Gelingt den Basketball Löwen und Mannschaftskapitän Thomas Klepeisz der Befreiungsschlag?
Gelingt den Basketball Löwen und Mannschaftskapitän Thomas Klepeisz der Befreiungsschlag? Foto: Agentur Hübner
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07.02.2020

Wurfstarke Würzburger am Samstag zu Gast in der VW Halle

von Frank Vollmer


Braunschweig. Sind nach dem spielfreien Wochenende die Köpfe wieder frei? Gleich drei Partien binnen sechs Tagen werden zeigen, ob die Basketball Löwen wieder in die Spur finden können. Den Anfang macht am kommenden Samstag (20.30) das Heimspiel gegen den Playoff-Kandidaten und aktuellen Tabellensiebten s.Oliver Würzburg.

Die Löwen und die Würzburger trafen erst vor knapp einem Monat aufeinander (Spielbericht). Damals zog das Strobl-Team klar mit 83:97 auswärts den Kürzeren und hatte vor allem defensiv große Probleme, die Unterfranken in den Griff zu bekommen. Die zeigten sich in dieser Partie äußerst treffsicher von der Dreierlinie, von wo sie 57 Prozent ihrer Würfe versenkten. Über die bisherige Saison gesehen sind es gute 40 Prozent und mit dieser Dreier-Quote sind die Würzburger aktuell ligaweit das drittbeste Team. „Wir müssen dieses Mal versuchen, ihnen den Dreier wegzunehmen und defensiv eine gute Mischung zu finden“, mahnt Löwen-Headcoach Pete Strobl, der mit seiner Mannschaft auf einen Gegner trifft, der sich bislang ausgeglichen, unaufgeregt und sehr solide präsentiert.

Unter anderem ihre 20,8 Assists im Schnitt symbolisieren, dass mehrere Würzburger Spieler bereits das zweite Jahr zusammen spielen und entsprechend miteinander harmonieren. Das gilt vor allem für das Guard-Trio um Cameron Wells, Skyler Bowlin und Jordan Hulls. „Diese drei sind stark und kennen sich sehr gut. Wenn einer von ihnen nicht trifft, finden sie den Mitspieler. Alle drei sind enorm wichtig für die Mannschaft und wir müssen aufpassen, dass sie nicht so schnell in ihren Rhythmus kommen“, sagt Strobl. Cameron Wells ist der Kopf der Würzburger 11er-Rotation. Der Point Guard ist mit 16,4 Punkten pro Spiel nicht nur der Topscorer, sondern legt auch sehr gute 5,5 Assists im Schnitt auf. Hinzukommend macht er wenig Fehler und trifft starke 55,7 Prozent aus dem Feld.

Seine Guard-Kollegen Skyler Bowlin (11,3 PpS, 43,8 Prozent 3er-Quote) und Jordan Hulls (11,2 PpS, 37,5 Prozent 3er-Quote) sind sehr wurfstark aus der Distanz und steuern zusammen mit Wells 11,7 Assists pro Spiel bei. Center Luke Fischer ist unter anderem ein dankbarer Abnehmer dieser Anspiele. Der 2,11 Meter große US-Amerikaner hat Euroleague-Erfahrung und ist einer der besten Shotblocker der Liga (1,4 BpS). Zudem legt er 11,8 Punkte auf und sammelt 5,2 Rebounds pro Spiel ein. Pete Strobl sieht den Big Man auf einem anderen Niveau und sagt: „Scott (Eatherton) ist einer der besten Center der Liga, aber gegen Fischer muss er einen sehr guten Tag haben.“

Beim Rebound könnte der Löwen-Center (7,73 RpS) aber Vorteile gegenüber Fischer haben. Ohnehin sind die Löwen das klar bessere Team bei der Arbeit an den Brettern: Mit 31,5 Rebounds pro Spiel rangieren die tiefbesetzten Würzburger ligaweit auf dem letzten Platz. Die Löwen sind in dieser Kategorie immer noch sehr stark und das zweitbeste Team der Liga (37,1 RpS). Zuletzt offenbarten sie hier aber einige Schwächen und hatten gegen Bamberg das Rebound-Duell klar verloren. „Wir müssen das besser verteidigen und dürfen nicht so viele leichte Punkte durch ,second chance points' des Gegners zulassen“, gibt der Löwen-Headcoach neben der Perimeter-Verteidigung einen weiteren wichtigen defensiven Aspekt als Marschroute für das Spiel aus.


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