„Wölfe“ erkämpfen sich glückliches Remis in Dortmund

14. Januar 2018 von
VfL-Neuzugang Renato Steffen feierte bereits im ersten Spiel der Rückrunde seine Bundesliga-Premiere. Foto: imago/Revierfoto

Wolfsburg/Dortmund. Der VfL Wolfsburg hat sich zum Start der Rückrunde einen wichtigen Punkt bei Borussia Dortmund erkämpft. Trotz guter Torchancen der Hausherren blieb es am Ende beim 0:0-Unentschieden.


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Verhaegh übernimmt Kapitänsbinde

Vor der Partie gegen den BVB stellte sich für VfL-Coach Martin Schmidt die Frage, wer den abgewanderten Mario Gomez als Kapitän beerben würde. Die Antwort lautete vorerst Ersatzkapitän Paul Verhaegh. Seine Startelf veränderte der Wolfsburger Trainer im Vergleich zum Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg auf fünf Position. Casteels, Verhaegh, Didavi, Origi und Rückkehrer Josip Brekalo begannen für Grün, Bruma, Ntep, Dimata und Gomez. Auf der Gegenseite verzichete BVB-Trainer Peter Stöger aus disziplinarischen Gründen kurzfristig auf Stürmer-Star Pierre-Emerick Aubameyang, der einem Teammeeting am Samstag fern geblieben war. Des Weiteren fehlte Christian Pulisic mit einer Muskelverletzung. Dafür rückten die beiden Youngsters Jadon Sancho und Alexander Isak in die Startelf.

Das Spiel begann zunächst etwas gemächlich. Dortmund versuchte früh den Wolfsburger Spielaufbau zu attackieren und den Gästen so ihr Spiel aufzudrücken. Der VfL beschränkte sich hingegen vorerst auf eine stabile Verteidigung und versuchte durch ihr schnelles Umschaltspiel Nadelstiche zu setzen. Die erste gute Torchance der Partie verzeichnete jedoch der BVB in der 22. Spielminute. Nach einer scharfen Hereingabe von Lukasz Piszczek kam Andriy Yarmolenko im Strafraum zum Abschluss, doch sein Schuss ging am Tor vorbei. Auch acht Minuten später war der Ukrainer nicht erfolgreich, als er einen Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz setzte (30.).

Während es der BVB verpasste die Führung zu erzielen, wurden die Wölfe in der letzten Viertelstunde von Hälfte eins zunehmend stärker. Erst wurde Divock Origi beim Torabschluss gerade noch rechtzeitig geblockt (33.), ehe kurz darauf Daniel Didavi von Yunus Malli freigespielt wurde und mit seinem Flachschuss an Dortmunds starkem Schlussmann Roman Bürki scheiterte (38.). Doch auch der BVB hatte noch eine Gelegenheit im ersten Durchgang, allerdings traf Youngster Isak mit seinem Volley nur das Lattenkreuz (42.).

BVB drückt, VfL kontert

In der zweiten Hälfte erhöhten die Hausherren den Druck und drängten auf die Führung. In der 48. Minute kam Yarmolenko freistehend vor Casteels zum Abschluss, doch sein Schuss landete deutlich über dem Tor. Nur fünf Minuten später folgte die nächste Riesenchance für den BVB. Nach einer flachen Flanke von Kagawa landete Sanchos Abschluss jedoch nur am Pfosten (53.). Doch auch der VfL konnte offensiv weiter in Erscheinung treten, doch auch ihnen fehlte die Genauigkeit. Sowohl Divock Origi (58.) als auch der eingewechselte Neuzugang Renato Steffen konnten den Ball nicht im Tor unterbringen (66.). Rund zehn Minuten vor Ende nahm sich dann Linksverteidiger William ein Herz und schloss aus rund 25 Metern mit einem satten Schuss ab, den Bürki gerade noch über die Latte lenken konnte (77.).

Zum Ende der Partie waren es jedoch wieder die Dortmunder, die noch einmal den Druck erhöhten, doch für den Siegtreffer sollte es nicht mehr reichen. Der VfL brachte das Unentschieden am Ende über die Runden und trennt sich damit zum elften Mal in dieser Saison Remis. „Wenn man sich das ganze Spiel anguckt, dann muss ich sagen, dass das es ein glückliches Unentschieden war, aber auch ein erkämpftes. Auch wir hatten unsere Chancen“, sagte VfL-Trainer Martin Schmidt nach der Partie gegenüber Sky und fuhr fort: „Das ist ein Punkt, der einem gut tut, der gut für das Selbstvertrauen ist. Solche Spiele geben Rückwind.“

Zahlen & Fakten

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Toprak, Toljan – Weigl, Kagawa, Götze (56. Dahoud) – Yarmolenko (78. Sahin), Isak (68. Schürrle), Sancho Trainer: Peter Stöger

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Tisserand, Udoukhai, William – Guilavogui, Arnold, Brekalo, Didavi (64. Steffen), Malli – Origi Trainer: Martin Schmidt

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