Nick Jones und Spencer Machacek feiern das zwischenzeitliche 4:1 gegen den EHC Red Bull München.
Nick Jones und Spencer Machacek feiern das zwischenzeitliche 4:1 gegen den EHC Red Bull München. Foto: Marco Leipold/City-Press GmbH
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27.01.2020

Wie in den alten Tagen! Grizzlys Wolfsburg zerlegen Ligaprimus München

von Frank Vollmer


Wolfsburg. Nach dem 3:2-Sieg am Freitag in Iserlohn vollbrachten die Grizzlys aus Wolfsburg am Sonntag wohl eine der besten Vorstellungen dieser Saison und rundeten ihr Sechspunkte-Wochenende ab. Ausgerechnet gegen den Ligaprimus EHC München funktionierte das Powerplay perfekt. Das 5:1 (3:1, 1:0, 1:0) war nach einer Stunde hochverdient für die Mannschaft von Pat Cortina.

„Das hat sich angefühlt wie in den guten alten Tagen“, schrieb noch am Sonntagabend ein begeisterter Fan in den Sozialen Netzwerken. Dem ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen haben die Grizzlys dem favorisierten EHC München ein Bein gestellt. Nach dem 5:4-Sieg im Penaltyschießen Anfang Januar folgte nun ein deutlicher und verdienter 5:1-Triumph in der Eis Arena.

Dabei präsentierten sich die Hausherren von Beginn an eiskalt in Überzahlsituationen - bisweilen nicht unbedingt die Paradedisziplin der Wolfsburger. Nach einem Pfohl-Pass vollendete Garrett Festerling zum 1:0 (5.). Wenig später folgte eine feine Kombination an deren Ende Gerrit Fauser über den Pfosten den Weg ins Tor fand (9.). Bei beiden Toren hatten die Grizzlys von ihrer jeweiligen Powerplay-Situation profitiert und drückten weiter nach vorne. Fausers zweiter Treffer an diesem Abend folgte noch in diesem beinahe perfekten Anfangsdrittel (14.). Christopher Bourque fand zwei Minuten später eine Lücke im Wolfsburger Verbund und stellte auf 3:1 (16.) - es sollte ein Strohfeuer vom Jackson-Team bleiben.

Auch im Mittelabschnitt blieben die Grizzlys angriffslustig. Spencer Machacek scheiterte mit einem satten Pfund knapp an Goalie Kevin Reich (24.). Es folgte der dritte Treffer im vierten Powerplay. Diesmal war Anthony Rech Nutznießer und erzielte sein 18. Saisontor (26.). Auch München versuchte etwas, blieb aber immer wieder an Felix Brückmann hängen, wie Phillip Gogulla in der Schlussphase der zweiten 20 Minuten. Das Aufbäumen der Gäste blieb auch im 3. Abschnitt aus. Ein eiskalter Konter brachte Aubin Sekunden vor dem Ende seinen zweiten Treffer und das 5:1 ins leere Netz kraftloser Bullen.

„Wir hatten uns schon etwas ausgerechnet“, sagte Doppeltorschütze Gerrit Fauser nach dem Spiel bei Magenta Sport. „Wir haben gegen München bisher immer gut gespielt. Deswegen hatten wir schon das Gefühl, da könnte was gehen. Uns war klar, wir müssen hier zuhause ein anderes Gesicht zeigen als in den letzten Wochen. Wenn wir das tun wissen wir, dass wir auch eine Chance haben.“

Glücklich und geschafft: Dominik Bittner, Garrett Festerling und Brent Aubin nach dem Spiel (vlnr). Foto: Marco Leipold/City-Press GmbH


Zahlen & Fakten


Torfolge: 1:0 (5.) Garrett Festerling (Casto, Pfohl, PP1), 2:0 (9.) Gerrit Fauser (Bittner, Pfohl, PP1), 3:0 (14.) Gerrit Fauser (Bergmann, Rech), 3:1 (16.) Christopher Bourque (Seidenberg, Parkes, PP2), 4:1 (26.) Anthony Rech (Aubin, Bergmann, PP1), 5:1 (60.) Brent Aubin (Olimb)


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