Wie einst Kuru: Die Eintracht auf der Suche nach dem Torjäger

8. November 2018 von
Torjäger gesucht bei Eintracht Braunschweig. Foto: Agentur Hübner
Braunschweig. Im Rahmen des 15. Spieltages empfängt Eintracht Braunschweig am Sonnabend (14.00) mit dem Tabellen-Siebten KFC Uerdingen 05 einen Gegner mit großen Ambitionen. Zuletzt verloren die Rheinländer drei Mal in Folge. Eine Chance für den ersten Sieg unter Trainer André Schubert? Dazu müssen die Löwen auch das Tor treffen.

Torjäger gesucht

13 Jahre ist das nun schon her, als der einstige Publikums-Liebling Ahmet Kuru beim letzten Aufeinandertreffen mit dem KFC Uerdingen 05 an der Hamburger Straße einen Doppelpack schnürte. In der Zwischenzeit haben beide Clubs sehr unterschiedliche Wege beschritten. Die Eintracht schaffte es bis in die Bundesliga und wieder zurück. Uerdingen erlebte schwere Zeiten und einige sportliche Tiefpunkte, rutschte zwischenzeitlich ab bis in sechstklassige Niederrheinliga. Unter dem schwerreichen Investor Michail Pomonarow kehrte der Club im Sommer 2018 mit großen Ambitionen in die 3. Liga zurück. Im Kader: Weltmeister Kevin Großkreuz, und altgediente Profis wie Dennis Daube oder Stefan Aigner.

„Wir brauchen uns als Tabellenletzter keine Gedanken zu machen, ob es ein Vorteil ist, dass der KFC die letzten drei Spiele verloren hat.“ André Schubert

„Es ist kein Geheimnis, dass Uerdingen die 3. Liga so ein bisschen als Durchgangsstation sieht“, verrät André Schubert in der Pressekonferenz vor dem Spiel und mahnt: „Wir brauchen uns als Tabellenletzter keine Gedanken zu machen, ob es ein Vorteil ist, dass der KFC die letzten drei Spiele verloren hat.“ Zuletzt unterlag die Elf von Trainer Stefan Krämer in letzter Minute mit 1:2 in Osnabrück. Bringt so etwas Unruhe? „Selbst wenn das so ist, beschreibt das ja nur die hohen Erwartungen, die dort vor Ort herrschen“, erläutert Schubert.

Der neue Trainer ließ zuletzt vermehrt Standards einüben. Zufall? Beide Gegentore des KFC an der Bremer Brücke entsprangen ruhenden Bällen. Und wenn schon die Angreifer trotz zahlreicher Chancen nicht treffen. „Wir müssen immer Lösungen und Wege finden, um Tore zu machen“, fordert Schubert. Seine Mannschaft habe in den letzten beiden Spielen gezeigt, dass sie in der Lage sei, diese anzubieten. „Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Chancen zu verwerten.“

Traf doppelt beim letzten Aufeinandertreffen mit Uerdingen: Fanliebling Ahmet Kuru. Wer übernimmt seine Rolle zukünftig? Foto: imago/Rust

„Wir haben einen Plan“

Mit dem KFC Uerdingen kommt eine sehr erfahrene Mannschaft ins Eintracht-Stadion. „Sie haben fast alles Spieler, die schon 3., 2. oder teilweise auch 1. Liga gespielt haben und die abgezockt und clever sind.“ Das beginnt laut Schubert schon in der Viererkette. „Und so spielen sie auch: Mit vielen Haken, einem ganz speziellen Spielaufbau und vielen Positionswechseln vor allem in der Offensive. Das ist schon eine gute Qualität“, lobt der Löwen-Coach, blickt dann aber sofort wieder ins eigene Lager: „Wir haben einen Plan und den versuchen wir umzusetzen. Auch gegen Uerdingen versuchen wir das.“

Ob Felix Burmeister dabei am Samstag nach verbüßter Gelbsperre wieder mithelfen darf, lässt der Trainer offen: „Wir werden am Samstag sehen, wie schwer es ist, in die Mannschaft zurück zu kommen“, sagt der 47-Jährige und lobt ganz nebenbei Steffen Nkansah und Gustav Valsvik: „Die haben das gut gemacht.“ Nicht abschätzen dagegen kann André Schubert, wie lange es noch bei Christoffer Nyman dauert: „Er muss das Signal geben, ob er fit ist. Das ist im Leistenbereich eine unangenehme Verletzung, die kann sich ziehen.“ Auch müsse man immer daran denken, dass Nyman relativ lange raus war. „Da darf man keine überhöhten Erwartungen haben. Er muss uns auch helfen können und sich gesund fühlen.“

Insgesamt sei die Stimmung gut, aber „Kein Grund, euphorisch zu sein.“ Sein Team müsse noch eine Schippe drauflegen. „In der Art und Weise und der Konsequenz wie wir spielen, um letztendlich erfolgreich zu sein.“ Auf den Punkt gebracht: Die Ausbeute der eigenen Tormöglichkeiten. Alleine Onur Bulut und Philipp Hofmann hätten Großaspach in der Vorwoche im Alleingang abschießen können. Am Ende traf Hofmann wenigstens noch zum Ausgleich. Was fehlt ist ein richtiger Knipser. So wie Ahmet Kuru, der am 26. März 2005 das Tor gegen den KFC Uerdingen doppelt traf. 

Wann platzt der Knoten bei Philipp Hofmann (richtig)? Foto: Agentur Hübner

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