Wieder nur Remis! Gomez kontert Origi

3. Februar 2018 von
Ausgerechnet Ex-vfL-Spieler Mario Gomez verhinderte den Sieg der Hausherren. Fotos: Agentur Hübner
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Wolfsburg. Am 21. Spieltag der Bundesliga trennten sich der VfL Wolfsburg und der VfB Stuttgart vor 24.378 Zuschauern mit 1:1 (1:0). Dabei zeigte sich der Gastgeber am Samstagnachmittag nach dem Führungstreffer offensiv extrem überlegen, konnte nach dem Gomez-Gegentor allerdings nicht mehr an die vorangegangene Leistung anknüpfen.


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Gomez offiziell verabschiedet

Mit Divock Origi und Joshua Guilavogui anstelle von Yannick Gerhardt und Victor Osimhen startete Martin Schmidt mit dem üblichen 4-2-3-1-System in das heutige Spiel. Vor dem Anpfiff wurde Mario Gomez offiziell verabschiedet. Der Stürmer verließ den VfL Wolfsburg Ende Dezember in Richtung Stuttgart. Damit war es für den 33-Jährigen das erste Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club. Ein weiteres Wiedersehen gab es mit Christian Gentner, der sich nach dem Hinspiel bei einem heftigen Zusammenprall mit Koen Casteels schwere Verletzungen zuzog und noch immer mit Maske auflaufen muss. Für VfB-Trainer Tyfun Korkut war es die erste Partie als Übungsleiter seines neuen Clubs.

Origi-Hammer bringt VfL in Führung

Eher verhalten ging es in die Begegnung. Die Hausherren zeigten sich durch mehr Ballbesitz, während sich der VfB mit einer engmaschigen Defensive präsentierte. Nur selten kamen die Schwaben dem Kasten von Koen Casteels nahe, denn auch die Grün-Weißen hielten hinten dicht. Erstmals annähernd gefährlich wurde es nach einer Ecke für die Gäste, die Mario Gomez per Kopfball zu verwandeln versuchte, das Netz jedoch am rechten Pfosten verfehlte (10.). In der Folge gab es für beide Mannschaften weiterhin praktisch kein Durchkommen. So musste Maximilian Arnold den ersten Abschluss für die Niedersachsen ein paar Meter vor dem 16er suchen, nachdem sich Renato Steffen über den rechten Flügel weit nach vorne gespielt hatte und dann quer auf seinen Mitspieler ablegte – kein Erfolg (22.).

Doch dann folgte die Großchance: Yunus Malli luchste Andreas Beck auf der linken Seite den Ball ab, dieser landete bei Divock Origi, der die Kugel kaltschnäuzig aus 20 Metern zum 1:0 (24.) in das rechte untere Eck feuerte. Nun riss der VfL das Geschehen an sich: Kurz darauf kam zunächst Steffen zum Zug, doch Torhüter Ron-Robert Zieler lenkte das Spielgerät im letzten Moment ab (26.). Wiederum zwei Minuten später zog Daniel Didavi an der Strafraumgrenze ab und auch hier war der VfB-Schlussmann zur Stelle (28.). Die darauf folgende Ecke sorgte ebenfalls dafür, dass bei Zieler keine Langeweile aufkam (29.). Offensiv hatte Stuttgart in den letzten fünfzehn Minuten der ersten Hälfte nichts mehr zu melden.

Gomez egalisiert den Spielstand

Zu Beginn des zweiten Abschnitts musste Casteels ran: Der eingewechselte Daniel Ginczek war einen schnellen Konter gelaufen und zog aus spitzem Winkel ab, der VfL-Torhüter klärte ohne Probleme (47.). Danach bot sich bis zur 55. Minute zunächst dasselbe Bild wie zu Anfang der ersten Halbzeit. Wie aus dem Nichts folgte ein Versuch von Joshua Guilavogui – direkt in die Arme von Zieler (56.). Im Gegenzug versuchte es Gomez, doch der Stürmer vertändelte kurz vor dem 5er den Ball (57.). Von der Mannschaft aus der Schwaben-Metropole war offensiv nun mehr zu sehen. Zwei Ecken erspielte sich die Korkut-Elf innerhalb kurzer Zeit, die zweite sollte den Ausgleich bringen: Der von Erik Thommy ausgeführte Eckball landete vor der linken Ecke des 16ers, dort stand Dennis Aogo, der das Spielgerät abfeuerte – Gomez stand kurz vor dem Kasten und lenkte das Leder zum 1:1 (60.) in die Maschen.

Von der offensiven Überlegenheit, welche die Automobilstädter über weite Strecken der Begegnung zeigten, war nun nichts mehr zu sehen. Martin Schmidt tauschte Renato Steffen gegen Neuzugang Admir Mehmedi aus, um etwas frischen Wind in den Angriff zu bringen (67.). Dieser blieb allerdings aus, wobei es auf beiden Seiten an Torgefahr mangelte. Erst in den letzten zehn Minuten blitzte der VfL wieder auf: Guliavogui versuchte es aus zentraler Position und schoss Zieler das Spielgerät in die Arme (80.). Kurz darauf kam Didavi zum Zug, verfehlte jedoch das Tor (81.). Die „Wölfe“ waren nun klar im Ballbesitz, doch die Gäste standen defensiv extrem kompakt. In den letzten Minuten bemühten sich nochmal beide Kontrahenten, den entscheidenden Treffer zu erzielen – ohne Erfolg. Der VfL Wolfsburg bleibt damit auf dem 13. Platz in der Tabelle.

„Bin unter dem Strich zufrieden“

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt.Wir sind in Führung gegangen, nur das Makel war, dass wir nicht mit 2:0 in Führung gegangen sind. In der zweiten Halbzeit hat der Gegner mehr Druck ausgeübt. Es ging für uns nicht mehr so einfach nach vorne, das Pressing wurde immer höher. Unter dem Strich bin ich jedoch zufrieden, abgesehen von den 15 bis 20 Minuten, als Stuttgart das sehr gut gemacht hat. Normalerweise musst du zu Hause gewinnen und auswärts ein Unentschieden holen. Letztes Mal haben wir auswärts gewonnen und nun daheim nur einen Punkt geholt, diesmal war es also umgekehrt. Das haken wir ab und gehen motiviert in das Pokalspiel auf Schalke“, resümierte Schmidt die Partie.

Zahlen und Fakten

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, Tisserand – Guilavogui, Arnold – Steffen (67. Mehmedi), Didavi (81. Josip Brekalo), Malli – Origi Trainer: Martin Schmidt

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Aogo (87. Mangala) – Asacibar, Gentner – Er. Thommy, Donis (46. Ginczek), Insua – Gomez Trainer: Tayfun Korkut

Torfolge: 1:0 Divock Origi (24. Malli), 1:1 Mario Gomez (60. Aogo)

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