Wahnsinns-Sieg! Grizzlys düpieren Deutschen Meister mit 4:0

1. Februar 2018 von
Insgesamt vier Mal musste sich Münchens Goalie David Leggio umdrehen. Foto: imago/GEPA pictures

München/Wolfsburg. Am 49. Spieltag der DEL feierten die Grizzlys Wolfsburg ein phänomenales Comeback. Am Donnerstagabend schlug der Vizemeister den Titelverteidiger EHC Red Bull München mit einem klaren 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) und schob sich damit auf Platz vier zurück.


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Effektive Grizzlys mit Doppelschlag

Ohne personelle Veränderungen seitens der Grizzlys startete das letzte Hauptrunden-Duell der Vorjahrsfinalisten. Der Titelverteidiger unterlag zwar im ersten Bully, riss den Scheibenbesitz jedoch in den ersten Minuten an sich. Die Niedersachsen brauchten einen Moment, um den Angriffsdruck auf das Eis zu bringen, zeigten sich dafür sehr stabil in der Defensive – und als das effektivere Team. Fabio Pfohl kämpfte sich aus dem eigenen Drittel nach vorne, Münchens Verteidiger hatten ein schlechtes Timing, sodass der Center kaltschnäuzig David Leggio austricksen und das 0:1 (9.) in die Maschen jagen konnte.

Der EHC hatte keine Antwort parat, so sehr er sich auch bemühte und Jerry Kuhn prüfte – der Wolfsburger Schlussmann war auf seinem Posten, so auch bei einem Direktabnahme-Hammer von Maximilian Kastner (13.). Im Gegenzug legten die Gäste per Konter über Mark Voakes nach. Der Stürmer brachte das Spielgerät nach vorne, brillierte mit einem tödlichen Querpass auf Gerrit Fauser, der die Scheibe unter das Alu und dann zum 0:2 (13.) ins Netz knallte. Die Gastgeber drückten weiter, kamen allerdings nicht zum zählbaren Erfolg. Ein Dampfhammer von Jerome Flaake küsste den Pfosten (18.). Erst kurz vor Drittelende nahmen beide Mannschaften das Tempo etwas heraus.

München ohne Idee – Voakes erhöht

Mit wenig Unterbrechungen führten die Mannschaften das temporeiche Spiel fort, wie es großteils bereits im ersten Abschnitt zu sehen war. Auch in das zweite Drittel startete der Deutsche Meister mit mehr Offensivdruck als der Kontrahent und kämpfte verbissen um den Anschluss. Der Vizemeister hielt jedoch hinten weitestgehend dicht und war auch in Unterzahl nicht zu überwinden (27.). Im Wolfsburger Kasten stand Kuhn weiterhin wie eine Mauer, so auch als Keith Aucoin eine Rakete in Richtung linkes Eck abfeuerte (29.). Auf der Gegenseite klingelte es direkt im Anschluss durch Fabio Pfohl fast schon wieder, doch der Videobeweis zeigte das Gegenteil (30.).

Den Roten Bullen mangelte es weiterhin an Ideen, während die Automobilstädter eine konzentrierte Leistung zeigten und dabei auch stark nach vorne verteidigten. So zeigte sich das Roadteam abermals effektiv und auch etwas glücklich, als Mark Voakes nach einem Zweikampf losfeuerte und Keith Aulie das Hartgummi zum 0:3 (36.) ins eigene Netz abfälschte. Die Bayern verlegten sich in der Verzweiflung immer mehr auf das Physische, bezahlten demnach auch mit zunehmenden Strafen.

Fauser besiegelt starke Vorstellung

Der Schlussabschnitt sah nicht viel anders aus. Die Hausherren drückten mächtig aufs Gas und versuchten den Anschluss zu erzwingen. Über Brooks Macek und Aucoin netzte München fast den ersten Treffer ein, doch der Versuch endete an Kuhns Schoner (45.). Auf der Gegenseite leitete Kamil Kreps den nächsten Konter ein, schob die Scheibe zwischen Jason Jaffreys Beinen hindurch zog auf Leggio ab, doch der Goalie hatte keine Probleme (48.). Nur wenige Minuten später verpasste Sebastian Furchner das nächste Tor nachdem er Jaffrey den Puck abluchste, jedoch nicht erfolgreich verwandeln konnte (52.). Dies gelang Gerrit Fauser, dessen Kracher zum besiegelnden 0:4 (59.) unhaltbar bei Leggio einschlug. Die Grizzlys Wolfsburg erobern sich damit zur Olympiapause den vierten Platz der DEL zurück.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (8:37) Fabio Pfohl, 0:2 (12:12) Gerrit Fauser (Voakes, Aubin), 0:3 (35:33) Mark Voakes (Aubin, Fauser), 0:4 (58:13) Gerrit Fauser (Aubin, Likens)

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