WSV Oberliga Mannschaft gegen die SG Wasserball Bremen

5. September 2017
Unentschieden für den WSV. Symbolfoto: Martin Wogan
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Bremen/Wolfenbüttel. Am vergangenen Mittwoch, den 30. August 2017 stand nach dem Pokalsieg der Wölfe das nächste Spiel in der Bezirksliga an. Ein Bericht von Maurice Waldmann.


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Ein hart erkämpftes Unentschieden

Die 1. Herren mussten mitten in der Woche um 20.00 Uhr im Bremer Stadionbad gegen die Startgemeinschaft Wasserball Bremen antreten. Leider konnte die Wolfenbütteler Mannschaft auf Grund des Wochentages und der Uhrzeit nur mit einer kleinen Besetzung von acht Spielern anreisen. Die Partie begann pünktlich, wobei sich gleich nach den ersten 23 Sekunden bei den Wölfen Ernüchterung einstellte: Das erste Tor ging direkt in den Winkel, unhaltbar für den WSV-Torwart Johannes Hellfeier. Spielerisch konnten die Bremer auf erfahrene und schwimmstarke Ex-Bundesliga-Spieler zurückgreifen. Im ersten Viertel gelang es den Bremern, die auch teilweise körperlich überlegen waren, der jungen Wolfenbütteler Mannschaft ihr standlastiges Spiel aufzudrängen. Die „Wölfe“ hielten diesem stand und Leon Bischoff schaffte in der dritten Spielminute den Ausgleich. Doch die Bremer scherte das wenig, sie führten mit einem 4:1 im erste Viertel.

Die Mannschaft unter Kapitän Jens Klare, war sauer und musste sich eingestehen auf die Taktik des Gegners hereingefallen zu sein. Also folgten in der Viertelpause klare Anweisungen durch den Captain. Das zweite Viertel begann mit einem Abschluss von 12 Metern nach der ersten Minute und wieder war es Bischoff, der den Treffer präzise in den Winkel des Tores brachte. Das Spiel glich sich langsam aus. Während Bremen seine körperliche Überlegenheit durch das Standspiel durchzubringen versuchte, gelang es den Wölfen die Gegner schnell auszukontern. Hier machte sich das sprintlastige Schwimmtraining von Chef-Trainer Peter Waldmann bezahlt.

Die Möglichkeit der Auswechslungen war innerhalb der Wolfenbütteler Mannschaft sehr gering, daher musste jeder Einzelne sämtliche Kräfte aus sich herausholen. Die Abschlüsse nach den Schwimmkontern liefen nun besser. Das Viertel ging Unentschieden mit 2:2 Toren aus. Zum Glück gab es wieder eine Pause, in der zwei Minuten durchgeatmet werden konnte. Die Anweisungen wurden rauer, die Mannschaft war spielhungrig und man wollte nicht aufgeben. Alle merkten: „Wir haben eine Chance!“.

Nach dem Seitenwechsel wollten sie zeigen, was sie können. Mit Beginn des dritten Viertels wurde der gegnerische Centerspieler vom Wolfenbütteler Center-Verteidiger Stefan Gscheid „tot“ gestellt. So konnten die Kreisverteidiger problemlos helfen und unterstützen. Die hatte zur Folge, dass wieder konterstark gespielt werden konnte. Ein intelligentes Passspiel auf einen einschwimmenden Spieler verhalf den Wolfenbüttelern zu einem Strafwurf von der 5 Meter Linie aus, den Florian Straube routiniert ins Tor versenkte. Es sollte jetzt bergauf gehen, die Wölfe wurden hellwach und wollten noch mehr! Die Verteidigung um Stefan Gscheid stand eng und ließ wenig Spielraum für den Gegner zu. Schüsse, die doch durchgingen, hielt Keeper Hellfeier sicher. Mit dieser Sicherheit im Rücken schwammen die Wölfe schnell den Konter und wieder war es Straube, der aus der Konterbewegung heraus den Ball ins Netz des Gegners brachte und damit den Anschlusstreffer erzielte. Es trennte die Mannschaften nur noch ein Tor voneinander. Dieses Viertel hatten die Wolfenbütteler mit 2:0 Toren gewonnen. Der Gesamtspielstand war zu diesem Zeitpunkt 6:5 aus Sicht der Bremer.

Die letzte Viertelpause war angebrochen, noch einmal durchatmen, so langsam wurde es auch dunkel und die Flutlichtanlage des Freibades wurde eingeschaltet. Für die Wölfe waren diese Lichtverhältnisse etwas ungewohnt und eine echte Herausforderung. Wieder ging es voller Motivation in das letzte Viertel. Angesagt waren schnelle Konter und ein schnelles Spiel. Das ist es, was die Wölfe gut können. Man wollte sich nicht groß auf die körperlichen Auseinandersetzungen mit den Gegnern einlassen, sondern einfach nur durchschwimmen. „Auch wenn es weh tut“, so Kapitän Klare.

Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. Durch ein geschicktes Einschwimmen des Rechtsaußen-Spielers und dem direkten Anspiel durch Kristofer Wilkens gelang es, den Gegner zu einem schweren Foul im Strafraum zu zwingen. Wieder einen 5-Meter-Strafwurf, den Spieler Straube sicher ins Viereck setzen konnte. Spielstand 6:6. Nun galt es, noch mindestens ein weiteres Tor zu machen und mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Zwei verpatze Torchancen nahmen jedoch schnell den Glauben daran. Der Abpfiff kam und beendete das Viertel mit 0:1 Toren aus Sicht der Bremer mit dem Gesamtspielstand von 6:6.

Kapitän Klare fand zum Abschluss dennoch lobende Worte für die Mannschaft: „An einem Wochentag mit 8 Leuten gegen eine voll besetzte Bremen Mannschaft unentschieden zu spielen, das ist hervorragend. Gut, im ersten Viertel hätten wir früher wach werden müssen, daran wird definitiv im Training gearbeitet. Wir müssen uns aber mit diesem Ergebnis nicht verstecken, dass heute war eine sehr gute Leistung des Schiedsrichters und wir hatten einen fairen Gegner im Wasser, wie er sein muss“.

Zahlen und Fakten

WSV 21: TW Johannes Hellfeier, Kapitän Jens Klare, Leon Bischoff (2), Florian Straube (4), Stefan Gscheid, Kristopher Wilkens, Maurice Pfeiffer, Maurice Waldmann

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