WNBL-Playoffs: Girls Baskets „ohne Drei“, aber mit Respekt

27. März 2019
Julina Meinhard zeigte sich. Foto: Thorsten Wildrich
Braunschweig. Zum ersten Playoff-Viertelfinale mussten die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel auf drei ihrer üblichen Starter verzichten. Ohne Rebecca Lagerpusch, Sina Geilhaar und Nina Rosemeyer waren also die Vorzeichen schlecht wie selten in dieser Saison und Niemand erwartete mehr als ein Debakel für die Gäste. Ein Beitrag von Thorsten Wildrich.

Die acht tapferen Niedersächsinnen wollten nicht einfach Klein beigeben und kämpften über 40 Minuten um einen guten Eindruck für sich und ihr Basketball-Programm. Dabei konzentrierte man sich vor allem wieder auf die zuletzt so starke Defensive und gab Chemnitz auch viele Denkaufgaben mit auf den Weg. Die lösten die Gastgeberinnen aber gerade zu Beginn mit großer Ruhe und konnten durch drei erfolgreiche Distanzwürfe früh eine solide Führung heraus spielen.

Nach dem 20:6 für Chemnitz sah es also schnell wie das erwartete Debakel aus. Aber die Girls Baskets kamen mit viel Charakter zurück ins Spiel. Vor allem Christin Rohde nutze ihre Spielminuten für einen guten Eindruck und punktete und reboundete für ihr Team mit großem Willen. Franka Wittenberg rieb sich gegen die sehr aggressive Defense im Aufbauspiel auf und organisierte dennoch gut ihre Mannschaft. Zoe Wildrich setzte ihr ganz persönliches Ausrufezeichen unter die bisherige Partie. Mit viel Energie kam sie von der Bank und konnte wichtige Akzente im Angriff setzen. Sie traf den Dreier und entlastete Wittenberg erfolgreich als point guard. Johanne Wegmanns Distanztreffer halfen zusätzlich zu einem kleinen Comeback. Das 24:34 aus Braunschweigs Sicht war also ein Achtungserfolg zur Pause.

Nach diesem Aufflackern des Potentials in Viertel zwei versiegte aber der eigene Angriff zusehends. Die Chemnitzer Verteidigung war weiter sehr intensiv und man fand kaum Wege zum Korb. Von draußen wollte nicht allzu viel fallen und auch die harten Kontakte wurden zu selten mit einem Pfiff belohnt. An der tiefen defense biss man sich so die Zähne aus und trotz der eigenen weiter stabilen Verteidigung gelang offensiv einfach zu wenig.

„Unsere Mädels haben alles gegeben – physisch wie emotional. Darauf sind wir sehr sehr stolz. Leider wurden wir kaum mal für diesen Einsatz belohnt. Nur 3 Freiwürfe in der gesamten Partie spiegelt nicht unsere Spielweise wieder. Chemnitz hat stark verteidigt und wir müssen Lösungen finden für die nächsten Spiele. Aber unter diesen Umständen heute war unser Auftritt vollends zufrieden stellend und wir haben wichtige Erkenntnisse mitnehmen können.“, gab es viel Lob des Trainerteams für die nie aufgebenden Mädchen aus Braunschweig-Wolfenbüttel.

Jetzt geht es am Sonntag, dem 31. März um 15 Uhr in der Lapla um Alles. Die Girls brauchen einen Sieg, um das dritte Spiel zu erzwingen. In Mannschaftskreisen ist man zuversichtlich, dass die tolle Stimmung in der Halle die Mädchen wieder beflügelt, wie schon gegen Herne.

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