäste den besseren Start zu verzeichnen. Nach wenigen Sekunden ließ Kris Foucault einen Hammer los, Kreps nahm den Rebound und verpasste den nächsten Treffer nur knapp (41.). In den Folgeminuten kam kein Spielfluss zustande, zu oft wurde die Partie, meist durch Icings, unterbrochen – weitere Abschlüsse blieben zunächst Mangelware. Zweimal kam es zu einem Gestocher vor Kuhns Gehäuse, doch dieser hatte in beiden Situationen alles unter Kontrolle. Im Anschluss kam Schwenningen zu einer Drangphase und signalisierte, sich unbedingt in der Serie halten zu wollen. An Unterstützung seitens der Zuschauer mangelte es in der rappelvollen Helios-Arena nicht.

Wolfsburg tat sich eine Weile lang schwer, die Scheibe überhaupt aus dem eigenen Drittel herauszubekommen. Mit Ablaufen der Uhr schaltete das führende Team immer mehr auf Verwaltung um und brach es nicht über den Zaun, noch einen weiteren Treffer landen zu wollen. Zwei Minuten vor Schluss kamen die Wild Wings dem Ausgleich nochmal gefährlich nahe – Strahlmeier verließ den Kasten zugunsten des Etxraattackers (58.). Doch trotz aller Bemühungen passierte nichts mehr. Damit treten die Grizzlys Wolfsburg am kommenden Mittwoch (19.30) zum ersten Viertelfinalspiel bei den Eisbären Berlin an. Für die Schwenninger Wild Wings ist die Saison beendet.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (3:57) Sebastian Furchner (Dehner), 0:2 (12:01) Stephen Dixon (Sharrow, Karachun), 0:3 (21:42) Brent Aubin (Krupp), 1:3 (22:48) Damien Fleury (Timonen), 2:3 (38:42) William Acton

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