Zweiter Dreier kostet Körner: Eintracht II beklagt Ausfälle

24. August 2019 von
Torschütze Steffen Blechner (li.) stand irgendwie auch sinnbildlich für die Tragik dieser Partie. Foto: Robin Koppelmann/braunschweig1895.de
Braunschweig. Der zweite Heimsieg in Folge von Eintracht Braunschweig II zum Auftakt des 4. Spieltages am gestrigen Freitagabend war teuer erkauft. Gleich zwei Ausfälle beklagte Trainer Marcus Danner nach dem 2:1-Sieg gegen Aufsteiger MTV Isenbüttel. 

Standards entscheiden das Spiel

„Verletzen verboten“, hatte Marcus Danner im Vorfeld der gestrigen Partie noch in großen Lettern in den Raum geschrieben. Wirklich bitter für sein Team, dass genau das nun eingetreten ist: Der 42-Jährige und sein ohnehin schon dünn besetzter Kader müssen zwei weitere Ausfälle beklagen, was den zweiten Heimsieg in Folge ein wenig trübt.

„Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die sich heute gegen einige Widrigkeiten zur Wehr gesetzt hat“, lobte Danner nach dem Spiel. Vor etwas mehr als 200 Zuschauern lieferten sich die Blau-Gelben bei tollem Sommerabendwetter ein enges Duell mit Isenbüttel. „Richtig zwingend wurden wir nicht, weil der letzte Pass nicht kam und wir den Ball zu lange gehalten haben“, sah Danner in dieser Phase noch Luft nach oben. 

Steffen Blechner belohnte eine engagierte Anfangsphase nach 20 Minuten dennoch mit einem satten Freistoß-Hammer aus gut 25 Metern mit dem 1:0. Das vermeintliche zweite Tor der Hausherren nur wenig später durch Raphael Zimpfer pfiff der Schiedsrichter nach Rücksprache mit seinem Linienrichter ab – Sulhattin Capli habe bei der Ecke im Abseits stehend den Torwart die Sicht verdeckt.  

Die Gäste zeigten sich sehr defensiv orientiert, standen gut sortiert und lauerten auf die Möglichkeit, über lange Bälle zu Kontern zu kommen. Darunter litt auch das Spiel ein wenig, Torraumszenen waren selten und wenn aufseiten der Hausherren. 

Kurz nach dem Seitenwechsel der erste Schock bei den Löwen: Torschütze Blechner musste am Oberschenkel verletzt runter (50.). „Da war plötzlich ein kleiner Bruch in unserem Spiel“, hat Marcus . Danner beobachtet. Die Gäste wurden nun insgesamt auch mutiger. Erst traf Hendrik Hildebrand nur das Außennetz, dann knallte Petrus Amin den Ausgleich in die Maschen – ebenfalls per Traum-Freistoß (59.). „Das war der erste Toschuss von Isenbüttel überhaupt“, monierte Danner. Vor dem Ausgleich hatten sein Keeper Tobias Bremer und seine Abwehr nicht sonderlich glücklich agiert: Erst legte der Schlussmann den Ball zum Gegner, dann suchte Capli das Dribbling und zog ein Foul. „Eine Mischung aus Pech, kein Glück und eigener Dummheit“, kommentierte der Trainer. 

Die Partie drohte nun endgültig zu kippen, als sich zu allem Überfluss auch noch Timo Richter bei einem Zusammenstoß am Knöchel verletzte und ebenfalls verletzt ausgewechselt werden musste (62.). In der zerfahrenen Schlussphase hatte die Danner-Elf das nötige Glück: Marius Harms spielte den Ball mit der Hand im eigenen 16er. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christian Ebeling sicher, indem er Isenbüttels Torhüter André Grandt verlud (70.). „Davor und danach hatten wir noch einige Möglichkeiten, das Spiel zu beruhigen. Das Ergebnis war knapp, aber gerecht. Wir hatten die besseren Möglichkeiten und mit Ball mehr Interesse, etwas für das Spiel zu tun“, analysierte Marcus Danner weiter. 

Eintracht Braunschweig II muss am kommenden Sonntag (15.00) zum SV Reislingen-Neuhaus, Isenbüttel zeitgleich zum KSV Vahdet Salzgitter. 

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig II: Bremer – Karger, Niemann, Capli, Ahrens – Zimpfer, Grah, Reddemann, Richter (62. Oktay) – Ebeling (89. Engel), Blechner (50. Walther) Trainer: Marcus Danner

MTV Isenbüttel: Grandt – Jaesch, (88. Leonardi), Purschke, Lütke (46. Wiesner), Harms – Meinecke, Grunau – Hildebrandt, E. Gökkus (57. Raguse), Helms – Amin Trainer: Rouven Lütke

Torfolge: 1:0 Steffen Blechner (21.), 1:1 Piet Amin (59.), 2:1 Christian Ebeling (70. FE.)

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