Zu viele Fehler: Löwen verlieren 2:3 gegen Wiesbaden

10. Februar 2019 von
Viel Kampf und zu viele Fehler auf Braunschweiger Seite brachten die erste Pleite 2019. Fotos: Agentur Hübner
Braunschweig. Die Braunschweiger Aufholjagd hat am 23. Spieltag vor 17.015 Zuschauern eine leichte Delle erhalten. Bei der ersten Niederlage im Kalenderjahr 2019 unterlag die Eintracht in einem rasanten Schlagabtaussch denkbar knapp gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 2:3 (1:2).

Das Spiel gegen den spielstarken Tabellenfünften der 3. Liga war ein echter Gradmesser für Eintracht Braunschweig, wo Trainer André Schubert mit Leandro Putaro und Julius Düker (Startelfdebüt) für Feigenspan und Hofmann (beide Bank) zwei personelle Wechsel gegenüber dem 1:0 in Zwickau vornahm. Wehen-Trainer Rüdiger Rehm startete in der siegreichen Formation vom 2:0 gegen Hansa Rostock.

Rasante Achterbahnfahrt

Die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt starteten forsch in die Begegnug gegen um Stabilität bemühte Braunschweiger, die über Düker und Bär den ersten Nadelstich setzten (8.). Als Wiesbaden nach einer Viertelstunde kurz das Tempo anzog, kam die Rehm-Elf sofort zum Torerfolg. Erst versuchte es Maximilin Dittgen per Fallrückzieher, dann zwang Kyereh Löwen-Keeper Jasmin Fejzic zu einer Glanztat. Bei der nachfolgenden Ecke von Niklas Schmidt kam Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt frei zum Kopfball und netzte (17.).

Die Eintracht war um eine direkte Antwort bemüht, brauchte jedoch ein paar Minuten, um sich zu finden. Niko Kijewski zog an der linken Strafraumecke das Foul. Der folgende Freistoß von Leandro Putaro segelte im hohen Bogen auf den langen Pfosten, wo mehrere Braunschweiger Kofi Kyemereh bedrängten und den Topscorer der Gäste etwas glücklich zum Eigentor zwangen (23.).

In dem rasanten Spiel ging es auf und ab. Beinahe direkt nach dem Ausgleich setzte Florian Hansch eine gute Hereingabe des Eigentorschützen knapp am Braunschweiger Tor vorbei (27.). Vier Minuten später führten die Gäste trotzdem wieder, weil Dittgen auf Agyemeng Diawusie durchsteckte, der den Ball über die Linie zum 1:2 grätschte (31.).

Die beste Möglichkeit der Hausherren zum erneuten Ausgleich ging kurz darauf von Putaro aus, der sich allein nach einer gegnerischen Ecke durchmogelte und Bär fand. Der Angreifer bekam eine zweite Chance zur Flanke und setzte Stephan Fürstner ein, der spektakulär abzog – Kolke hatte den Ball (34.). Direkt danach traf Düker den Außenpfosten. Eintracht Braunschweig war noch nicht geschlagen.

Löwen lassen sich auskontern

André Schubert nahm zur Pause zwei personelle Korrekturen vor und brachte Philipp Hofmann und Christian Menz für Düker und Nkansah. Die Idee des Braunschweiger Trainers, mit einem neuen Verteidiger und einem ballsicheren Achter zu agieren ging zunächst gut auf. Die Heimelf übernahm das Geschehen auf dem Rasen, Wiesbaden stand jetzt deutlich tiefer. Gerade hatte Marcel Bär im Zusammenspiel mit Fürstner knapp den erneuten Ausgleich verpasst (58.), da konterte Diawusie die Löwen bei der nachfolgenden Ecker der Blaugelben eiskalt aus und wurde im Strafraum von Fürstner zu Fall gebracht. Schiedsrichter Eric Müller zeigte auf den Punkt, Niklas Schmidt stellte auf 1:3 – die Vorentscheidung (60.)?

Die Gäste hatten in der Folge mehr vom Spiel, Braunschweig hielt mit Mann und Maus dagegen. Der kurz zuvor eingewechselte Yari Otto hatte etwas Glück, als er in der 73. SPielminute einen unfreiwilligen Doppelpass mit Fürstner spielte und plötzlich frei vor Markus Kolke stand. Der 19-Jährige blieb cool und netzte flach zum Anschluss. Die Hausherren drängten mit neuem Mut in der spannenden Schlussphase energisch auf den Punktgewinn, blieben bei ihren Bemühungen aber glücklos wie Kijewski, der mit seinem Schuss aus 30 Metern an Kolke scheiterte (82.).

„Zu viele individuelle oder kleine Fehler“

„Im ersten Spielabschnitt sind wir nicht gut reingekommen und haben den Spielaufbau nicht gut gestaltet“, analysierte André Schubert kurz nach dem Spiel und kritisierte: „Wir haben teilweise Pässe in die Pressingzone des Gegners gespielt und ihn damit eingeladen, Konter zu spielen. Auch das Zweikampfverhalten war in der ersten Halbzeit nicht gut, wir hatten zu viele Stellungsfehler.“ Insgesamt hätten Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. „Es waren zu viele individuelle oder kleine Fehler, die uns auf dem Niveau nicht passieren dürfen.“ Besser gefiel dem 47-Jährigen der zweite Durchgang: „Mit Leidenschaft und der ein oder anderen Korrektur ist uns das im zweiten Durchgang besser gelungen.“ 

Am kommenden Samstag, dem 16. Feburar 2019 (14.00) geht es für die Löwen zu Fortuna Köln. 

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Becker, Nkansah (46. Menz), Kijewski – Pfitzner – Nehrig (68. Y. Otto), Fürstner – Bär, Düker (46. Hofmann), Putaro Trainer: André Schubert

SV Wehen Wiesbaden: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Dittgen (66. Reddemann) – Tischt-Rivero, Lorch – Diawusie (74. Schwadorf), Schmidt – Hansch (84. Schipnoski), Kyereh Trainer: Rüdiger Rehm

Torfolge: 0:1 Sascha Mockenhaupt (17. Schmidt), 1:1 Kofi Kyereh (23. ET), 1:2 Agyemang Diawusie (31. Dittgen), 1:3 Niklas Schmidt (59. FE), 2:3 Yari Otto (73. Fürstner)

Das Spiel in Bildern

Spiel in Bildern: Eintracht Braunschweig – SV Wehen Wiesbaden

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